Zum Inhalt springen

Peter Geiger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. Januar 2026 um 20:37 Uhr durch imported>Dandelo (typo).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Peter Geiger (cropped).jpg
Peter Geiger (2020)

Peter Geiger (* 22. Oktober 1942 in Monbiel, Graubünden;<ref name="hll">Geiger, Peter. In: Historisches Lexikon des Fürstentums Liechtenstein online (eHLFL). 30. September 2021, abgerufen am 8. April 2025.</ref> † 6. April 2025<ref name=":0">Historiker Peter Geiger verstorben. In: Liechtensteiner Vaterland. 7. April 2025, abgerufen am 8. April 2025.</ref>) war ein liechtensteinischer Historiker und Forschungsbeauftragter am Liechtenstein-Institut für den Bereich Geschichte. Das Hauptaugenmerk seiner Arbeit lag auf dem Themenbereich Liechtenstein während der 1930er Jahre und während des Zweiten Weltkrieges.

Leben

Geiger studierte Geschichte, Germanistik und Romanistik an der Universität Zürich sowie jeweils ein Jahr in Wien und Seattle.<ref>Schweizer Monatshefte für Politik, Wirtschaft, Kultur, Band 79, Ausgabe 11 (2007)</ref> 1970 promovierte er in Zürich und wurde noch im selben Jahr als Lehrer an der Kantonsschule St. Gallen tätig.<ref>Werner Matt, Wolfgang Weber (Hrsg.): »Schwarzrotgold’ne Banner küssen«. Die Jahre 1848/49 als Zeitenwende im Bodenseeraum. Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1999, ISBN 978-3-8794-0643-2 </ref>

Geiger wurde 1987 am Liechtenstein-Institut tätig. Des Weiteren war er Privatdozent für Zeitgeschichte<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.. In: Internetseite der Regierung des Fürstentums Liechtenstein, 27. September 2010</ref> an der Universität Freiburg sowie Dozent an der Pädagogischen Hochschule des Kantons St. Gallen.

Von 2001 bis 2005/2006 war Geiger Präsident der Unabhängigen Historikerkommission Liechtenstein Zweiter Weltkrieg, einer international besetzten Kommission, die sich wissenschaftlich mit Fragen zur Rolle Liechtensteins in der NS-Zeit und während des Zweiten Weltkrieges beschäftigte. Die daraus resultierenden Ergebnisse wurden 2005 in einem Schlussbericht veröffentlicht. 2009 erschien eine englische Übersetzung. Von 2010 bis 2020 war er der liechtensteinische Ko-Vorsitzende der Liechtensteinisch-Tschechischen Historikerkommission.

2017 wurde Geiger mit einer gemeinsam vom Liechtenstein-Institut und dem Historischen Verein für das Fürstentum Liechtenstein herausgegebenen Festschrift geehrt.<ref>Liechtenstein-Institut und Historischer Verein für das Fürstentum Liechtenstein (Hrsg.): Geschichte erforschen – Geschichte vermitteln: Festschrift zum 75. Geburtstag von Peter Geiger und Rupert Quaderer. Verlag der Liechtensteinischen Akademischen Gesellschaft, Bendern 2017, ISBN 978-3-7211-1097-5, S. 575.</ref>

Geiger wohnte in Schaan. Er starb im April 2025 im Alter von 82 Jahren.<ref name=":0" />

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • mit Manfred Schlapp: Russen in Liechtenstein. Flucht und Internierung der Wehrmacht-Armee Holmstons 1945–1948. Chronos-Verlag, Zürich 1996.
  • Krisenzeit. Liechtenstein in den dreissiger Jahren, 1928–1939. 2 Bände, Verlag des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein, Vaduz; Chronos-Verlag, Zürich 1997.
  • Dan Michman; Peter Geiger; Arthur Brunhart, David Bankier; Carlo Moos; Erika Weinzierl: Fragen zu Liechtenstein in der NS-Zeit und im Zweiten Weltkrieg. Chronos-Verlag, Zürich 2005. Übersetzung ins Englische, 2009: Questions concerning Liechtenstein during the National Socialist period and the Second World War.
  • Kriegszeit. Liechtenstein 1939 bis 1945. 2 Bände, Chronos-Verlag, Zürich 2010.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein