Julie Boysen
Julie Boysen (* 1849; † 1931) war eine deutsche Gründerin einer Mädchenschule.<ref name="Bedeutende Frauen">Christine Kannenberg, Sabine Poppe (Redaktion), Petra Utgenannt (Gestaltung): Bedeutende Frauen … (siehe Literatur)</ref>
Leben
Geboren zur Zeit des Königreichs Hannover, absolvierte Julie Boysen die hannoversche Lehrerinnen-Bildungsanstalt und arbeitete dann einige Jahre als Erzieherin und Hauslehrerin.<ref name="Bedeutende Frauen" />
Im Hannover des Deutschen Kaiserreichs eröffnete Boysen 1882 eine private Mädchenschule – mit anfangs neun Schülerinnen in der elterlichen Wohnung in der Eichstraße.<ref name="Bedeutende Frauen" />
1896 stellte Boysen die Lehrerin Elisabeth Granier ein,<ref name="SLH">Klaus Mlynek: Granier, Elisabeth (siehe Literatur)</ref> an die sie 1906 – die Schule hatte nun 220 Schülerinnen – die Leitung aus gesundheitlichen Gründen abgab.<ref name="Bedeutende Frauen" /> Im Zuge der Mädchenschulreform von 1908, durch die die höheren Mädchenschulen mit den höheren Knabenschulen gleichgestellt wurden und damit die Erlaubnis erhielten, Reifezeugnisse zu vergeben,<ref name="Geschichte der WRS">o. V.: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte der Schule / Die Entwicklung der WRS von 1790 bis heute... ( des Vorlage:IconExternal vom 28. August 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Chronik auf der Seite der hannoverschen Wilhelm-Raabe-Schule auf der Seite wrs-hannover.de in der Version vom 28. August 2018</ref> wurde die Lehranstalt in der Folge als Lyzeum geführt und zunächst als „Privates Ost-Lyzeum“ bezeichnet.<ref>Michael Sauer: Die Entwicklung des höheren Schulwesens in Hannover vom 19. Jahrhundert bis nach dem 2. Weltkrieg. In: Hannoversche Geschichtsblätter, Neue Folge 43 (1989), S. 1–30; hier: S. 15; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>
Nachdem Julie Boysen, die im Jahr 1914 privat in der Kollenrodtstraße 65 gemeldet war, als Schulvorsteherin a. D. im Adreßbuch, Stadt- und Geschäftshandbuch der Königlichen Residenzstadt Hannover und der Stadt Linden desselben Jahres noch als Eigentümerin der Liegenschaft in der Rundestraße 20 und 20a geführt wurde,<ref>Vergleiche Abteilung II: Straßen- und Häuserverzeichnis in alphabetischer Ordnung der Straßennamen mit Angabe der Hauseigentümer und Hausbewohner Redaktionsschluß am 30. Septbr. 1913, S. 264 als Digitalisat der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek (GWLB)</ref> war die Immobilie im Folgejahr 1915 an Louis Eilers übergegangen, während Granier nun in der Rumannstraße 28 und 29 verzeichnet war.<ref>Vergleiche S. 266 des Adressbuches durch die GWBL</ref>
1928 übernahm die Stadt die Schule als „Ost-Lyzeum“, das später umbenannt wurde in Elisabeth-Granier-Schule, dann in Ricarda-Huch-Schule.<ref name="SLH" />
Ehrungen
- Nachdem der Rat der Stadt Hannover 1999 beschlossen hatte, neue Straßen überwiegend nach Frauen zu benennen, die eine bedeutende Rolle gespielt haben, wurde im August 2011 eine Broschüre herausgegeben, die Angaben über bisherige Straßenbenennungen nach weiblichen Persönlichkeiten gibt und eine Reihe von Personen listet, nach denen zukünftig Straßenbenennungen erfolgen sollten. Unter letzteren ist auch eine Kurzbiographie zu Julie Boysen enthalten.<ref>Christine Kannenberg, Sabine Poppe (Redaktion), Petra Utgenannt (Gestaltung): Bedeutende Frauen … (siehe Literatur)</ref>
Literatur
- Hiltrud Schroeder (Hrsg.): Sophie & Co. Bedeutende Frauen Hannovers. Biographische Portraits, Hannover: Fackelträger-Verlag, 1991, ISBN 3-7716-1521-6
- Klaus Mlynek: GRANIER, Elisabeth. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 134 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
- Klaus Mlynek: Granier, Elisabeth. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 228f.
- Christine Kannenberg, Sabine Poppe (Redaktion), Petra Utgenannt (Gestaltung): Bedeutende Frauen in Hannover. Eine Hilfe für künftige Benennungen von Straßen, Wegen, Plätzen und Brücken nach weiblichen Persönlichkeiten, Broschüre, hrsg. vom Referat für Frauengleichstellung sowie vom Fachverband Planen und Stadtentwicklung, Landeshauptstadt Hannover, Juni 2013 (Online, PDF, 736 kB).
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Boysen, Julie |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Gründerin einer Mädchenschule |
| GEBURTSDATUM | 1849 |
| STERBEDATUM | 1931 |
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