Zum Inhalt springen

Butscha

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. April 2026 um 16:10 Uhr durch imported>Murli (deutsche Transkription reicht für deutschsprachige Wiki).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Butscha
{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Wappen von Butscha
Butscha (Ukraine)
Butscha (Ukraine)
Butscha: Gradzahl-Fehler: NS: Breitengrad: unbekannte Himmelsrichtung ›Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) EW: Längengrad: unbekannte Himmelsrichtung ›Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Einwohner Zahlenformat
Butscha ohne Koordinaten
Basisdaten
Staat: UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine
Oblast: Oblast Kiew
Rajon: Rajon Butscha
Höhe: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) m
Fläche: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1.686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) km²
Einwohner: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl UA (Fehler: Ungültige Zeitangabe)

Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“

Postleitzahlen: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Vorwahl: +380 Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Geographische Lage: Gradzahl-Fehler: NS: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) EW: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
KATOTTH: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
KOATUU: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt, 2 Siedlungen städtischen Typs, 11 Dörfer
Verwaltung
Adresse: вул. Енергетиків 12
08292 м. Буча
Website: bucha-rada.gov.ua
Butscha (Oblast Kiew)
Butscha (Oblast Kiew)
Butscha: Gradzahl-Fehler: NS: Breitengrad: unbekannte Himmelsrichtung ›Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) EW: Längengrad: unbekannte Himmelsrichtung ›Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Butscha ohne Koordinaten
i1

Butscha (ukrainisch und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine ukrainische Stadt, die vor dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 laut der amtlichen Statistik rund 34.000 Einwohner zählte. Sie liegt etwa 25 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Kiew in deren Großraum und als Sitz und Zentrum des Rajons Butscha<ref>Постанова Верховної Ради України Про утворення та ліквідацію районів (Відомості Верховної Ради України (ВВР), 2020, № 33, ст.235)</ref> Teil der Oblast Kiew. Durch das Massaker von Butscha wurde der Ort zu einem Symbol für russische Kriegsverbrechen.<ref>Serhii Plokhy: Der Angriff: Russlands Krieg gegen die Ukraine und seine Folgen für die Welt. HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH, 2023, ISBN 978-3-455-01589-8.</ref>

Geschichte

Datei:Вхід до Бучанського міського парку.jpg
Eingang zum Schewtschenko-Park in Butscha 2017

Die heutige Stadt entstand als Siedlung um eine Bahnstation, die hier Ende des 19. Jahrhunderts an der heutigen Bahnstrecke Kowel–Kiew erbaut wurde. Der Name bezog sich auf den hier die Bahnstrecke kreuzenden Fluss Butscha. Bis zum 9. Februar 2006 war Butscha eine Siedlung städtischen Typs und der südlich gelegenen Stadt Irpin untergeordnet, danach wurde ihr der Stadtstatus zuerkannt und sie unter Oblastverwaltung gestellt.<ref>Верховна Рада України; Постанова від 9. Februar 2006 № 3434-IV Про віднесення селища міського типу Буча Ірпінської міської ради Київської області до категорії міст обласного значення</ref><ref>Буча // Облікова картка на офіційному веб-сайті Верховної Ради України.</ref>

Im Rahmen der Verwaltungsreform vom 18. Juli 2020 wurde Butscha Verwaltungssitz eines neu gebildeten, gleichnamigen Rajons.<ref>Верховна Рада України; Постанова від від 17. Juli 2020 № 807-IX Про утворення та ліквідацію районів</ref>

Massenhafte Ermordung von Zivilisten

Datei:Bucha main street, 2022-04-06 (0804).jpg
Die am 27. Februar zerstörte russische Militärausrüstung.

Während des russischen Überfalls auf die Ukraine 2022 wurde Butscha als Teil der Offensive auf Kiew ein Ort von Kriegshandlungen. Am 27. Februar suchte die Ukraine gezielt eine russische Militärkolonne.<ref>Ukrainian Armed Forces looking for column of enemy equipment marked with letter V, these are especially dangerous terrorists – Danilov. Interfax, 27. Februar 2022.</ref> Sie wurde in Butscha gefunden und zerstört;<ref>Ukraine says it destroyed Russian military convoy outside of Kyiv. In: Times of Israel, 27. Februar 2022.</ref> ansonsten erfolgte außer punktuellem Widerstand um den 5. März keine organisierte Verteidigung Butschas,<ref name="Gemeinderätin">«Кто-то перед смертью ехал на велосипеде. Кто-то гулял парой» Буча. Депутат местного совета Катерина Украинцева — о том, как этот город жил под российской оккупацией. Meduza, 3. April 2022.</ref> so dass es von russischen Truppen eingenommen wurde. Eine Gemeinderätin erklärte, dass die Ukraine, obwohl die russischen Truppen von Butscha aus Irpin beschossen hätten, nicht militärisch geantwortet hätte und somit die Zerstörung der Stadt verhindert worden sei.<ref name="Gemeinderätin" /> Nach dem Rückzug der russischen Truppen am 31. März wurden in der Stadt zahlreiche Leichen von Zivilisten gefunden.<ref>Massengräber in Butscha – Bürgermeister von Kiewer Vorort berichtet von fast 300 Toten nach russischem Rückzug. In Der Tagesspiegel. 2. April 2022, abgerufen am 2. April 2022.</ref> Die genaue Zahl der Toten war Anfang April noch unklar. Nach Angaben des Bürgermeisters von Butscha mussten 280 Leichen in Massengräbern beigesetzt werden, weil die drei Friedhöfe der Stadt noch in der Reichweite des russischen Militärs lagen. Nach Aussagen von Einwohnern sollen russische Soldaten ohne erkennbare Provokation auf Zivilisten geschossen haben.<ref>Ukrainische Kleinstadt Bucha: Leichen liegen in den Straßen. In: t-online.de. 4. April 2022, abgerufen am 8. August 2022.</ref><ref>Ukraine meldet Kontrolle über Region Kiew. In: tagesschau.de. 2. April 2022, abgerufen am 3. April 2022.</ref> Augenzeugen berichteten über die gezielte Tötung von Zivilisten durch russische Soldaten.<ref>Was über die Gräuel in Butscha bekannt ist In: tagesschau.de. 2. April 2022, abgerufen am 3. April 2022.</ref> Einige der Opfer wiesen Spuren von Folter auf. Mehrere Frauen wurden vergewaltigt.<ref>Butscha war kein Einzelfall – die brutale Säule der russischen Militärstrategie In Die Welt 16. April 2022, abgerufen am 8. August 2022.</ref> Russland bestreitet die Tötung von Zivilisten.<ref>Butscha: Russland bestreitet Tötung von Zivilisten. In: zeit.de. 3. April 2022, abgerufen am 3. April 2022.</ref><ref>Russlands Aussagen zu Leichen in Butscha medizinisch nicht haltbar. In: stern.de. 6. April 2022, abgerufen am 6. April 2022.</ref> Butscha wurde zum weltweiten Medienthema.<ref>Till Haase: Ukraine-Krieg: Das Völkerrecht definiert, was Kriegsverbrechen sind. In: deutschlandfunknova.de. 5. April 2022, abgerufen am 27. April 2022.</ref><ref>Constanze von Bullion und Paul-Anton Krüger (SZ): Das Bild des Grauens wird schärfer. (sueddeutsche.de vom 7. April 2022)</ref> Bis August 2022 (Schlussbilanz) wurden 458 Leichen gefunden, von denen 419 Anzeichen dafür trugen, dass die Opfer erschossen, gefoltert oder erschlagen worden waren. 39 scheinen eines natürlichen Todes gestorben zu sein. Fast alle Toten waren Zivilisten.<ref name="WaPo">Accounting of bodies in Bucha nears completion. In: Washington Post, 8. August 2022.</ref><ref name="watson">Die Brutalität des Massakers von Butscha liegt jetzt in konkreten Zahlen vor. In: Watson.ch, 10. August 2022.</ref>

Verwaltungsgliederung

Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Butscha (Бучанська міська громада/Butschanska miska hromada). Zu dieser zählen auch die 2 Siedlungen städtischen Typs Babynzi und Worsel sowie die 11 in der untenstehenden Tabelle aufgelisteten Dörfer<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 715-р „Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Київської області“</ref>, bis dahin bildete sie die gleichnamige Stadtratsgemeinde Butscha (Бучанська міська рада/Butschanska miska rada) im Norden des Rajons Kiew-Swjatoschyn, war jedoch kein Teil desselben, sondern direkt der Oblastverwaltung unterstellt.

Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon Butscha<ref>Верховна Рада України; Постанова від 17. Juli 2020 № 807-IX Про утворення та ліквідацію районів</ref>.

Folgende Orte sind neben dem Hauptort Butscha Teil der Gemeinde:

Name
ukrainisch transkribiert ukrainisch russisch
Babynzi Бабинці Бабинцы (Babinzy)
Blystawyzja Блиставиця Блиставица (Blistawiza)
Buda-Babynezka Буда-Бабинецька Буда-Бабинецкая (Buda-Babinezkaja)
Hawryliwka Гаврилівка Гавриловка (Gawrilowka)
Lubjanka Луб'янка Лубянка
Myrozke Мироцьке Мироцкое (Mirozkoje)
Rakiwka Раківка Раковка (Rakowka)
Sdwyschiwka Здвижівка Здвижевка (Sdwischewka)
Synjak Синяк Синяк (Sinjak)
Tarassiwschtschyna Тарасівщина Тарасовщина (Tarassowschtschina)
Tscherwone Червоне Червоное (Tscherwonoje)
Woronkiwka Вороньківка Вороньковка (Woronkowka)
Worsel Ворзель Ворзель

Städtepartnerschaften

Quelle:<ref>Міста-побратими | Офіційний сайт Бучанської міської ради Sister Cities of Butscha. Abgerufen am 24. Juli 2023.</ref>

Persönlichkeiten

  • Michail Bulgakow (1891–1940), Schriftsteller, verbrachte seine Sommerferien in Butscha, wo die Familie seit dem Jahr 1900 eine Datscha besaß.<ref>Elsbeth Wolffheim: Michail Bulgakow, rororo-Monographie, Reinbek, 1996, S. 18.</ref>
  • Leonhard Kossuth (1923–2022), deutscher Übersetzer und Verlagslektor
  • Oleksandr Kysljuk (1962–2022), mehrsprachiger Übersetzer und Opfer des Massakers von Butscha
  • Mychajlo Artjuchow (* 1971), Skilangläufer
  • Anna Kowalenko (* 1991), Politikerin, Aktivistin und Journalistin

Literatur

  • Galina Kossuth: Butschaer Tagebuch: zum hundertjährigen Jubiläum von Butscha. Herausgegeben von Leonhard Kossuth, NoRa, Berlin 2010, ISBN 978-3-86557-238-7.

Weblinks

Commons: Butscha – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Butscha – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Siehe auch

Einzelnachweise

<references responsive />

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Kiew

Vorlage:Hinweisbaustein