Zum Inhalt springen

Sverdrup-Kanal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 20. Mai 2024 um 06:58 Uhr durch imported>Dreizung (Bot-Edits geprüft).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Sverdrup-Kanal
Sverdrup-Kanal zwischen Meighen Island (Mitte) und Axel Heiberg Island (rechts unten)
Sverdrup-Kanal zwischen Meighen Island (Mitte) und Axel Heiberg Island (rechts unten)
Sverdrup-Kanal zwischen Meighen Island (Mitte) und Axel Heiberg Island (rechts unten)
Verbindet Gewässer Arktischer Ozean
mit Gewässer Peary-Kanal
Trennt Landmasse Meighen Island
von Landmasse Axel Heiberg Island
Daten
Geographische Lage 80° 0′ N, 97° 45′ WKoordinaten: 80° 0′ N, 97° 45′ W
 {{#coordinates:80|−97,75|primary
dim=65000 globe= name=Sverdrup-Kanal region=CA-NU type=waterbody
  }}
Länge 65 km
Geringste Breite 41 km
Inseln Fay Islands
Sverdrup-Kanal
Sverdrup-Kanal
Sverdrup-Kanal

Der Sverdrup-Kanal ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Meerenge im kanadischen Territorium Nunavut. Im kanadisch-arktischen Archipel gelegen, trennt er Meighen Island im Osten von Axel Heiberg Island im Westen.

Geographie

Der Sverdrup-Kanal beginnt an der gedachten Linie zwischen Perley Island an der Nordspitze von Meighen Island im Westen und Bad Weather Cape am Eingang des Li Fiord im Osten und erstreckt sich 65 km Richtung Süden bis zu den Fay Islands.<ref name="Serson">H. V. Serson: Sverdrup Channel @1@2Vorlage:Toter Link/pubs.drdc.gc.ca (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Januar 2023. Suche im Internet Archive ). Defense Research Establishment Ottawa, DREO Technical Note 74-10, Ottawa 1974 (englisch)</ref> Auf manchen Karten<ref>Circumpolar_IPY_2008.jpg auf der Website von Natural Resources Canada</ref> reicht er 150 km weit bis zur Nordspitze von Amund Ringnes Island, wo er in den Massey Sound übergeht. An seiner schmalsten Stelle ist der Sverdrup-Kanal 41 km breit. Auf seiner Ostseite münden mehrere Fjorde. Die größten sind der North und der Middle Fiord. Neben den in der Mitte des Kanals liegenden Fay Islands gibt es weitere kleine Inseln vor der Küste von Axel Heiberg Island.

Der Sverdrup-Kanal bleibt auch in den Sommermonaten von einer über fünf Meter dicken Eisschicht bedeckt.<ref name="Serson"/> In besonders warmen Sommern wie 1998 kann die Eisbarriere unter dem Einfluss des Windes aber auch aufbrechen.<ref>Ron Kwok: Exchange of sea ice between the Arctic Ocean and the Canadian Arctic Archipelago. In: Geophysical Research Letters. Band 33, 2006, L16501, doi:10.1029/2006GL027094</ref> Die Strömung im Sverdrup-Kanal verläuft in südöstlicher Richtung und führt Wasser polaren Ursprungs. 2,3 m unter dem Eis wurde eine maximale Geschwindigkeit von 0,5 Knoten (0,9 km/h) gemessen.<ref name="Serson"/>

Geschichte

Im Mai 1900 erreichten erstmals Europäer den Sverdrup-Kanal: Otto Sverdrup führte ein Expeditionsteam mit Hundeschlitten von der im Jonessund liegenden Fram kommend an der Westküste von Axel Heiberg Island entlang.<ref>Otto Sverdrup: New Land. Band 1, Longmans, Green & Co., London 1904, S. 398ff (englisch)</ref> Wahrscheinlich überquerte Frederick Cook 1908 den Kanal als erster. Eine Karte, die nach Aussagen der ihn begleitenden Inuit angefertigt wurde, zeigt eine Insel westlich von Axel Heiberg Island, die Meighen Island in Größe, Form und Position sehr ähnelt.<ref>Randall J. Osczevski: Frederick Cook and the Forgotten Pole. In: ARCTIC. Band 56, Nr. 2, 2003, S. 207–217 (ucalgary.ca).</ref> Cook hat die Entdeckung der Insel, auf der er eine Nacht gerastet haben soll, aber niemals für sich reklamiert.<ref name="Mills">William James Mills: Exploring Polar Frontiers – A Historical Encyclopedia, Bd. 2, ABC-CLIO, 2003, ISBN 1-57607-422-6, S. 421 (englisch)</ref> Offiziell wurden Meighen Island und die Westseite des Kanals deshalb erst 1916 von Vilhjálmur Stefánsson entdeckt. Die erste nachgewiesene Überquerung des Sverdrup-Kanals gelang Hans Krüger 1930.<ref name="Mills"/>

Einzelnachweise

<references />