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Bahnhof Daun

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Daun
Bf-daun01.jpg
Empfangsgebäude des Bahnhofs Daun 2008
Daten
Lage im Netz Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise ehemals 3
Abkürzung SDAU
Eröffnung 15. November 1895<ref name="hist">Der Bau der Querbahn. VEB Vulkan-Eifel-Bahn Betriebsgesellschaft mbH, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Mai 2016; abgerufen am 7. September 2015.</ref>
Schließung 11. November 1991<ref name="hist" />
Architektonische Daten
Baustil Historismus/Jugendstil<ref name="geb">Ehemaliger Bahnhof Daun. Eintrag in der Datenbank der Kulturgüter in der Region TrierVorlage:Abrufdatum.</ref>
Lage
Stadt/Gemeinde Daun
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Rheinland-Pfalz
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 11′ 53″ N, 6° 50′ 7″ OKoordinaten: 50° 11′ 53″ N, 6° 50′ 7″ O
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DE-NN 405 m
Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Daun
Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz

Der Bahnhof Daun war ein Trennungsbahnhof bei Daun, der sich im Herzen der Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz befindet. Durch den Bahnhof führt die Eifelquerbahn. Bis 1989 zweigte südlich des Bahnhofs die Bahnstrecke Wengerohr–Daun ab, welche in einen Radweg umgewandelt wurde. Seit 2021 ist der Bahnhof stillgelegt.

Geschichte

Der Bahnhof Daun wurde am 15. November 1895 als dritter Abschnitt der Bahnstrecke von Andernach nach Gerolstein über Kaisersesch eröffnet.<ref name="hist" /> Eine alternative allerdings verworfene Planung sah eine Anbindung über Kelberg und Ahrtalbahn nach Remagen vor.<ref name="hist" />

In den 1960er Jahren wurde über eine Stilllegung der Eifelquerbahn diskutiert, wovon der Bahnhof betroffen war.<ref name="nus">Niedergang und Stilllegung. VEB Vulkan-Eifel-Bahn Betriebsgesellschaft mbH, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Februar 2017; abgerufen am 7. September 2015.</ref> Im Jahr 1975 wurde die Stückgutabfertigung geschlossen. Nachdem in den 1980er Jahren ein Stilllegungsgutachten gestellt worden war, fuhr am 11. Januar 1991 der letzte planmäßige Personenzug von Mayen nach Gerolstein über Daun.<ref name="nus" />

Seit 1910 zweigte am Bahnhof die Bahnstrecke nach Wengerohr südlich des Bahnhofs ab. 1934 fuhren fünf Zugpaare täglich von Daun Richtung Wengerohr.<ref name="bwd">Thomas Geyer: Reaktivierung der Eifel-quer-Bahn. (PDF) Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord, 29. August 2011, abgerufen am 7. September 2015.</ref> Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Verkehr auf zwei Zugpaare reduziert.<ref name="bwd" /> 1981 wurde die Strecke stillgelegt.<ref name="bwd" /><ref>Stephan Sartoris: Der Zug ist abgefahren. Abgerufen am 10. April 2018.</ref>

Um die Jahrtausendwende wurde wieder über eine Reaktivierung der Eifelquerbahn diskutiert. Am 28. Mai 2000 wurde von der TransRegio der Verkehr auf dem Streckenabschnitt östlich von Daun wieder aufgenommen (Andernach–Mayen–Kaisersesch).<ref name="juhu">Aufschwung und Wiederbelebung. VEB Vulkan-Eifel-Bahn Betriebsgesellschaft mbH, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. September 2015; abgerufen am 7. September 2015.</ref> Seit dem 14. Dezember 2008 wird dieser Teilabschnitt von der DB Regio befahren.<ref name="juhu" /> Auf dem Reststück Kaisersesch–Daun–Gerolstein übernahm die Vulkaneifelbahn zum 1. August 2001 die Bedienung.<ref name="juhu" /> Einige Jahre fuhren in den Sommermonaten an Wochenenden und Feiertagen in Rheinland-Pfalz Schienenbusse durch den Dauner Bahnhof. Die Fahrten dienten hauptsächlich dem Freizeit- und Tourismusverkehr, wurden jedoch zum Jahresende 2012 wieder aufgegeben. Die zwischenzeitlich wiederaufgenommene Bedienung des Bahnhofs Daun im Güterverkehr endete mit der Aufgabe des Betriebs der westlichen Eifelquerbahn durch die Vulkaneifelbahn ebenfalls 2012.<ref>Güterverkehr. VEB Vulkan-Eifel-Bahn Betriebsgesellschaft mbH, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Juli 2015; abgerufen am 7. September 2015.</ref>

Auf der Zweigstrecke nach Wengerohr verläuft heute der Maare-Mosel-Radweg.<ref>Maare-Mosel-Radweg. Moseleifel Touristik e. V., abgerufen am 7. September 2015.</ref>

Bahnanlagen und Bahnhofsgebäude

Datei:Bf-daun02.jpg
Der Bahnhof 2008

Der Bahnhof verfügte früher über zwei Bahnsteige, die man durch eine Unterführung erreichen konnte.<ref name="daun">Erich Mertes-Kolverath: Bilder der Strecke: 3000 (KBS 477, Radweg / KBS 248g). In: Tunnelportale. Abgerufen am 7. September 2015 (Aus dem Eifel-Jahrbuch, 1991, S. 161–166).</ref> Der wichtigere der beiden Bahnsteige diente der Eifelquerbahn und war überdacht.<ref name="daun" /> 1985 wurden einige Gleise und auch der nördliche (überdachte) Bahnsteig zurückgebaut. Wegen seiner Funktion als Abzweigbahnhof war der Bahnhof gemessen an seiner Lage außergewöhnlich groß.<ref name="daun" /> Seit vielen Jahren abgerissen ist der zweiständige Lokschuppen mit Drehscheibe am östlichen Rand des Bahnhofsgeländes. Das Empfangsgebäude mit Krüppelwalmdach gehört seit 1990 der Stadt Daun und dient heute als Jugendzentrum.<ref name="geb" /> Am westlichen Bahnhofskopf befanden sich zwei Gleisanschlüsse: ein Raiffeisen-Lagerhaus sowie eine Kohlensäurefabrik.

Umfeld

Da der Bahnhof Daun nicht für den Regelverkehr reaktiviert ist, verkehren an der Haltestelle die RegioBuslinien 700 und 777, welche die Orte an der Eifelquerbahn zwischen Mayen und Gerolstein verbinden und von der DB Regio betrieben werden.<ref name="bwd" />

Der Bahnhof befindet sich am östlichen Stadtrand an einer der niedrigsten Stellen im Stadtgebiet. Unmittelbar hinter dem südlichen Ende des Bahnhofs befindet sich der Dauner Viadukt, der heute dem Maare-Mosel-Radweg als Talquerung dient. Außerdem liegt der Bahnhof an der B 257.

Siehe auch

Literatur

  • Günter Werkmeister: Eifelbahnhof Daun – Ein Abzweigbahnhof als Anlagenthema, Eisenbahn-Kurier, Heft 11/1984, S. 48ff. – mit Gleisplan Stand 1980
  • Otto Wegner: Daun. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= Grundwerk). GeraNova Zeitschriftenverlag, München 1996, ISSN 0949-2127 (1 Bl., 2 S.).

Weblinks

Einzelnachweise

<references />