Zum Inhalt springen

Ludwig Schmid-Reutte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 5. März 2025 um 12:10 Uhr durch imported>ScienceBecky (Leben und Werk: Clara Westhoff hinzugefügt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Ludwig Schmid-Reutte, eigentlich Ludwig Schmid (* 3. Januar 1862<ref>G. Ammann: Schmid-Reutte Ludwig. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 10, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1994, ISBN 3-7001-2186-5, S. 308. – doi:10.1553/0x00285239.</ref> in Lechaschau; † 13. November 1909 in der Heilanstalt Illenau) war ein deutscher Maler des Naturalismus und Hochschullehrer.<ref name="Digi">Joseph August Beringer: Ludwig Schmid-Reutte. In: Deutsche Kunst und Dekoration. Jahrgang 1913, S. 216–217 (uni-heidelberg.de)</ref>

Leben und Werk

Datei:Ludwig Schmid-Reutte - Ruhende Fluchtlinge.jpg
Das Werk „Ruhende Flüchtlinge“ von Schmid-Reutte zeigt die für ihn typischen männlichen Akte.
Datei:Geschwisterpaar.jpg
Datei:Achern-Illenau-Friedhof-10-Grabmal Ludwig Schmid-Reutte-2020-gje.jpg
Schmid-Reuttes Grabmal auf dem Illenauer Friedhof in Achern

Schmid-Reutte war der Sohn des Steinhauers, Maurers und Bauern Franz Anton Schmid. Nach dem Besuch der Volksschule war er zunächst als Maurer-Handlanger in Bayern tätig, ehe er seit dem 8. Oktober 1878<ref>03560 Ludwig Schmid. In: Matrikeldatenbank der Akademie der Bildenden Künste München (Hrsg.): Matrikelbuch. Band 2: 1841–1884 (matrikel.adbk.de, digitale-sammlungen.de – Er selbst gibt hier an bei der Einschreibung 19 Jahre alt zu sein, demnach müsste er bereits 1859 geboren sein).</ref> ein Schüler der Antikenklasse bei Franz von Defregger und Ludwig von Löfftz an der Münchner Kunstakademie wurde.<ref name="TB">Schmid-Reutte, Ludwig. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 30: Scheffel–Siemerding. E. A. Seemann, Leipzig 1936, S. Vorlage:VonBis (biblos.pk.edu.pl).</ref> Zu Beginn des Jahres 1890 gründete und leitete er gemeinsam mit Friedrich Fehr eine Spezialschule für künstlerische Anatomie in München, die einen guten Ruf gehabt haben soll, und gab auch Unterricht in der Zeichnen- und Malklasse nach lebendem Modell an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnenvereins. Von 1899 bis 1907 lehrte Schmid-Reutte als Professor an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.<ref name="TB" /><ref name="ÖST">Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950. Band 10, S. 308.</ref> Im Jahr 1904 wurde er mit dem Ritterkreuz erster Klasse des Ordens vom Zähringer Löwen ausgezeichnet.<ref>Personal und Ateliernachrichten – Karlsruhe. In: Die Kunst. Monatsheft für freie und angewandte Kunst. 19. Jahrgang, 9. Band. F. Bruckmann, München 1904, S. 480 (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Seit Anfang des Jahres 1909 musste er aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit beenden.<ref>W. Gerstel: Von Ausstellungen und Sammlungen – Karlsruhe. In: Die Kunst. Monatsheft für freie und angewandte Kunst. 24. Jahrgang, 19. Band. F. Bruckmann, München 29. April 1909, rechte Spalte (Textarchiv – Internet Archive).</ref> „Er trank viel, so daß er daran zugrunde ging“, so sein Schüler Arthur Grimm.

Zu seinem Lebenswerk gehören unter anderem die Gemälde „Am Scheideweg“, „Ringer“, „Flagellanten“ und „Schäfer“. Schmid-Reutte wählte für seine Gemälde vor allem männliche Akte: Ihm erschienen der straffe Rhythmus der Muskulatur, der Gelenke und des Knochenbaus am wichtigsten.<ref name="ÖST" />

Einer seiner Schüler war ab 1890 der Maler Julius Seyler und ab 1895 war Clara Westhoff Schülerin an der privaten Malschule von ihm und Friedrich Fehr.

Literatur

Weblinks

Commons: Ludwig Schmid-Reutte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein