Zum Inhalt springen

T30

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Februar 2026 um 18:46 Uhr durch imported>Ch ivk (kk).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

T30
Datei:T30 Heavy Tank.JPG

T30-Prototyp auf dem „Aberdeen Proving Ground“

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 6
Länge 11,56 m
Breite 3,8 m
Höhe 3,22 m
Masse 64,7 t
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung Wannenfront: 102 mm
Wannenseite: 76 mm
Turmfront: 178 mm
Turmseite: 127 mm
Kanonenblende: 203–279 mm
Oberseite: 38 mm
Unterseite: 25 mm
Hauptbewaffnung 155-mm-T7-L/40-Geschütz
mit 34 Granaten
Beweglichkeit
Antrieb Continental AV1790-3
525 kW (704 PS)
Federung Drehstab
Geschwindigkeit 27 km/h
Leistung/Gewicht ca. 8,2 kW/t (11,2 PS/t)

Beim Heavy Tank T30 handelt es sich um einen schweren, experimentellen Kampfpanzer der U.S. Army aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, der aber nie über das Prototypenstadium hinauskam.<ref>Chamberlain/Ellis: UK und US Tanks WW II 1972 S. 202</ref>

Eine Besonderheit des Panzers war das 155-mm-T7-Geschütz, wobei es sich um eine der schwersten je auf einem Panzer montierten Kanonen handelte.

Geschichte

Die Entwicklung des T30 lässt sich bis zum Sommer 1944 zurückverfolgen, als die U.S. Army, bedingt durch die Erfahrungen aus Europa mit den schweren Panzern der Wehrmacht, neues Interesse an der Entwicklung eines entsprechenden Fahrzeuges hatte. In den Jahren zuvor waren zahlreiche Panzerprojekte gescheitert, wie zum Beispiel der M6 Heavy Tank, der bis zum Ende des Jahres 1942 sogar zur Serienreife entwickelt worden war, die Serienproduktion aber zu Gunsten des M4 Sherman gestrichen wurde. Als nach der Landung in der Normandie immer deutlicher wurde, dass der M4 den deutschen Panther- und Tiger-I-Panzern unterlegen war, reagierte die Army und entwickelte den T26, den späteren M26 Pershing, zur Serienreife weiter. Allerdings führten die Deutschen im selben Zeitraum den Tiger II (auch als „Königstiger“ bekannt) ein, wobei absehbar war, dass der Pershing, dessen Einsatz durch interne Streitigkeiten verzögert wurde, diesem erneut unterlegen sein würde. Daher empfahlen die US-Streitkräfte am 14. September 1944 die Entwicklung und Herstellung von vier Prototypen für einen neuen schweren Panzer. Zwei davon wurden als Heavy Tank T29 bezeichnet und waren mit der 105-mm-T5E1-Kanone bewaffnet. Die restlichen zwei wurden als T30 bezeichnet und waren mit der 155-mm-T7-Kanone bewaffnet.

Die ersten zwei T30-Prototypen begannen das Testprogramm bei Aberdeen kurz nach dem T29. Der erste kam im April 1948 auf das Testgelände, gefolgt vom zweiten im Juli. Da die T30-Prototypen ursprünglich als Parallelentwicklung zum T29 gedacht waren, wiesen sie zunächst eine entsprechend hohe Komponentenübereinstimmung auf. Dies änderte sich allerdings bereits frühzeitig in der Konzeptionsphase, als man sich dazu entschied, den Ford GAC Motor durch den luftgekühlten Continental AV-1790-3 V12-Motor, der bis zu 810 PS (bei 2800/min) leistete, zu ersetzen. So war es frühzeitig ein Schwerpunkt des T30-Testprogramms, den neuen Motor mit dem CD-850 Cross-Getriebe abzustimmen.

Technische Beschreibung

Die Wanne des T30 war, mit Ausnahme der notwendigen Änderungen im Motorraum, mit der des T29 identisch. Auch der Turm war in weiten Teilen dem des T29 sehr ähnlich, allerdings mussten hier umfangreichere Anpassungen für die 155-mm-T7-Kanone vorgenommen werden, so wurde u. a. eines der MGs entfernt. Das T7-Geschütz wies eine relativ geringe Mündungsgeschwindigkeit von ca. 700 m/s auf, was durch das hohe Geschossgewicht von 43 kg kompensiert wurde. Das wiederum führte dazu, dass wie beim 105-mm-Geschütz des T29 auch beim T30 die Granaten und die Treibladung getrennt gelagert und geladen werden mussten. Die Treibladung wog ungefähr 18 kg, so dass das Gesamtgewicht bei rund 61 kg lag. Da für schnelle Schussfolgen solch ein Gewicht auch für zwei Ladeschützen eine zu große Arbeitsbelastung darstellt, wurde ein automatischer Ansetzer zur Unterstützung eingebaut. Bereits im Vorfeld der Tests war zu erwarten, dass es erhebliche Schwierigkeiten im Umgang mit der schweren Munition im Inneren des Panzers geben würde. Daher genehmigte die US-Army am 24. Juli 1947 den Einbau dieses automatischen Ansetzers und einen Mechanismus, um die Patronenhülsen automatisch auszuwerfen.<ref>original: „an automatic cartridge case ejecting mechanism“ was sehr wahrscheinlich bedeutet, dass die Hülse vom Verschluss aus direkt nach außen befördert wird</ref>

Erprobung

Der umgebaute Prototyp wurde nun als T30E1 bezeichnet, das modifizierte 155-mm-Geschütz wurde nun unter der Kennung T7E1 geführt. Da sich trotz dieser Anpassungen der Umgang mit der Munition während der Testreihen weiterhin als Problem erwies, wurde zusätzlich noch eine Hebevorrichtung installiert.

Ende 1948 wurde das Testprogramm bereits wieder eingestellt. Letztendlich hatte sich trotz der zahlreichen Anpassung die T7-Kanone als zu aufwändig für einen Kampfpanzer erwiesen. Da auch die ballistischen Eigenschaften des 155-mm-Geschützes problematisch waren, entschied man sich für den Abbruch des Programms. Daraufhin wurde ein Prototyp mit der 120-mm-T53-Kanone, die für die Panzerbekämpfung deutlich besser geeignet war, ausgestattet und als Heavy Tank T34 bezeichnet (ursprünglich T30E2) in ein separates Testprogramm geschickt. Dagegen wurde der zweite T30 ausgemustert und in Fort Knox ausgestellt, wo er heute noch besichtigt werden kann.

T58

In den 1960er Jahren wurde die T7-Kanone erneut für ein Panzerprojekt, den T58, herangezogen. Bei diesem suchte die US-Army nach einem Nachfolger für den M103. Dafür wurde das T7-Geschütz mit einem Revolvermagazin modifiziert und als T180 bezeichnet. Damit vereinfachte man zwar die Arbeitsbelastung für die Besatzung, allerdings waren die ballistischen Eigenschaften des T180 weiterhin ungünstig für die Panzerbekämpfung, sodass auch der T58 scheiterte. Letztendlich handelte es sich dabei um ein grundsätzliches Problem, weshalb die US-Army bei allen nachfolgenden Panzerprojekten auf solch ein großes Kaliber verzichtete.

Literatur

  • Peter Chamberlain / Chris Ellis: Britische und amerikanische Panzer des Zweiten Weltkrieges. 1. Auflage. J.F.Lehmanns Verlag, München 1972, ISBN 3-469-00362-9.
  • Hunnicutt, R. P. Firepower: A History of the American Heavy Tank. Novato, California: Presidio Press, 1988. ISBN 0-89141-304-9.

Weblinks

Commons: T30 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Panzer (Tanks)

Leichte: Marmon-Herrington CTLCombat Car M1Combat Car M2Light Tank M2Light Tank M3Light Tank M5Light Tank M22 LocustLight Tank M24 Chaffee
Mittlere: Medium Tank M2Medium Tank M3 Lee/GrantMedium Tank M4 Sherman
Schwere: Heavy Tank M6Heavy Tank M26 Pershing

Pionier- und Bergepanzer

M31 Tank Recovery VehicleM32 Tank Recovery Vehicle

Panzerjäger und Jagdpanzer
(Gun Motor Carriages/Tank Destroyer)

M3 75mm Gun Motor CarriageM6 FargoM10 WolverineT48 57mm Gun Motor CarriageM18 GMC HellcatM36 GMC Jackson

Selbstfahrlafetten

M7 GMC Priest (105mm)M8 GMC (75mm)M12 Gun Motor Carriage (155mm)M37 GMC (105mm)M40 GMC Cardinal (155mm)M41 GMC (155mm)M2 Mortar Motor Carriage (4.2-inch)M4 Mortar Carrier (81mm)M21 Mortar Carrier (81mm)

Panzerspähwagen

M3 Scout CarM4 Scout CarT17 DeerhoundM8 GreyhoundM20 Armored Utility Car

Gepanzerte Truppentransporter
(Armoured Personal Carriers)

M2 Half-track CarM3 Half-track Personnel CarrierM5 Half-track Personnel CarrierM9 Half-track CarM39 Armored Utility Vehicle

Flugabwehr-Selbstfahrlafetten

M13 Multiple Gun Motor CarriageM14 Multiple Gun Motor CarriageM15 Multiple Gun Motor CarriageM16 Multiple Gun Motor CarriageM17 Multiple Gun Motor CarriageM19 Gun Motor Carriage

Rad- und Kettenschlepper

Caterpillar SixtyCASE VAI TractorM2 CletracM33 Full-Track Prime MoverM34 Full-Track Prime MoverM35 Full-Track Prime MoverM4 High-speed TractorM5 High-speed TractorM6 High-speed TractorAutocar U-4044-TAutocar U-5044-TAutocar U-7144-TAutocar U-8144-TDiamond T 969Diamond T 980Pacific M26White 6×6Corbitt 50SD6Mack NOInternational H-542FWD SU-COEWard La France M1 WreckerMack LMSW WreckerAutocar U8144T

Geländefahrzeuge

Bantam 1/4t JeepWillys 1/4t JeepFord 1/4t JeepDodge WC ½tDodge WC 3/4tFord GTB 4×4 1½t

Lastkraftwagen

Chevrolet G-506 1½t 4×4GMC ACKW 2½tGMC CCKW 2½-ton 6×6 truckInternational M-5H6 2½tStudebaker US6 2½-ton 6×6 truckDodge VK62BDodge T-234Brockway Model 260XMack NMMack LMSWMack NJUMack NOMack EH-Serie

Krankenwagen und Omnibusse

Linn Multiplant AmbulanceChevrolet Ambulance 1934Dodge WC-54Dodge WC-64

Amphibienfahrzeuge

Ford GPA „Seep“M29 WeaselGMC DUKW 353Landing Vehicle Tracked

Personenkraftwagen

ChevroletFordPlymouthBuickOldsmobilePackard ClipperCadillac Series 75

Motorräder

Cushmann 53 AutoglideHarley-Davidson WLAHarley-Davidson ELAHarley-Davidson XAIndian 841Indian 340Indian 640-AIndian 640-BSimplex Servi-Cycle

Militäranhänger

5-ton Stake-Platform Semitrailer 194410-ton Stake-Platform Semitrailer 19445-ton Van SemitrailerSignal Corps Van Semitrailer10-ton Ponton Semitrailer25-ton Ponton Semitrailer7-ton Ponton Dolly1-ton Trailer Ben HurM10 Ammunition Trailer10-cwt Trailer

Prototypen und Kleinserien

Medium Tank M7T14 Assault TankT18 BoarhoundMedium Tank T20Medium Tank T23Heavy Tank T26E2Super Heavy Tank T28Heavy Tank T29Heavy Tank T30Heavy Tank T34M44 Armored Utility VehicleM38 Wolfhound

Vorlage:Klappleiste/Ende