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Kosbach

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Kosbach
Kreisfreie Stadt Erlangen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(936)&title=Kosbach 49° 36′ N, 10° 56′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(936) 49° 36′ 6″ N, 10° 56′ 11″ O
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Höhe: 303 m ü. NHN
Fläche: 1,84 km²
Einwohner: 936 (2024)<ref name="Einwohner">Stadt Erlangen – Bevölkerungsprognose 2025 - 2040. (PDF) S. 64, abgerufen am 30. Januar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 509 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1967
Postleitzahl: 91056
Vorwahl: 09131
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Datei:Erlangen Kosbach St Josefs-Kapelle 002.JPG
St. Josef
Datei:Erlangen Kosbach Forsthaus 001.JPG
Ehemaliges Forsthaus
Datei:Erlangen Kosbach Nützel-Oberle-Hof 001.JPG
Nützel-Oberle-Hof
Datei:Kosbach Wellesweiher 01.jpg
Einer der Wellesweiher bei Kosbach

Kosbach<ref>Der Name wird mit kurzem O wie Kossbach ausgesprochen und nicht etwa wie Koosbach, was Ortsfremde oft vermuten.</ref> (fränkisch: Koschba<ref>D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 178. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „kʰǫšbɒ“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der kreisfreien Stadt Erlangen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Der Statistische Bezirk 70 wird ebenfalls Kosbach genannt, ebenso gibt es eine Gemarkung Kosbach, die in der Fläche deckungsgleich ist mit der ehemaligen Gemeinde Kosbach.

Geographie

Gemarkung

Die Gemarkung Kosbach hat eine Fläche von 5,286 km². Sie ist in 1141 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 4633,03 m² haben.<ref>Gemarkung Kosbach (092809). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 16. September 2025.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Häusling und Steudach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. September 2025.</ref>

Statistischer Bezirk

Der Statistischen Bezirk 70 (Kosbach) hat eine Fläche von 1,842 km² und umfasst nur einen kleinen Teil der Gemarkung Kosbach.

Lage

Das Kirchdorf ist von Weihern umgeben: im Westen der Petersweiher, im Norden der Kleinauweiher, im Nordosten die Welles- und Grossauweiher. Der Mönauweiher im Südwesten, sowie der Dorf- und der Deckersweiher im Süden und der Dummetsweiher im Westen werden vom Steinforstgraben, einem linken Zufluss der Regnitz gespeist. Etwas weiter nördlich befindet sich das Waldgebiet Mönau. Im Süden liegt das Flurgebiet Am Schleifweg.

Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Dechsendorf zur Staatsstraße 2240 (2,8 km nördlich). Weitere Gemeindeverbindungsstraßen verlaufen nach Büchenbach (1,1 km südöstlich) und nach Häusling zur Kreisstraße ER 1 (1,3 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Geschichte

Der Ort wurde 1348 als „Kospach“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Bedeutung des Ortsnamens bleibt unklar. Lehnsherr war das Hochstift Bamberg. Der Ort bestand zu dieser Zeit aus 22 Hofstätten mit Feldern von 11 Mansen und 1 Lehen (=1114 Huben). Der Truchseß zu Nainsdorf erhielt Einkünfte, das bambergische Kastenamt Herzogenaurach Steuern und Getreideabgaben. 1387 wurden im Zinsregister der Bamberger Dompropstei 11 Gültpflichtige in „Cosbach“ verzeichnet. Laut dem dompropstischen Urbar von 1468 hatten sie in „Coßbach“ grundherrliche Ansprüche über 16 Hofstätten mit 1114 Huben Feldern, es war also der ganze Ort in der Hand der Dompropstei.<ref name="F177">D. Fastnacht: Erlangen: ehemaliger Stadt- und Landkreis, S. 177ff.</ref> Im Dreißigjährigen Krieg brannte der Ort nieder.<ref name="M433">M. Meyer: Kosbach, in: Erlanger Stadtlexikon, S. 433.</ref> Das Hochgericht hatte das bambergische Centamt Herzogenaurach mindestens bis 1730 inne. Laut dem Urbar des Dompropsteiamtes Büchenbach von 1747 übte das brandenburg-bayreuthische Oberamt Baiersdorf das Hochgericht aus. Es gab zu dieser Zeit 17 Untertansfamilien.<ref name="F177"/>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kosbach 13 Anwesen (3 Huben, 4 Höfe, 1 Dreiviertelhube, 1 Viertelhufe, 2 Häuslein, 1 Hirtenhaus, 1 Jägerhaus). Das Hochgericht übte das bambergische Dompropsteiamt Büchenbach im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das bambergische Centamt Herzogenaurach auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Dompropsteiamt Büchenbach.<ref>H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 72.</ref>

Von 1803 bis 1810 unterstand Kosbach dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. 1810 kam der Ort an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Büchenbach zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Kosbach, zu der Alterlangen, Häusling und Steudach gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herzogenaurach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Erlangen (ab 1. Oktober 1847 Rentamt Herzogenaurach).<ref>H. H. Hofmann: Höchstadt-Herzogenaurach, S. 144.
Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 49 (Digitalisat).</ref> Ab 1862 gehörte Kosbach zum Bezirksamt Höchstadt an der Aisch (1939 in Landkreis Höchstadt an der Aisch umbenannt) und weiterhin vom Rentamt Herzogenaurach (1919 in Finanzamt Herzogenaurach umbenannt, seit 1929: Finanzamt Erlangen). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Herzogenaurach (1879 in Amtsgericht Herzogenaurach umbenannt), seit 1959 ist das Amtsgericht Erlangen zuständig. Die Gemeinde hatte 1904 eine Gebietsfläche von 9,240 km²,<ref name="OV 1900" /> Am 1. April 1920 wurde Alterlangen in die Stadt Erlangen eingegliedert. Dadurch verringerte sich die Gebietsfläche auf 5,891 km².<ref name="OV 1925" />

Am 1. Januar 1967 wurde die Gemeinde Kosbach nach Erlangen eingemeindet.<ref name="M433"/><ref> </ref><ref>Erlangen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 16. September 2025.</ref> Nach der Eingemeindung erlebte der Ort einen regen Zuzug.

Baudenkmäler

In Kosbach gibt es neun Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Erlangen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

  • Am Deckersweiher 4: Ehemaliges Forsthaus
  • Am Deckersweiher 24: Nützel-Oberle-Hof
  • Am Deckersweiher 26: Polstermarter
  • Hechtweg 8: Marter auf dem Bergle
  • Heginigstraße: Nützelmarter
  • Hegenigstraße 8: Bildstock
  • Hegenigstraße 16: Wegkreuz
  • Reitersbergstraße 20: Fachwerkstadel
  • Reitersbergstraße 21: Stadel, Hofeinfahrt und Marter

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Einwohnerentwicklung

Gemeinde Kosbach

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961
Einwohner 370 448 456 442 464 459 489 489 489 508 495 513 591 640 694 726 312 333 322 520 493 477 402
Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.</ref> 56 79 83 100 97 57 62 75
Quelle <ref name="OV 1818">Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, OCLC 1071656043, S. 50 (Digitalisat). Für die Gemeinde Kosbach zuzüglich der Einwohner und Feuerstellen von Alterlangen (S. 5), Häusling (S. 35) und Steudach (S. 88).</ref> <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 146, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> <ref name="HGV" /> <ref name="HGV" /> <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 877, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> <ref>

Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 136 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1050, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 995 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1043–1044 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1077 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1950">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 924 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 680 (Digitalisat).</ref>

Ort Kosbach

Jahr 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002000 002021
Einwohner 102 122 120 117 119 131 198 193 292 891 942 939
Häuser<ref name="Häuser" /> 15 22 23 26 27 34 222
Quelle <ref name="OV 1818" /> <ref name="OV 1861" /> <ref name="OV 1875" /> <ref name="OV 1885" /> <ref name="OV 1900" /> <ref name="OV 1925" /> <ref name="OV 1950" /> <ref name="OV 1961" /> <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 167 (Digitalisat).</ref> <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 323 (Digitalisat).</ref> <ref name="M433"/> <ref name="Einwohner"/>

Religion

44 % der Einwohner sind katholisch, 28 % evangelisch.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kosbach (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. Dezember 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.erlangen.de</ref> Die Katholiken sind der Pfarrei St. Xystus in Büchenbach zugeordnet, die zum Seelsorgebereich Erlangen West im Dekanat Erlangen des Erzbistums Bamberg gehört. Am 15. März 1964 konnte die katholische St. Josephskapelle nach achtjähriger Bauzeit eingeweiht werden.<ref>Michaela Meyer: Josef-Kapelle. In: Christoph Friederich, Bertold Frhr. von Haller, Andreas Jakob (Hrsg.): Erlanger Stadtlexikon. W. Tümmels Verlag, Nürnberg 2002, ISBN 3-921590-89-2, S. 395 (online).</ref> In der Kapelle finden Werktagsgottesdienste statt.

Die Lutheraner in Kosbach gehören zur Gemeinde der Martin-Luther-Kirche in Büchenbach, die dem Dekanat Erlangen im Kirchenkreis Nürnberg der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern angehört. Für Reformierte gibt es die Hugenottenkirche in der Innenstadt, die dem Synodalverband XI der Evangelisch-reformierten Kirche angehört.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

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