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Bernhard Mylius

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Theodor Bernhard Reinhold Mylius (* 6. Februar 1838 in Verchesar;<ref>Gnadenkirche (Berlin-Mitte): Kirchenbuch. Heiraten 1878, S. 131.</ref> † 19. Juli 1919 in Berlin<ref>Standesamt Berlin XI: Sterberegister. Nr. 1080/1919.</ref>) war ein deutscher Architekt und Baubeamter, der im ausgehenden 19. Jahrhundert in der kommunalen Bauverwaltung der Stadt Berlin arbeitete und dort als Mitarbeiter von Stadtbaurat Hermann Blankenstein an Planung und Bau von Schulgebäuden beteiligt war.

Leben und Wirken

Bernhard Mylius absolvierte ein Studium des Bauwesens und bestand am 21. Mai 1870 die abschließende zweite Staatsprüfung.<ref>Personal-Nachrichten. In: Deutsche Bauzeitung, 4. Jahrgang 1870, Nr. 21, 26. Mai 1870, S. 172 f.; Rubrik kobv.de/btu (PDF; 1,6 MB).</ref> Mylius blieb danach in Berlin ansässig, er wohnte 1876 im Haus Elisabeth-Ufer 30 (heute Leuschnerdamm und Erkelenzdamm).<ref>Mylius. In: Berliner Adreßbuch, 1876, Teil 1, S. 649.</ref> Spätestens im Jahr 1877 erhielt er eine Anstellung als Stadtbauinspektor, gerade in einer Zeit großer Bevölkerungszuwächse.<ref>Mylius. In: Berliner Adreßbuch, 1877, Teil 1, S. 552.</ref> Dabei arbeitete Mylius mit Hermann Blankenstein zusammen und war hauptsächlich beim Bau von Gemeindeschulen mit den zugehörigen Turnhallen und Lehrerwohnhäusern tätig. Privat zog er 1878 um zum Engel-Ufer 16 (heute Engeldamm).<ref>Mylius. In: Berliner Adreßbuch, 1878, Teil 1, S. 629.</ref> Im Jahr 1887 verlegte er seinen Wohnsitz schließlich in die Kesselstraße 34 (heute Habersaathstraße) in Berlin-Mitte.<ref>Mylius. In: Berliner Adreßbuch, 1888, Teil 1, S. 781.</ref>

In enger Zusammenarbeit mit Blankenstein war er am Entwurf und der Ausführung folgender Schulensembles beteiligt, die erhalten geblieben sind und unter Denkmalschutz stehen:

Datei:Marchlewskistr F'hain 2012-03-03 AMA fec (9).JPG
Rektorenwohnhaus, Marchlewskistraße 45/47

Mylius zog vor 1900 noch zweimal um – zuerst in die Scharnhorststraße 7, dann in die Scharnhorststraße 9, Berlin-Mitte. Hier blieb er mit seiner Familie auch im Ruhestand bis zu seinem Tod wohnen.<ref>Mylius. In: Berliner Adreßbuch, 1917, Teil 1, S. 2017.</ref>

Mylius wurde zum Magistratsbaurat befördert und trat spätestens 1906 in den Ruhestand.<ref name="ZdB19096">Vorlage:ZentralblBauverw</ref>

Im Jahr 1898 bekam Mylius den Ehrentitel Königlicher Baurath verliehen,<ref>Vorlage:ZentralblBauverw</ref> und 1906 wurden seine Verdienste mit der Verleihung des Königlichen Kronen-Ordens III. Klasse gewürdigt.<ref name="ZdB19096" />

Einzelnachweise

<references />