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Dewitz (Taucha)

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Dewitz
Stadt Taucha
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1224)&title=Dewitz 51° 23′ N, 12° 31′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1224) 51° 23′ 2″ N, 12° 31′ 28″ O
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Einwohner: 1224 (9. Mai 2011)<ref>Kleinräumiges Gemeindeblatt für Taucha, Stadt. (PDF; 0,23 MB) Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, September 2014, abgerufen am 22. Februar 2015.</ref>
Eingemeindung: 1937
Postleitzahl: 04425
Vorwahl: 034298
Lage von Dewitz in Sachsen

Dewitz ist ein Gemeindeteil der sächsischen Stadt Taucha im Landkreis Nordsachsen.

Geografie

Dewitz liegt etwa 1 Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums von Taucha. Südlich der Ortslage verläuft von Ost nach West die Parthe. Zum Gemeindeteil zählt zudem der frühere Ort Döbitz.

Nachbarorte von Dewitz sind Gordemitz und Jesewitz im Nordosten, Sehlis im Südosten, Panitzsch im Süden, Plösitz im Südwesten, Taucha im Westen sowie Pönitz im Nordwesten.

Geschichte

Datei:DewitzTeich.JPG
Blick auf einen Teil von Dewitz mit Dorfteich
Datei:Dewitz-kirche.jpg
Martin-Luther-Kirche Dewitz (April 2021)

Die erste belegte Ortsnamenform datiert von 1350 als Dewicz.<ref name="HOV">Vgl. Dewitz im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref> Die Kirche Dewitz ist ein aus dem 13. Jahrhundert datierender, romanischer Bau, welcher seitdem baulich unverändert ist. Von den ursprünglich 3 Glocken sind heute noch 2 vorhanden. Im Innenraum befindet sich eine eingeschossige Westempore, auf welcher die Orgel ihren Platz hat. Erbauer und Bauzeit sind unbekannt, 2007 wurde sie restauriert. Bemerkenswert ist eine polygonale Kanzel mit gemalten Darstellungen von Moses mit den Gesetzestafeln und Christus. Die Entstehungszeit der Kanzel liegt um 1560, sie entstammt ursprünglich der Kirche Kulkwitz-Knautnaundorf.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Aus der Geschichte der Martin-Luther-Kirche zu Dewitz (Memento vom 17. Februar 2013 im Internet Archive), abgerufen am 17. April 2012.</ref>

August Schumann nennt 1814 im Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen Dewitz betreffend u. a.:

„Es hat 146 Einwohner mit 26 ½ Magazinhufe und eine Mutterkirche mit dem Filial Sehlis, welche unter der Inspection Leipzig stehen und deren Patronatsrecht der Rath zu Leipzig hat. - Zwischen diesem Dorfe und Taucha liegt der sogenannte Sattelhof Dewitz, der seine eigenen Gerichte und 155 Einwohner hat.“<ref>Vgl. Dewitz, Döbitz, Debitz. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 1. Band. Schumann, Zwickau 1814, S. 664.</ref>

Albert Schiffner ergänzt bzw. korrigiert 1828 u. a.:

„Die sehr lange Dorfflur reicht bis zur preuss. Gränze, und raint mit Taucha, Gordemitz und Pöritzsch in Preussen, und mit Sehlis. Der Sattelhof ist ein unbeträchtliches amtssässiges Gut, auf dessen Grund und Boden einige Reigen Häusler-Hütten angesetzt sind; obgleich daher der Ort fast 350 Seelen zählt, so bildet er doch keine ansehnliche Gemeinde. Der Sattelhof steht dicht am Dorfe, nicht etwa mitten zwischen hier und Taucha, [...]. Es gehört dazu ein Hopfenberg. Die gesamte Parochie zählt 500 Seelen, und hat nur die einzige Schule zu Debitz.“<ref>Vgl. Dewitz. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 15. Band. Schumann, Zwickau 1828, S. 149.</ref>

Die erste belegte Ortsnamenform von Döbitz datiert von Ende des 15. Jahrhunderts als Dobitschen, ursprünglich existierte für Dewitz und Döbitz wohl eine gemeinsame Bezeichnung.<ref name="HOV 2" />

Dewitz und Döbitz lagen bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Leipzig.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 60 f.</ref> Ab 1856 gehörten beide Orte zum Gerichtsamt Taucha und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Leipzig.<ref>Die Amtshauptmannschaft Leipzig im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. November 2024; abgerufen am 1. August 2025.</ref> 1929 wurde Döbitz nach Dewitz eingemeindet.<ref name="HOV 2">Vgl. Döbitz im Historischen Ortsverzeichnis von SachsenVorlage:Abrufdatum</ref> 1937 wurde Dewitz mit Döbitz nach Taucha eingemeindet.<ref name="HOV" />

Entwicklung der Einwohnerzahl

Jahr Einwohnerzahl<ref name="HOV" /><ref name="HOV 2" />
1551<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 17 besessene Mann, 15 Inwohner
1551<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 5 Inwohner
1764<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 17 besessene Mann, 5 Häusler, 26 ½ Hufen
1764<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 26 Häusler
Jahr Einwohnerzahl
1834<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 199
1834<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 272
1871<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 255
1871<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 328
Jahr Einwohnerzahl
1890<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 306
1890<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 325
1910<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 423
1910<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 435
Jahr Einwohnerzahl
1925<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 425

<templatestyles src="FN/styles.css" />

1 
Dewitz

<templatestyles src="FN/styles.css" />

2 
Döbitz

Literatur

  • Cornelius Gurlitt: Dewitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 16. Heft: Amtshauptmannschaft Leipzig (Leipzig Land). C. C. Meinhold, Dresden 1894, S. 10.
  • Dewitz. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 15. Band. Schumann, Zwickau 1828, S. 142.
  • Detlef Porzig:
    • Die Chronik von Taucha nebst Cradefeld, Dewitz, Graßdorf, Merkwitz, Plösitz, Pönitz, Seegeritz und Sehlis – Von den Anfängen bis zum Jahr 1918. Herausgegeben vom Heimatverein Taucha e.V. Tauchaer Verlag, Taucha 2012, ISBN 978-3-89772-216-3.
    • fortgesetzt von: Von der Weimarer Republik bis zur Gründung der DDR. Taucha 2020, ISBN 978-3-00-065504-3.

Weblinks

Commons: Dewitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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