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Martha Beindorff

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Martha Beindorff (geborene Linnfeld; * 21. Februar 1903 in Düsseldorf; † 9. November 2007 in Allerhop) war eine deutsche Motorsportlerin.<ref name="HBL">Waldemar R. Röhrbein: Beindorff, (4) Martha (siehe Literatur).</ref>

Leben

Geboren im Deutschen Kaiserreich, heiratete Martha Linnfeld in der Weimarer Republik 1923,<ref name="HBL" /> im Jahr der Deutschen Hyperinflation,<ref>Klaus Mlynek: Inflation 1923. In: Stadtlexikon Hannover, S. 316</ref> den Ingenieur und Fabrikantensohn<ref name="SLH Beindorff, Kurt">Waldemar R. Röhrbein: Beindorff, (3) Kurt. In: Stadtlexikon Hannover, S. 55.</ref> Kurt Beindorff.<ref name="HBL" />

So „eingeheiratet“ in das Unternehmen der Günther Wagner – Pelikan Werke,<ref name="SLH Beindorff, Kurt" /> wurde ihr soziales Engagement für die Firma und deren Arbeiter und Angestellten von großer Bedeutung: Überzeugt von der Notwendigkeit eines guten Zusammenhaltes zwischen der Unternehmensführung und den Beschäftigten kümmerte sie sich – gemeinsam mit der offiziellen Werks-Fürsorge – um die Sorgen und Nöte der Arbeitnehmer, auch der ehemaligen. Aufgrund ihrer Hilfsbereitschaft wurde Martha Beindorff von den Betriebsangehörigen auch liebevoll „Tante Martha“ genannt.<ref name="HBL" />

Martha Beindorff war in Hannover die siebte Frau überhaupt, die einen Führerschein besaß. Sie war eine erfolgreiche Motorsportlerin und Vizepräsidentin des Deutschen Damen Automobilclubs,<ref name="HBL" /> DDAC.<ref name="DDAC"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Historie: 1946–1970 (Memento vom 5. Juli 2017 im Internet Archive) auf der Website des Deutschen Damen Automobilclubs e. V.</ref>

Jahrzehntelang hatte Beindorff auch die Funktion der – ehrenamtlichenSchriftführerin der „Freunde der TiHo“ (der Tierärztlichen Hochschule Hannover).<ref name="HBL" />

Nach dem Zweiten Weltkrieg fand am 17. Januar 1946<ref name="DDAC" /> in der durch die Luftangriffe auf Hannover zu 48 % zerstörten Stadt<ref>Klaus Mlynek: Zweiter Weltkrieg. In: Stadtlexikon Hannover, S. 694f.</ref> die „I. Zusammenkunft nach dem Kriege“ des Deutschen Damen Automobilclubs statt. Als dieser am 24. März 1949 offiziell neu gegründet wurde, wurde Liliane Roehrs zur Präsidentin gewählt, Martha Beindorff zu ihrer Stellvertreterin.<ref name="DDAC" />

Als in den Wiederaufbaujahren 1953 die „1. Deutsche Damen Rallye“ nach dem Zweiten Weltkrieg organisiert wurde, erreichte Martha Beindorff im Team mit Monika Pancke als erste den Zielort Bad Pyrmont.<ref name="DDAC" />

Martha Beindorff lebte zuletzt auf Gut Allerhop<ref>Wir gratulieren. In: Welt am Sonntag vom 25. Februar 2007, zuletzt abgerufen am 21. April 2012</ref> und starb im Alter von 104 Jahren in Allerhop.<ref name="HBL" />

Ehrungen

  • In Anerkennung ihrer jahrzehntelangen Sozialarbeit wurde Martha Beindorff 1967 das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens verliehen.<ref name="HBL" />
  • 1969 wurde die jahrzehntelang ehrenamtliche Schriftführerin der „Freunde der TiHo“ durch die Tierärztliche Hochschule Hannover zur Ehrensenatorin der Hochschule ernannt.<ref name="HBL" />
  • Beindorff, ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Damen Automobilclubs e. V., wurde zum Ehrenmitglied des DDAC ernannt.<ref name="DDAC" />

Literatur

  • Waldemar R. Röhrbein: Beindorff, (4) Martha. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 55f.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />