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Aylo

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Aylo

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Rechtsform
Gründung 2004
Sitz Montreal<ref name="netzpolitik"/>
Mitarbeiterzahl 1400 (2016)<ref>Bureau de décision et de révision. Abgerufen am 22. August 2020.</ref>
Umsatz EUR 650 Mio. (2022)<ref>Christelle Pangrazzi: Les très sales draps de l'industrie du porno. In: Capital. Nr. 387. Prisma Media, Gennevilliers Dezember 2023, S. 37.</ref>
Branche Pornografie
Informationstechnik
Website aylo.com

Aylo (bis August 2023 Mindgeek) ist ein Medien- und IT-Unternehmen überwiegend im Bereich der Internet-Pornografie. Zu dem Unternehmen zählen Marken wie Pornhub, YouPorn, RedTube, Brazzers, Mydirtyhobby, VideoBash, Mofos, Tube8, XTube, ExtremeTube und SpankWire,<ref name="wallace">Benjamin Wallace: The Explosion of Free Porn Online -- New York Magazine – Nymag. Abgerufen am 14. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Manwin Acquires YouPorn.com AVN. Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Babes.com,<ref>Peter Warren AVN: Manwin Goes Glamcore With New Babes.com Network AVN. Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Men.com,<ref>MEN.COM Trademark of LICENSING IP INTERNATIONAL S.AR.L Serial Number: 85413616 :: Trademarkia Trademarks. Abgerufen am 14. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sean Cody und Digital Playground.<ref name="wallace" />

Geschichte

Aylo hieß von 2004 bis 2013 Manwin und bis August 2023 Mindgeek. Im November 2011 wurde Manwin ein Partner von Playboy und vertreibt seitdem die Onlinepräsenz des Magazins. Zudem übernahm Manwin die Fernsehprogramme der Firma weltweit und betreibt Playboy TV unter Lizenz durch die Firma Playboy Plus Entertainment in Los Angeles.<ref name="playboy">Manwin takes over Playboy TV operations. 31. Oktober 2011, abgerufen am 14. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschäftsführer und Gesellschafter war bis Oktober 2013 der Unternehmer Fabian Thylmann.<ref>Fabian Thylmann: Der Pornokönig | Financial Times Deutschland. 14. Oktober 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Juni 2013; abgerufen am 23. November 2024.</ref><ref name="Porno-Imperium">Lars-Marten Nagel: Digitaler Sex: Das Porno-Imperium – Ein Deutscher erregt die Welt. In: Die Welt. 16. September 2012 (welt.de [abgerufen am 14. Juli 2022]).</ref> Der Jahresumsatz der Websites wurde auf 30 Millionen Euro geschätzt.<ref name="Porno-Imperium" /> Die Holding aus Luxemburg hatte über 35 Tochterfirmen, davon zwölf in Luxemburg. Die Welt am Sonntag schrieb 2012, die Firma wäre „ein Fall für die Steuerfahndung“.<ref name="Porno-Imperium" /> Im Dezember 2012 wurde Fabian Thylmann mit Verdacht auf Steuerhinterziehung in Belgien festgenommen.<ref>Lars-Marten Nagel: Auslieferungshaft: YouPorn-Chef in Belgien festgenommen. In: Die Welt. 10. Dezember 2012 (welt.de [abgerufen am 14. Juli 2022]).</ref> 2013 verkaufte Thylmann das Unternehmen für geschätzt 73 Millionen Euro.<ref>Germany’s ‘Porno King’ gives up empire – The Local. 5. Dezember 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. Dezember 2013; abgerufen am 26. August 2021.</ref><ref>XBIZ: Fabian Thylmann Sells Stake in Manwin to Company Management. Abgerufen am 14. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Geschäfte wurden von 2013 bis 2022 von Feras Antoon (* 1975) geführt, dem ehemaligen Geschäftsführer der kanadischen Manwin-Filiale. COO war bis 2022 David Tassilo.<ref>L.-M. Nagel: Pornografie: YouPorn lebt weiter – auch ohne seinen Chef. In: Die Welt. 15. Dezember 2012 (welt.de [abgerufen am 18. September 2017]).</ref><ref name="sp">Pornhub: Luxusanwesen des MindGeek-Chefs Feras Antoon bei Brand zerstört. In: Der Spiegel. Abgerufen am 26. August 2021.</ref><ref name="netzpolitik" /> 2021 wurde bekannt, dass über 50 % der Firma dem österreichischen Investor Bernd Bergmair (* 1968) gehören.<ref>Shanti Das | Alastair Johnstone: Think of the children, pleads wife of Pornhub tycoon Bernd Bergmair. ISSN 0140-0460 (thetimes.co.uk [abgerufen am 26. August 2021]).</ref>

Im August 2023 wurde Mindgeek von Ethical Capital Partners aufgekauft, einem Private-Equity-Unternehmen mit Sitz in Ottawa.<ref name="netzpolitik">Sebastian: Nach Skandalen: Pornhub wechselt Eigentümer und startet Charme-Offensive. 17. März 2023, abgerufen am 26. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="ECP">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: XBIZ. Abgerufen am 16. März 2023 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Es firmiert seitdem als Aylo.<ref>Aylo: The Intersection of Leading Technology and Diverse Culture. Abgerufen am 26. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dieser Kauf erfolgte am Tag nachdem Netflix die Dokumentation Money Shot veröffentlichte, die sich mit kontroversen und problematischen Vorgängen in der Pornofilmbranche, darunter Pornhub, beschäftigt.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL In: Variety, 16. März 2023 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Kritik und Kontroversen

Sicherheitslücken 2012

Im Februar 2012 wurden aufgrund einer Sicherheitslücke Passwörter und E-Mail-Adressen von mehr als 6.000 Benutzern kopiert;<ref name="beeb1">Passwords leaked in YouPorn chat site security breach. In: BBC News. 23. Februar 2012 (bbc.com [abgerufen am 14. Juli 2022]).</ref> bei einem weiteren Sicherheitsproblem im März 2012 wurden auf der Website von Digital Playground mehr als 73.000 Benutzernamen, E-Mail-Adressen und Passwörter kopiert sowie Kreditkarteninformationen von 40.000 Kreditkarten ausgelesen.<ref name="beeb2">Porn site breached in hack attack. In: BBC News. 12. März 2012 (bbc.com [abgerufen am 14. Juli 2022]).</ref>

Klage 2021

Mitte Juni 2021 gingen 34 Frauen gegen nicht einvernehmliche Sexvideos auf Pornhub vor. Sie verklagten Mindgeek als Muttergesellschaft: „‚Die Klage wirft vor, dass Pornhub und MindGeek wissentlich von Videos profitiert haben, die Vergewaltigung, sexuelle Ausbeutung von Kindern, Rachepornos, Menschenhandel und andere nicht einvernehmliche sexuelle Inhalte zeigen‘, teilte die Kanzlei Brown Rudnick am Donnerstag im Auftrag der Klägerinnen mit.“ Pornhub setzte dagegen, dass die Webseite „keine illegalen Inhalte (toleriert)“ und alle Beschwerden oder Anschuldigungen zu Inhalten untersuche.<ref>Nicht-einvernehmliche Sexvideos: 34 Frauen verklagen Muttergesellschaft von Pornhub. Abgerufen am 14. Juli 2022.</ref> Im Dezember 2023 endete das Verfahren mit der Zahlung von 1,8 Millionen Dollar (1,64 Millionen Euro) an die US-Regierung. Teil der außergerichtlichen Einigung waren außerdem Zahlungen in nicht genannter Höhe an die Opfer. Weiter werden die Bedingungen der Einigung für drei jahre von einem unabhängigen Gremium überwacht.<ref>Pornhub-Konzern zahlt Millionen wegen Verbreitung erzwungener Aufnahmen. In: Der Spiegel. 22. Dezember 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 18. September 2025]).</ref>

Jugendschutz

In der EU soll im Rahmen der Umsetzung des Digital Services Act der Zugang für Minderjährige erschwert, bzw. nur nach Prüfung des Mindestalters erlaubt sein. Im Streit um die Umsetzung dieser Richtlinie schaltete Pornhub (und mit ihm verbundene Websites) den Zugang für Nutzer in Frankreich am 4. Juni 2025 ab. „Wir haben die schwierige Entscheidung getroffen, den Zugang zu unseren Seiten (Plattformen für von Nutzern hochgeladene Inhalte, darunter Pornhub, YouPorn und Redtube) in Frankreich vollkommen zu sperren und unsere Plattformen zu nutzen, um damit die französische Öffentlichkeit direkt anzusprechen“, erklärte Alex Kekesi, Vizepräsident für Marke und Community bei Aylo.<ref></ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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