Alison Krauss
Alison Krauss (* 23. Juli 1971 in Decatur, Illinois) ist eine US-amerikanische Sängerin, Violinistin und Fiddlespielerin, die die Bluegrass-Musik seit den 1990er Jahren maßgeblich beeinflusst hat. Sie ist auch als Produzentin tätig. Sie hat 27 Grammys erhalten und ist damit hinter Beyoncé (35) die Künstlerin mit den meisten Auszeichnungen.<ref>Beyoncé Wins Her 32nd Grammy, Making History at the Awards. The New York Times, 5. Februar 2023, abgerufen am 17. Juli 2023.</ref>
Biografie
Bereits mit fünf Jahren lernte Krauss Violine zu spielen und nahm klassischen Musikunterricht. Schon bald wurde sie jedoch der Klassik müde und begeisterte sich für Country- und Bluegrass-Licks. Mit acht Jahren begann sie, in und um ihre Heimatstadt Champaign (Illinois) herum an Talentwettbewerben teilzunehmen. Zwei Jahre später hatte sie ihre eigene Band. 1984 gewann sie ebenso wie in den beiden Folgejahren die „Illinois State Fiddle Championship“.<ref>Roberta A. Johnson: Shelbyville – "The Fiddle Capitol of Illinois" for 50 years. Shelbyville Daily Union, 14. Oktober 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 25. Mai 2020; abgerufen am 10. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="faznet">Bertram Eisenhauer: Sogar kokett kann sie werden. FAZ, 5. Mai 2011, abgerufen am 4. November 2015.</ref> Die Society for the Preservation of Bluegrass in America kürte sie zum „Most Promising Fiddler“ im Mittleren Westen. Sie wurde vom „Father of Bluegrass“, Bill Monroe gefördert.
Ihr Tonträgerdebüt gab Alison Krauss 1985 auf einem Album ihres Bruders Viktor, das er zusammen mit Jim Hoiles und Bruce Weiss aufgenommen hatte. Es heißt Different Strokes und wurde auf dem unabhängigen Fiddle-Tunes-Label veröffentlicht. Das erste eigene Album, Too Late To Cry, veröffentlichte Krauss 1987 im Alter von 16 Jahren. In Europa wurde sie besonders durch ihre Mitarbeit an dem Soundtrack zum Film O Brother, Where Art Thou? im Jahr 2000 bekannt. 2005 wurde ihr Duett Whiskey Lullaby mit Brad Paisley bei den CMA Awards als „Song of the Year“ ausgezeichnet.
Krauss arbeitet seit vielen Jahren mit der Begleitband Union Station, bestehend aus Dan Tyminski (Gitarre, Gesang), Ron Block (Banjo, Gitarre, Gesang), Jerry Douglas (Dobro) und Barry Bales (Bass, Gesang). Darüber hinaus ist Krauss auch als Produzentin tätig, u. a. für die Bluegrass-Bands Nickel Creek und The Cox Family sowie für Alan Jackson.
2007 lernte Alison Krauss den früheren Sänger von Led Zeppelin, Robert Plant bei der Vorbereitung zu einem gemeinsamen Beitrag für ein „Tribute to Leadbelly“-Konzert kennen. Aus dieser Zusammenarbeit entstand ein gemeinsames Musikprojekt, aus dem im Oktober 2007 das Album Raising Sand hervorging. Es wurde 2009 mit fünf Grammys ausgezeichnet. 2021 kam es mit dem Album Raise The Roof zu einer weiteren gemeinsamen Veröffentlichung mit Plant.<ref>Jakob Biazza: Raise The Roof von Plant und Alison Krauss: „Wirklich große Angst“. In: sueddeutsche.de. 22. November 2021, abgerufen am 23. November 2021.</ref>
Bertram Eisenhauer bewertete das Schaffen von Alison Krauss im Jahr 2011 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:
„Alison Krauss und ihre Musik nicht zu kennen ist schädlich für die seelische Gesundheit, und trotzdem ist die Neununddreißigjährige außerhalb ihrer amerikanischen Heimat bislang nicht recht bekannt.“
Auszeichnungen
- Neben ihren 27 Grammys erhielt sie auch acht CMA Awards<ref>Amy McCarthy: Who are the biggest winners in CMA Awards history? Entertainment News. In: Yardbarker. 14. Februar 2023, abgerufen am 10. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und 14 International Bluegrass Music Awards;<ref>Alison Krauss. In: IBMA. Abgerufen am 9. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2021 wurde sie in die Hall of Fame der Bluegrass Music Awards aufgenommen.
- 2012 erhielt sie vom Berklee College of Music einen Ehrendoktor der Musik.<ref>Alison Krauss — Berklee College Of Music — Commencement Ceremony auf YouTube, 12. Mai 2012, abgerufen am 10. März 2023.</ref>
Diskografie
Studioalben
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Livealben
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Kompilationen
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Weitere Kompilationen
- 2005: Home on the Highways: Band Picked Favorites
Singles als Leadmusiker
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Weitere Singles
- 1991: I’ve Got That Old Feeling
- 1992: Heartstrings (mit Union Station)
- 1992: New Fool (mit Union Station)
- 1993: Every Time You Say Goodbye (mit Union Station)
- 1996: Baby Mine
- 1997: Looking in the Eyes of Love (mit Union Station)
- 1999: Stay
- 2000: Maybe
- 2002: Let Me Touch You for a While
- 2002: New Favorite
- 2003: How’s the World Treating You (mit James Taylor)
- 2003: Every Time You Say Goodbye (mit Union Station)
- 2005: Goodbye Is All We Have
- 2006: If I Didn’t Know Any Better
- 2007: Simple Love
- 2008: Shadows (mit Tony Rice)
- 2011: Paper Airplane (mit Union Station)
- 2012: My Love Follows You Where You Go" (mit Union Station)
Singles als Gastmusikerin
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Weitere Gastbeiträge
- 1994: Walk Over God’s Heaven (mit The Cox Family)
- 1997: Whenever I Call You Friend (mit Michael Johnson)
- 1999: Get Me Through December (mit Natalie MacMaster)
- 2007: Gone, Gone, Gone (Done Moved On) (mit Robert Plant)
- 2007: Stick With Me Baby (mit Robert Plant)
- 2008: Please Read the Letter (mit Robert Plant)
- 2008: Rich Woman (mit Robert Plant)
- 2012: I Just Come Here for the Music (mit Don Williams)
- 2014: Blue Blue Day (mit Mandy Barnett)
- 2016: Come Find Me (mit Alabama)
- 2017: How I Want To Be (mit Sundance Head)
- 2018: Love Heals (mit Levi Hummon)
- 2022: This Guitar (mit Def Leppard)
- 2022: Lifeless (mit Def Leppard)
Videoalben
- 2002: Live (US: Vorlage:Schallplatte)
- 2004: Down From The Mountain
- 2009: A Hundred Miles Or More: Live From The Tracking Room
Soundtrackbeiträge
- 1997: It Doesn’t Matter (Buffy – Im Bann der Dämonen)
- 2003: O Brother, Where Art Thou? (O Brother, Where Art Thou?)
- 2003: Mona Lisa’s Smile (Mona Lisas Lächeln)
- 2004: You Will Be My Ain True Love (Unterwegs nach Cold Mountain)
Auszeichnungen für Musikverkäufe
Goldene Schallplatte
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Platin-Schallplatte
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Weblinks
Quellen
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Krauss, Alison |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Sängerin und Fiddlespielerin |
| GEBURTSDATUM | 23. Juli 1971 |
| GEBURTSORT | Decatur (Illinois) |