Douce Steiner
Douce Steiner (* 11. Juni 1971 in Stuttgart<ref>Douce Steiner kocht im Hirschen: „Wir Sterne-Köche ticken alle ein bisschen anders“. In: welt.de. Die Welt, 4. April 2022, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>) ist eine deutsche Köchin.
Werdegang
Douce Steiner ist die Tochter der Gastronomen Hans-Paul Steiner und Claude Steiner, einer Französin. Sie machte ihre Kochlehre bei ihrem Vater, der 1980 das Hotel und Restaurant Hirschen in Sulzburg eröffnet hatte. Danach ging sie zu Georges Blanc in Vonnas, wo sie die einzige Frau unter 45 männlichen Kollegen war.<ref>Jakob Strobel y Serra: Köchin Douce Steiner: Die junge Milde. In: faz.net. FAZ, 22. Juni 2014, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref> Danach wechselte sie zu Fritz Schilling in die Schweizer Stuben in Wertheim. Auf ihrer Station bei Harald Wohlfahrt in der Schwarzwaldstube in Baiersbronn lernte sie ihren späteren Mann Udo Weiler kennen. 1997 absolvierte sie mit Weiler die Hotelfachschule Heidelberg.
Ab 1998 kochte sie mit ihrem Mann Udo Weiler (* 1969)<ref>Jürgen Dollase: Das besondere Restaurant: Ein kulinarischer Glücksfall. In: faz.net. FAZ, 21. März 2017, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref> und ihrem Vater im Hirschen in Sulzburg,<ref>Douce Steiner, Chef de Cuisine im Hirschen in Sulzburg. In: restaurant-ranglisten.de. Abgerufen am 22. Juli 2025.</ref> der zwischen 1995 und 2008 mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnet war.<ref>"Erster Stern? Es war ein Ritterschlag!" Douce Steiner. In: welt.de. Die Welt, 1. März 2009, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>
2008 übernahm sie das Haus von ihrem Vater. Das Restaurant wurde im Michelin 2012 erneut mit zwei Sternen ausgezeichnet.<ref>Hirschen. In: guide.michelin.com. Guide Michelin, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref> 2023 erhielt sie als erste Frau die Auszeichnung als Köchin des Jahres der deutschen Ausgabe des Restaurantführers Gault&Millau.<ref name="restaurant-ranglisten.de Köchin des Jahres 2023">Douce Steiner wird „Köchin des Jahres“. In: restaurant-ranglisten.de. Abgerufen am 22. Juli 2025.</ref> In der Talksendung Leute vom SWR1 sprach sich Steiner für ein Umdenken in der Gastronomie aus, die hohen Preise für ein gutes Essen seien gerechtfertigt.<ref>Michelin Köchin des Jahres 2023 verrät: Das macht gutes Essen aus. In: swr.de. SWR, 21. September 2023, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>
Auszeichnungen
- 2012: Aufsteigerin des Jahres, Gault-Millau
- Ab 2012: Zwei Sterne im Guide Michelin für das Restaurant Hirschen<ref name=":0">Hirschen. In: restaurant-ranglisten.de. Abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>
- 2022: Vier schwarze Hauben im Gault-Millau für das Restaurant Hirschen<ref>Jakob Strobel y Serra: Gault & Millau 2022: Der Restaurantführer probt die Revolution. In: faz.net. FAZ, 22. Juni 2022, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>
- 2023: Köchin des Jahres, Gault-Millau<ref name="restaurant-ranglisten.de Köchin des Jahres 2023" />
- 2025: Köchin des Jahres, Der Feinschmecker<ref>Madeleine Jakits: Douce Steiner - Feinschmecker Köchin des Jahres. Abgerufen am 22. November 2025.</ref>
- 2026: Köchin des Jahres, Der Feinschmecker<ref>Gastro Awards 2026. 13. Februar 2026, abgerufen am 14. Februar 2026.</ref>
Publikationen
- Cuisine Douce. Sterneküche für zuhause, AT Verlag, Baden 2008, ISBN 978-3-03800-402-8.
- Meine leichte Küche. Cuisine Douce, AT Verlag, Aarau 2011, ISBN 978-3-03800-521-6.
- Meine liebsten Desserts. Cuisine Douce, AT Verlag, Aarau und München 2013, ISBN 978-3-03800-722-7.
- Douce. Unsere verrückte Gemüsewelt, Rombach, Freiburg 2014, ISBN 978-3-9815555-3-0.
Weblinks
- Literatur von und über Douce Steiner im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- douce-steiner.de
- Jakob Strobel y Serra: Die junge Milde. In: FAZ vom 22. Juni 2014
- Jürgen Dollase: „Das besondere Restaurant“ In der FAZ vom 21. März 2017
- Douce Steiner in den Restaurant-Ranglisten
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Steiner, Douce |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Köchin |
| GEBURTSDATUM | 11. Juni 1971 |
| GEBURTSORT | Stuttgart |