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Cottus

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Cottus
Datei:Cottus gobio (in situ).jpg

Rheingroppe (Cottus gobio)

Systematik
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ordnung: Barschartige (Perciformes)
Unterordnung: Cottoidei
Teilordnung: Groppenverwandte (Cottales)
Familie: Groppen (Cottidae)
Gattung: Cottus
Wissenschaftlicher Name
Cottus
Linnaeus, 1758

Cottus ist eine artenreiche Fischgattung aus der Familie der Groppen (Cottidae). Die über 60 Arten der Gattung sind die einzigen im Süßgewässern lebenden Groppen und kommen in kalten Flüssen, Bächen und Seen auf der Nordhalbkugel der Erde in Europa, Nordamerika und Nordasien vor. In Deutschland kommen die Groppe (C. gobio), die Scheldegroppe (C. perifretum), die Sibirische Groppe (C. poecilopus), die Baltische Groppe (C. microstomus) und die Rheingroppe (C. rhenanus) vor.<ref name="Freyhofetal"></ref>

Merkmale

Cottus-Arten werden 6<ref>Cottus scaturigo auf Fishbase.org (englisch)</ref> bis 30<ref>Cottus kazika auf Fishbase.org (englisch)</ref> Zentimeter lang. Sie haben einen dicken, breiten Kopf mit einem großen Maul und einen sich nach hinten bis zur Schwanzflosse verjüngenden Körper. Die Brustflossen sind groß, die Bauchflossen stehen weit vorn unterhalb der Brustflossen. Der hartstrahlige und der längere, weichstrahlige Teil der Rückenflosse sind durch eine Einbuchtung deutlich voneinander getrennt. Cottus-Arten sind für gewöhnlich tarnend bräunlich, grau oder schwärzlich gefärbt. Sie ernähren sich von bodenbewohnenden, wirbellosen Tieren und von Fischbrut. In Anpassung an ihre bodenbewohnende Lebensweise besitzen adulte Tiere keine Schwimmblase mehr.

Systematik

Cottus ist keine monophyletische Gattung, sondern eine paraphyletische Sammelgattung aller Süßwassergroppen die außerhalb des Baikalsees vorkommen. Die Groppen des Baikalsees werden in drei eigenständige Familien klassifiziert, die Baikalgroppen (Cottocomephoridae) und die in großen Wassertiefen lebenden Tiefwassergroppen (Abyssocottidae) und Baikal-Ölfische (Comephoridae). Da diese aber in einer adaptiver Radiation aus einer eingewanderten, ursprünglich in sibirischen Flüssen lebenden Süßwassergroppe hervorgegangen sind, stehen die drei Familien der Baikalsee-Groppen phylogenetisch innerhalb der Gattung Cottus.

Innerhalb der Gattung Cottus lassen sich mehrere Kladen unterscheiden, die nach Gattungen benannt wurden, die mit Cottus synonymisiert worden sind.

Phylogenetische Systematik der Gattung Cottus nach Kinziger et al. 2005
  Cottus  




Cottopsis-Klade


   



Uranidea-Klade


   

Baikal-Klade


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C. beldingii, C. leiopomus, C. greenei


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Cottus-Klade


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C. hangiongensis, C. poecilopus, C. pollux, C. reini


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Cephalocottus-Klade


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Leptocottus armatus


   

Rheopresbe kazika


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Datei:Cottus bairdii.jpg
Cottus bairdii
Datei:Cottus cognatus.jpg
Cottus cognatus
Datei:Cottus nozawae.jpg
Cottus nozawae
Datei:Cottus polux.jpg
Cottus polux
Datei:Cottus reinii(Hamamatsu,Shizuoka,Japan).jpg
Cottus reinii

Literatur

  • Klaus Reutter: Taste Organ in the Bullhead (Teleostei). 1978. – zum Geschmacksorgan der Groppen.
  • Andrew P. Kinziger, Robert M. Wood, David A. Neely: Molecular Systematics of the Genus Cottus (Scorpaeniformes: Cottidae). Copeia, 2005(2):303-311. 2005. doi:10.1643/CI-03-290R1
  • Leo Smith, Ward C. Wheeler: Polyphyly of the mail-cheeked fishes (Teleostei: Scorpaeniformes): evidence from mitochondrial and nuclear sequence data, Molecular Phylogenetics and Evolution Volume 32, Issue 2, August 2004, Pages 627-646 doi:10.1016/j.ympev.2004.02.006

Einzelnachweise

<references> <ref name="Freyhofetal">Freyhof, J., Kottelat, M. und Nolte, O. (2005): Taxonomic diversity of European Cottus with description of eight new species (Teleostei: Cottidae). Ichthyol. Explor. Freshwaters, Vol. 16, No. 2, S. 107–172 </ref> </references>

Weblinks

Commons: Cottus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien