Zum Inhalt springen

Werner Lesser

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 3. Januar 2026 um 18:02 Uhr durch imported>Bernhard Diener (Werdegang: Tippfehlerberichtigung).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Werner Lesser Vorlage:SportPicto
Werner Lesser beim Osterspringen 1956 in Oberwiesenthal

Werner Lesser beim Osterspringen 1956 in Oberwiesenthal

Voller Name Werner Lesser
Nation Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Deutsche Demokratische Republik
Geburtstag 22. August 1932
Geburtsort SchmalkaldenDeutsches Reich
Sterbedatum 15. Januar 2005
Sterbeort BrotterodeDeutschland
Karriere
Verein Stahl Brotterode
ASK Vorwärts Brotterode
Karriereende 1961
 

Werner Lesser (* 22. August 1932 in Schmalkalden; † 15. Januar 2005 in Brotterode) – wegen mehrerer Namensgleichheiten in Brotterode auch Werner Lesser II genannt – war ein Skispringer in der DDR.

Werdegang

Werner Lesser startete zu seiner aktiven Zeit anfangs für Stahl Brotterode. Er nahm dort an den jährlichen internationalen Skispringen auf der Inselbergschanze teil und verbesserte zweimal den Schanzenrekord. In den Jahren 1952, 1953, 1957 und 1961 war er DDR-Meister im Spezialsprunglauf. Seine beste internationale Platzierung hatte er am 9. März 1956 als Sieger auf der Skiflugschanze Kulm mit einer Weite von 122 Metern, wobei er den alten Rekord aus dem Jahr 1953 durch Sepp Bradl (120 m) verbesserte; er holte den Tagessieg am 9. März, wurde am 10. März Zweiter und sicherte sich am Schlusstag (11. März) den Gesamtsieg<ref>Neuer Schanzenrekord auf dem Kulm. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 10. März 1956, S. 8.</ref><ref>Schnee und Wind beeinträchtigen das Skifliegen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 11. März 1956, S. 32.</ref><ref>64 Flüge über 100 Meter. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 13. März 1956, S. 8.</ref>. Zusammen mit Harry Glaß und Helmut Recknagel prägte er in den 1950er Jahren den Skisprungsport in der DDR.

Lesser war vor seinem Eintritt in die Deutsche Volkspolizei im Thüringer Kugellagerwerk in Zella-Mehlis als Buchhalter beschäftigt. 1958 wurde er Kandidat der SED.<ref>Neues Deutschland vom 13. Juni 1958, S. 8.</ref> Für seine sportlichen Leistungen wurde er 1958 mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Bronze ausgezeichnet.<ref>Vaterländischer Verdienstorden für DDR-Sportler, Neues Deutschland, 13. Juni 1958, S. 1.</ref> Diesen Orden erhielt er auch 1974 für seine Verdienste als Trainer.<ref>Neues Deutschland, 18. Mai 1974, S. 3.</ref>

Von 1962 bis 1991 war Lesser im Leistungszentrum in Brotterode als Stützpunkttrainer an der Nachwuchsgewinnung für Skispringer beteiligt. Die Brotteroder Skisprungarena trägt seit dem 9. Oktober 2009 seinen Namen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Werner Lesser II Skisprung Arena (Memento vom 20. April 2012 im Internet Archive). Website des Wintersportverein Brotterode e. V.</ref>

Seine Söhne waren ebenfalls sportlich aktiv: Henry (* 1963) wurde Fußballnationalspieler, Ingo (* 1966) ebenfalls Skispringer.<ref>Werner Lesser kehrte zur Springertournee zurück. In: Berliner Zeitung. 4. Januar 1986, S. 6.</ref>

Weblinks

Commons: Werner Lesser – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein