Siegfried Deinege
Siegfried Deinege (* 19. Mai 1955 in Zabrze<ref name="cdu">OB-Wahl 2012. In: cdu-görlitz.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. Februar 2013; abgerufen am 23. April 2012.</ref><ref name="deinege_leben">Lebensweg. In: deinege.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. April 2012. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>) war General Manager bei Bombardier Transportation, Werk Görlitz, und von 2012 bis 2019 Oberbürgermeister der Stadt Görlitz.
Leben
Siegfried Deinege wurde 1955 in Zabrze (Hindenburg) geboren. 1959 verließ seine Familie die Volksrepublik Polen.<ref>Gemeinsames Heimatgefühl. In: Schlesisches Wochenblatt. 10. April 2015, abgerufen am 5. April 2018.</ref> Deinege besuchte bis 1971 die Polytechnische Oberschule und machte anschließend seine Fachschulreife. Mit 17 Jahren schloss er 1973 seinen Facharbeiter Metallurgie für Formgebung in Freiberg ab und absolvierte im Anschluss zwischen 1976 und 1979 eine Ingenieursausbildung für Schmiede-, Press- und Ziehtechnik. Im Jahr 1979 begann er als Schmiedeingenieur beim VEB Waggonbau Görlitz.<ref name="cdu" /><ref name="deinege_leben" /><ref name="deinege_beruf">Eckpunkte aus dem Berufsleben. In: deinege.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. April 2012. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> In dieser Zeit trat er in die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ein und war über mehrere Wahlperioden bis zum Ende der DDR Sekretär der Abteilungsparteiorganisation 4. Er war auch Angehöriger der Kampfgruppen der Arbeiterklasse, einer paramilitärischen Organisation von Beschäftigten in den Betrieben der DDR. Hier wurde er u. a. mit der Medaille für ausgezeichnete Leistungen anlässlich des Internationalen Kampf- und Feiertages der Arbeiterklasse am 1. Mai 1985 geehrt.<ref>Der Waggonbauer. 10. Mai 1985.</ref><ref>Der Waggonbauer. 14. November 1985.</ref><ref>Der Waggonbauer. 19. März 1987.</ref> In den 1980er Jahren schloss er an seine bereits vorhandene Ingenieursausbildung ein Fernstudium im Allgemeinen Maschinenbau an der Technischen Universität Dresden an, schloss dieses mit Diplom ab und wurde 1989 Leiter der Fertigungslenkung.<ref name="cdu" /><ref name="deinege_leben" /><ref name="deinege_beruf" />
Mit der Deutschen Wiedervereinigung 1990 musste der Waggonbau Görlitz marktwirtschaftlich ausgerichtet werden. Als Leiter Fertigung, späterer Produktionsdirektor (ab 1995) und General Manager (ab 1998) für Bombardier Transportation beeinflusste er maßgeblich den technologischen Umbau und die Entwicklung des Waggonbauwerks in Görlitz. Im Jahr 2010 wechselte er in die Konzernzentrale in Berlin und koordinierte den Fertigungsprozess in zahlreichen Werken weltweit als General Manager, Head of Operations Performance Management & Production Technology.<ref name="deinege_beruf" />
Er ist seit 1979 verheiratet, hat zwei Kinder und gilt als begeisterter Motorradfahrer. Deinege lebt mit seiner Familie im Görlitzer Ortsteil Kunnerwitz.<ref name="deinege_leben" /><ref>Die Familie ist mein großer Rückhalt. In: deinege.de. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. April 2012. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref>
Siegfried Deinege stellte sich als Bewerber zur Wahl für das Amt des Görlitzer Oberbürgermeisters im Jahr 2012. Er wurde im Wahlkampf von einem Wahlbündnis aus Bündnis 90/Die Grünen, Bürger für Görlitz, CDU und FDP unterstützt. Sein Motto lautete „In unser Görlitz muss mehr Zug rein“. Kritiker warfen ihm im Wahlkampf seine Tätigkeit als SED-Parteisekretär in den 1980er-Jahren im Waggonbau vor.<ref>Frank Seibel: Lokwechsel im Görlitzer Rathaus. In: Sächsische Zeitung. 24. April 2012, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. Juni 2021. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref>
Bei der Oberbürgermeisterwahl am 22. April 2012 errang er 69,82 % der abgegebenen Stimmen und trat das Amt am 16. Juli 2012 an.<ref>goerlitz.de: Ergebnis nach Wahlbezirken - durch den Gemeindewahlausschuss bestätigt (Exceldatei). Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. April 2012; abgerufen am 23. April 2012. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Sebastian Beutler: Görlitz hat ab heute wieder einen OB. In: Sächsische Zeitung. 16. Juli 2012, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 24. Juni 2021. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Im Juni 2019 wurde Octavian Ursu (CDU) zu seinem Nachfolger gewählt.
Weblinks
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Einzelnachweise
<references />
Gottlob Ludwig Demiani (1844–1846) | Gottlob Jochmann (1847–1856) | Hugo Leopold Wilhelm Sattig (1857–1866) | Carl Eduard Maximilian Richtsteig (1866–1871) | Johannes Gobbin (1871–1881) | Clemens Theodor Reichert (1881–1893) | Paul Büchtemann (1894–1906) | Georg Snay (1907–1927) | Georg Wiesner (1927–1931) | Wilhelm Duhmer (1931–1934) | Konrad Jenzen (1934–1938) | Georg Hans Damrau (1938–1941) | Ernst Leichtenstern (1941–1944) | Hans Meinshausen (1944–1945) | Alfred Fehler (1945) | Walter Oehme (1945) | Kurt Prenzel (1946–1950) | Willi Ehrlich (1950–1954) | Bruno Gleißberg (1954–1960) | Charlotte Umlauf (1960–1962) | Gerhard Simon (1962–1964) | Werner Dietrich (1964–1979) | Kurt Butziger (1979–1989) | Gerhard Eichberg (1989–1990) | Matthias Lechner (1990–1998) | Rolf Karbaum (1998–2005) | Joachim Paulick (2005–2012) | Siegfried Deinege (2012–2019) | Octavian Ursu (seit 2019)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Deinege, Siegfried |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Ingenieur, Politiker (parteilos) |
| GEBURTSDATUM | 19. Mai 1955 |
| GEBURTSORT | Zabrze, Polen |
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