Konstantyn Czechowicz
Konstantyn Czechowicz, ab 1912 auch Konstantin Ritter von Czechowycz ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 3. Januar 1847 in Dewjatyr/Dziewięcierz, Galizien; † 28. April 1915 in Przemyśl) war ein ukrainischer griechisch-katholischer Geistlicher und von 1896 bis zu seinem Tod Bischof der Eparchie Przemyśl, Sambor und Sanok.
Leben
Konstantyn Czechowiczs Familie lebte in Dziewięcierz,<ref>Dziewięcierz <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />— ( vom 27. August 2011 im Internet Archive)</ref> bereits sein Vater Josef Czechowicz († 1875) war griechisch-katholischer Pfarrer (für diese galt keine Pflicht zum Zölibat). Er selbst besuchte bis 1868 das Gymnasium in Lemberg und anschließend das dortige griechisch-katholische Priesterseminar. Czechowicz heiratete 1872 Maria Sinkiewiczówa, die bereits im Jahr darauf starb.
Im Jahr 1873 empfing Czechowicz von Bischof Jan Saturnin Stupnicki die Priesterweihe und wurde in die Eparchie Przemyśl inkardiniert. Er wurde 1874 Präfekt am Priesterseminar in Lemberg, 1877 Gemeindepfarrer in seinem Heimatort Dziewięcierz. Ab 1887 war er Domherr, von 1888 bis 1890 war er Rektor des Priesterseminars in Przemyśl.<ref>Greckokatolickie Seminarium Duchowne <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />— ( vom 20. Mai 2012 im Internet Archive)</ref> 1895 wurde er zum Dompropst ernannt.
Nach dem Tod von Julian Pełesz im April 1896 wurde Czechowicz zum Bischof von Przemyśl, Sambor und Sanok gewählt, der Papst bestätigte seine Ernennung am 17. November 1896. Die Bischofsweihe empfing er am 21. Februar 1897 vom Lemberger Erzbischof und Metropoliten Sylwester Sembratowytsch. Er war ein Verfechter der ukrainischen Nationalbewegung und unterstützte die Gründung eines Frauenordens. Er war Mitinitiator zur Gründung von Finanzinstitutionen, die nach genossenschaftlichen Prinzipien arbeiteten.
Kraft seines Bischofsamtes gehörte Czechowicz von 1896 bis 1914 mit Virilstimme dem Galizischen Landtag an, von 1897 bis 1901 und von 1912 bis 1914 war er Landmarschall-Stellvertreter. Im Jahr 1905 wurde er außerdem zum Mitglied des österreichischen Herrenhauses auf Lebenszeit ernannt. Dort saß er in der Gruppe der Rechten. Der österreichische Kaiser erhob ihn 1912 in den Ritterstand.<ref>Czechowycz (Czechowicz, Čechovyč), Konstantin Ritter von. Kurzbiografie auf der Webseite des Österreichischen Parlaments</ref>
Im Ersten Weltkrieg folgte Czechowicz nicht dem Rat, vor den heranrückenden russischen Truppen zu fliehen, sondern blieb im belagerten Przemyśl. Nach der Einnahme der Stadt durch die Russen im März 1915 verweigerte der Bischof den Befehl, den Zaren in seiner Kathedrale zu empfangen, und wurde daraufhin von der Besatzungsmacht unter Hausarrest gestellt. Unter diesen Umständen starb Czechowicz am 28. April 1915 an einem Herzinfarkt. Er wurde auf dem Hauptfriedhof von Przemyśl beigesetzt.
Mitkonsekrator
Während seiner Amtszeit war er Mitkonsekrator bei: Andrej Scheptyzkyj OSBM zum Bischof von Stanislau, Hryhorij Chomyschyn zum Bischof von Stanislau, Soter Stephen Ortynsky de Labetz OSBM zum Apostolischen Exarch der Vereinigten Staaten und Nicetas Budka zum Apostolischen Exarch von Kanada.
Literatur
- Konstantyn Czechowicz: Korespondencja Greckokatolickiego Biskupa Przemyskiego Z Lat 1897–1914 Autoren: Krochmal, Anna; Czechowicz, Konstantyn; ISBN 83-905661-4-1 [1]
Weblinks
- Czechowycz (Czechowicz, Čechovyč), Konstantin Ritter von. Kurzbiografie auf der Webseite des Österreichischen Parlaments
- Apostolische Nachfolge – Nekrolog 1915
- Eintrag auf gcatholic.org (englisch)
- Eintrag zu Konstantyn Czechowicz auf catholic-hierarchy.orgVorlage:Abrufdatum (englisch)
Einzelnachweise
<references />
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Julian Pelesz | Bischof von Przemyśl-Sambor und Sanok 1896–1915 | Josaphat Kocylovskyj OSBM |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Czechowicz, Konstantyn |
| ALTERNATIVNAMEN | Czechowycz, Konstantin Ritter von; Чехович, Костянтин (ukrainisch); Tschechowytsch, Kostjantyn (Transkription) |
| KURZBESCHREIBUNG | ukrainischer griechisch-katholischer Bischof |
| GEBURTSDATUM | 3. Januar 1847 |
| GEBURTSORT | Dewjatyr/Dziewięcierz, Königreich Galizien und Lodomerien, heute Ukraine |
| STERBEDATUM | 28. April 1915 |
| STERBEORT | Przemyśl |