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Neodym(III)-chlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Kristallstruktur
Strukturformel von Neodym(III)-chlorid
Vorlage:Farbe Nd3+ 0 Vorlage:Farbe Cl
Kristallsystem

hexagonal

Raumgruppe

P63/m (Nr. 176)Vorlage:Raumgruppe/176

Koordinationszahlen

Nd[9], Cl[3]

Allgemeines
Name Neodym(III)-chlorid
Andere Namen
  • Neodymtrichlorid
  • Neodymium muriaticum
  • Neodymium chloratum
Verhältnisformel NdCl3
Kurzbeschreibung

rosafarbenes Pulver<ref name="Lax" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 66204
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 250,60 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sigma" />

Dichte

4,134 g·cm−3 (25 °C)<ref name="Sigma" />

Schmelzpunkt
Siedepunkt

1600 °C<ref>Webelements: Neodymium trichloride</ref>

Löslichkeit

löslich in Wasser<ref name="metall" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

3.692 mg·kg−1 (LD50Mausoral)<ref name="Sigma" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Neodym(III)-chlorid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Chloride. Zu beachten ist, dass es im Phasendiagramm von Neodym und Chlor zwischen Neodym(II)-chlorid NdCl2 und Neodym(III)-chlorid NdCl3, mit NdCl2,25 und NdCl2,36 zwei weitere nachgewiesene Phasen gibt.<ref name="G. Meyer, Lester R. Morss">G. Meyer, Lester R. Morss: Synthesis of Lanthanide and Actinide Compounds. Springer, 1991, ISBN 0-7923-1018-7, S. 161 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Gewinnung und Darstellung

Neodym(III)-chlorid kann durch Reaktion von Neodym(III)-oxid mit Chlorwasserstoff oder Ammoniumchlorid gewonnen werden.<ref name="patnaik">Pradyot Patnaik: Handbook of Inorganic Chemicals. McGraw-Hill, 2003, ISBN 978-0-07-049439-8, S. 243 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

<math>\mathrm{Nd_2O_3 + 6 \ NH_4Cl \longrightarrow 2 \ NdCl_3 + 3 \ H_2O + 6 \ NH_3}</math>

Es kann auch direkt aus den Elementen synthetisiert werden.<ref>Webelements: Reaction of neodymium with the halogens</ref>

<math>\mathrm{2 \ Nd + 3 \ Cl_2 \longrightarrow 2 \ NdCl_3}</math>

Eine weitere Methode läuft über eine Reaktion mit Aluminiumchlorid bei 175 °C in einer ionischen Flüssigkeit.<ref>Sameera Shah, Tobias Pietsch, Michael Ruck: Facile Synthesis of Anhydrous Rare-Earth Trichlorides from their Oxides in Chloridoaluminate Ionic Liquids. In: Angew. Chem.Int. Ed. Band 63, 2024, S. e20231748, doi:10.1002/anie.202317480.</ref>

Eigenschaften

Datei:NdCl3color.jpg
NdCl3 im Sonnenlicht (oben) und unter Kunstlicht (Leuchtstofflampe, unten)

Neodym(III)-chlorid ist ein rosafarbenes bis blassviolettes stark hygroskopisches Pulver, das an Luft schnell Feuchtigkeit aufnimmt und sich in das Hexahydrat umwandelt.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1079.</ref> Es besitzt eine hexagonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe P63/m (Raumgruppen-Nr. 176)Vorlage:Raumgruppe/176. Das Hexahydrat ist violett und besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P2/c (Nr. 13)Vorlage:Raumgruppe/13. Bei 160 °C gibt es das Kristallwasser ab und bildet die wasserfreie Form.<ref name="Lax">Jean D’Ans, Ellen Lax: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. 2007, ISBN 978-3-540-60035-0, S. 634 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Verwendung

Neodym(III)-chlorid wird als Laborchemikalie und zur Herstellung von anderen Neodymverbindungen verwendet.<ref name="Sigma" /> Es dient auch als Katalysator bei organischen Synthesen.<ref name="buch">O. Nuyken, Reiner Anwander: Neodymium Based Ziegler Catalysts. Springer, 2006, ISBN 978-3-540-34809-2, S. 15 ff. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Das Hexahydrat wird vor allem für Glas, Kristall und Kondensatoren verwendet. Farbiges Glas mit Zusätzen aus Neodymchlorid zeigt zarte Schattierungen von Violett über reines Weinrot und zu warmem Grau. Diese Gläser zeigen ungewöhnlich scharfe Absorptionsbanden.<ref name="metall">Neodymium Chloride</ref>

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Lanthanoidchloride