Gerichtsbezirk Imst
| Gerichtsbezirk Imst | |
|---|---|
| Datei:Gerichtsbezirk Imst.svg Lage im Bundesland | |
| Gerichtsbezirk Imst Landesgericht Innsbruck | |
| Basisdaten | |
| Bundesland | Tirol |
| Bezirk | Imst |
| Sitz des Gerichts | Imst |
| Kennziffer | 7021 |
| zuständiges Landesgericht | Innsbruck |
| Fläche | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „[“ km2 (Vorlage:FLD) |
| Einwohner | 25.555 (1. Jänner 2025) |
Der Gerichtsbezirk Imst ist ein dem Bezirksgericht Imst unterstehender Gerichtsbezirk im Bundesland Tirol. Er ist neben dem Gerichtsbezirk Silz einer von zwei Gerichtsbezirken im politischen Bezirk Imst.
Geschichte
Der Gerichtsbezirk geht im Wesentlichen auf das Gebiet des Landgerichtes Imst zurück, das aus den heutigen Gemeinden Arzl im Pitztal, Berwang, Gramais, Imst, Imsterberg, Jerzens, Karres, Karrösten, Mils bei Imst, Namlos, Nassereith, Pfafflar, St. Leonhard im Pitztal, Tarrenz und Wenns bestand.<ref>Österreichische Akademie der Wissenschaften: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte, Tirol, Datenbestand: 30. Juni 2011, S. 6 ( vom 16. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 1,3 MB)</ref>
Seine heutige Form bekam der Gerichtsbezirk im Wesentlichen durch eine 1849 beschlossene Kundmachung der Landes-Gerichts-Einführungs-Kommission, die die damals elf Gemeinden Arzl, Imst, Imsterberg, Jerzens, Karrösten, Mils, Nassereith, Pfafflar, Pitzthal, Tarrenz und Wens zum Gerichtsbezirk Imst zusammenschloss.<ref>Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Tirol und Vorarlberg, 1850, I. Stück, Nr. 1: „Kundmachung der Landes-Gerichts-Einführungs-Kommission vom 29. November 1849, über die Gerichts-Organisierung in dem Kronlande Tirol und Vorarlberg“</ref>
Das Gebiet des Gerichtsbezirks Imst wurde im Zuge der Trennung der politischen von der judikativen Verwaltung<ref>Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich, Jahrgang 1868, XVII. Stück, Nr. 44. „Gesetz vom 19. Mai 1868 über die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden in den Königreichen…“</ref> ab 1868 gemeinsam mit dem Gerichtsbezirk Silz zum politischen Bezirk Imst zusammengefasst.<ref>Reichs-Gesetz-Blatt für das Kaiserthum Oesterreich, Jahrgang 1868, XLI. Stück, Nr. 101, Verordnung vom 10. Juli 1868</ref>
Im Jahre 1900 umfasste der Gerichtsbezirk 661,60 km².<ref>k.k. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): „Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900.“ <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Band VIII. Tirol und Vorarlberg ( vom 11. April 2012 im Internet Archive) k. k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1907</ref>
Per 1. April 1907 kam die Gemeinde Karres an den Gerichtsbezirk Imst.<ref>Reichsgesetzblatt für die im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, Jahrgang 1907, XXXVI. Stück, Nr. 78: „Verordnung des Justizministeriums vom 16. März 1907, betreffend die Zuweisung der Gemeinde Karres zu dem Sprengel des Bezirksgerichtes Imst.“</ref>
Durch eine Verordnung der Bundesregierung musste der Gerichtsbezirk hingegen die Gemeinden Gramais und Pfafflar per 20. September 1947 an den Gerichtsbezirk Reutte abtreten,<ref>BGBl. Nr. 200/1947: Verordnung der Bundesregierung vom 29. Juli 1947, betreffend die Änderung der Grenzen der Gerichtsbezirke Landeck, Imst und Reutte.</ref> nachdem die nationalsozialistische Verwaltungsreform beide Gemeinden bereits 1938 dem Bezirk Reutte zugeschlagen hatte.<ref>Verordnungsblatt für den Amtsbereich des Landeshauptmannes für Tirol, Jahrgang 1938, IX. Stück, Nr. 20: „Verordnung des Landeshauptmanns vom 15. Oktober 1938 über die Einteilung des Landes Tirol in Verwaltungsbezirke“</ref>
Die Ortschaft Piller der Gemeinde Fließ (Gerichtsbezirk Landeck), die 1938 der Gemeinde Wenns zugeschlagen wurde und damit Teil des Gerichtsbezirks Imst geworden war, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aus dem Gerichtsbezirk Imst ausgeschieden und wieder mit der Gemeinde Fließ vereinigt.<ref>Gesetzblatt für das Land Österreich, Jahrgang 1938, Stück 127, Nr. 448: „Verordnung des Reichsstatthalters (Österreichische Landesregierung) über die Änderung der Grenzen zwischen der Ortsgemeinde Fließ, Gerichtsbezirk Landeck, der Ortsgemeinde Wildermieming, Gerichtsbezirk Telfs, und der Ortsgemeinde Silz, Gerichtsbezirk Silz, einerseits und der Ortsgemeinde Wenns, Gerichtsbezirk Imst, der Ortsgemeinde Leutasch, Gerichtsbezirk Innsbruck, und der Ortsgemeinde St. Sigmund im Sellrain, Gerichtsbezirk Innsbruck anderseits.“</ref>
Gerichtssprengel
Der Gerichtssprengel umfasst mit den elf Gemeinden Arzl im Pitztal, Imst, Imsterberg, Jerzens, Karres, Karrösten, Mils bei Imst, Nassereith, St. Leonhard im Pitztal, Tarrenz und Wenns rund ein Drittel des Bezirks Imst, wobei der Gerichtsbezirk die nordwestlichen Bezirksteile einnimmt.
Siehe auch
Literatur
- Österreichische Akademie der Wissenschaften: Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte, Tirol. Datenbestand: 30. Juni 2011 (PDF; 1,3 MB)
Weblinks
- Gerichtssuche in der Gerichtsdatenbank des Bundesministeriums für Justiz
- Vorlage:StatistikAustria Gemeindeverzeichnis
Einzelnachweise
<references />
Bestehende Gerichtsbezirke:
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Imst |
Innsbruck |
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Rattenberg |
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Schwaz |
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Telfs |
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Aufgelöste Gerichtsbezirke:
Fügen |
Hopfgarten |
Matrei in Osttirol |
Mieders |
Nauders |
Ried in Tirol |
Sillian |
Steinach
An Italien abgetretene Gerichtsbezirke:
Ala |
Ampezzo |
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