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Busch-Erbsenstrauch

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Busch-Erbsenstrauch
Datei:Caragana frutex 2016-05-17 0262.jpg

Busch-Erbsenstrauch (Caragana frutex)

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Galegeae
Gattung: Erbsensträucher (Caragana)
Art: Busch-Erbsenstrauch
Wissenschaftlicher Name
Caragana frutex
(L.) K.Koch

Der Busch-Erbsenstrauch<ref name=deutsch/> oder Russischer Erbsenstrauch<ref name=deutsch2/> (Caragana frutex) ist ein gelb blühender Strauch und ein Vertreter der Schmetterlingsblütler (Faboideae). Das natürliche Verbreitungsgebiet der Art liegt in Europa und Asien. Die Art wird selten als Zierstrauch verwendet.

Datei:Caragana frutex 2016-05-17 0270.jpg
Busch-Erbsenstrauch (Caragana frutex)
Datei:Caragana frutex 2016-05-17 0275.jpg
Blätter
Datei:Caragana frutex 2016-05-17 0271b.jpg
Blüten

Beschreibung

Der Busch-Erbsenstrauch wächst als Ausläufer treibender Strauch und erreicht eine Wuchshöhe von 2 Metern. Die Zweige sind dünn, braun, gelblich grau oder dunkel graugrün. Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 2 bis 10 Millimeter lang. Die Blattspreite ist gefingert und in vier Blättchen unterteilt. Die Blättchen sind 6 bis 10 Millimeter lang und 3 bis 5 Millimeter breit, verkehrt-eiförmig lanzettlich, kahl oder fein behaart mit abgerundeter bis ausgerandeter Spitze. Beide Seiten sind dunkelgrün. Die Blattspindel wird 1,5 Zentimeter lang, Blattspindel und Nebenblätter verdornen.<ref name=FoC/><ref name=FdG/>

Die Schmetterlingsblüten stehen einzeln, zu zweit oder dritt auf 0,9 bis 2,1 Zentimeter langen Stielen. Der Blütenkelch ist 6 bis 8 Millimeter lang und röhren- bis glockenförmig. Die Blütenkrone ist gelb und 2 bis 2,2 Zentimeter lang. Die Fahne ist rundlich, 1,6 Zentimeter breit und hat einen etwa 5 Millimeter langen Nagel. Die Flügel haben eine ausgerandete Spitze, der Nagel ist etwa so lang wie die Platte und etwa drei bis vier Mal länger als die Blattöhrchen. Das Schiffchen ist etwa 2,2 Zentimeter lang, der Nagel kürzer als die Platte, die Blattöhrchen unauffällig. Der Fruchtknoten ist kahl. Die Hülsenfrüchte sind 2 bis 3 Zentimeter lang und zylindrisch. Der Busch-Erbsenstrauch blüht von Mai bis Juni, die Früchte reifen im Juli.<ref name=FoC/><ref name=FdG/>

Die Chromosomenzahl beträgt 2n=32.<ref name=FoC/>

Vorkommen und Standortansprüche

Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt in Europa in Bulgarien, Rumänien, Moldawien, in der Ukraine und Russland; in Asien in den russischen Republiken Dagestan und Karatschai-Tscherkessien, in den russischen Regionen Krasnodar und Stawropol, in Sibirien, Kasachstan, Kirgisistan und im chinesischen Xinjiang.<ref name=GRIN/> Er wächst in Steppen und Trockenwäldern in 1000 bis 2500 Metern Höhe<ref name=FoC/> auf trockenen bis frischen, schwach sauren bis stark alkalischen, sandigen, sandig-kiesigen bis sandig-lehmigen, nährstoffreichen Böden an sonnigen bis lichtschattigen Standorten. Die Art ist nässeempfindlich, wärmeliebend und frosthart.<ref name=FdG/>

Systematik

Der Busch-Erbsenstrauch (Caragana frutex) ist eine Art aus der Gattung der Erbsensträucher (Caragana) in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Dort wird sie der Tribus Hedysareae in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) zugeordnet. Carl von Linné hat die Art 1753 im Species Plantarum als Robinia frutex (Basionym) erstbeschrieben, und sie damit der Gattung der Robinien (Robinia) zugeordnet.<ref name=GRIN_bas/> Karl Heinrich Koch stellte sie 1869 in die Gattung der Erbsensträucher (Caragana).<ref name=GRIN/> Der Gattungsname Caragana leitet sich vom mitteltürkischen Wort qaraqan ab, das einen Erbsenstrauch bezeichnet,<ref name=Gen_Gat/> das Artepitheton frutex leitet sich vom lateinischen fruticescens ab, was so viel wie „halbstrauchig“ bedeutet.<ref name=Gen_Art/>

Verwendung

Der Busch-Erbsenstrauch wird selten aufgrund der dekorativen Blüten als Zierstrauch verwendet.<ref name=FdG/> Er ist in Mitteleuropa seit 1639 in Kultur.<ref name="HegiGams1964" />

Nachweise

Literatur

  • Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 157.
  • Jost Fitschen: Gehölzflora. 12., überarbeitete und ergänzte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2007, ISBN 3-494-01422-1, S. 386.
  • Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7 (Nachdruck von 1996).

Einzelnachweise

<references> <ref name=deutsch>Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 157 und Fitschen: Gehölzflora, S. 386</ref> <ref name=deutsch2>Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 157</ref> <ref name=FdG>Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 157</ref> <ref name=FoC> Mei-chen Chang, Lien-ching Chiu, Zhi Wei, Peter S. Green: Caragana frutex, in:</ref> <ref name=GRIN>Caragana frutex. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 8. April 2012 (englisch).</ref> <ref name=GRIN_bas>Robinia frutex. In: Germplasm Resources Information Network (GRIN). United States Department of Agriculture, abgerufen am 8. April 2012 (englisch).</ref> <ref name=Gen_Gat>Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 126</ref> <ref name=Gen_Art>Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 256</ref> <ref name="HegiGams1964">Gustav Hegi, Helmut Gams: Familie Leguminosae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, Band IV, Teil 3, Verlag Carl Hanser, München 1964, S. 1401.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Caragana frutex – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien