Ungetsheim
Ungetsheim Stadt Feuchtwangen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(144)&title=Ungetsheim 49° 12′ N, 10° 15′ O
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| Höhe: | 451 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 144 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91555 | |||||
| Vorwahl: | 07950 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Ungetsheim ist ein Gemeindeteil der Stadt Feuchtwangen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Ungetsheim liegt in der Gemarkung Breitenau.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Das Dorf liegt am rechten Ufer der Wörnitz inmitten einer flachhügeligen Ebene, im Nordwesten Schwärz und im Westen Weiherbuck genannt, die aus Ackerland und Grünland besteht. 1 km östlich jenseits der Wörnitz befindet sich der bewaldete Mühlberg (526 m ü. NHN), der eine Erhebung der Sulzachrandhöhen ist, einem Abschnitt der Frankenhöhe. 1 km nordwestlich befindet sich das Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim.
Die Kreisstraße AN 5 führt nach Bergnerzell zur Staatsstraße 2222 (2 km südlich) bzw. nach Zumhaus (1,5 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Unterampfrach zur St 2222 (2,5 km südwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 31. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Ungetsheim lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. Im Jahr 1732 bestand der Ort aus 20 Anwesen und 1 Gemeindehirtenhaus. Grundherren waren feuchtwangische Ämter (11 Anwesen, Stiftsverwalteramt Feuchtwangen: 3 Gütlein, Stadtvogteiamt Feuchtwangen: 3 Güter, 1 Gütlein (Abgaben von 1 Gut, 1 Gütlein an die Ulrich Wolffsche Stiftung), Kastenamt Feuchtwangen: 4 Gütlein (Abgaben von 1 Gut an die Pfarrei Oberampfrach)), die Reichsstadt Dinkelsbühl (7 Güter, 1 Gütlein) und das Rittergut Heroldsberg (1 Gut).<ref>Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Ungetsheim (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de).</ref> Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es drei weitere feuchtwangische Anwesen.<ref>Johann Bernhard Fischer: Ungetsheim. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 194 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 612.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Ungetsheim dem Steuerdistrikt Oberampfrach und der Ruralgemeinde Breitenau zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Ungetsheim am 1. Januar 1972 nach Feuchtwangen eingemeindet.<ref>Feuchtwangen > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 31. März 2025.</ref>
Brauchtum
Der Strohbelzi ist eine jahrhundertealte Schreckgestalt im Ungetsheimer Weihnachtsbrauchtum. Er lebt im tiefen Wald von Ungetsheim. Während das Christkind an Heilig Abend die braven Kinder beschenkt, werden die Unartigen vom Strohbelzi bestraft. Ähnliche Gestalten waren ursprünglich im gesamten Wörnitzgrund zu finden. Im heutigen Wörnitzgrund ist neben dem Stohbelzi nur noch eine weniger schreckhafte Lumpengestalt im benachbarten Breitenau zu finden.<ref>Wunderlich, Werner, 1944-, Müller, Ulrich, 1940–2012.: Dämonen, Monster, Fabelwesen. UVK-Fachverlag für Wissenschaft und Studium, St. Gallen 1999, ISBN 3-908701-04-X.</ref>
Baudenkmäler
- Haus Nr. 4: Gasthaus, zweigeschossiges Gebäude mit Krüppelwalmdach, bezeichnet 1841<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Feuchtwangen (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 29: Wohnstallhaus, eingeschossiges giebelständiges Gebäude mit Steildach, Fachwerk, teilweise massiv, erste Hälfte 19. Jahrhundert<ref name="Denkmalliste"/>
- Haus Nr. 55: Wohnstallhaus, eingeschossiges Gebäude mit Krüppelwalmdach, Fachwerk, 1792<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Stephan (Breitenau) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Ulrich und Afra (Feuchtwangen) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Ungersheim. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 5: S–U. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1802, DNB 790364328, OCLC 833753112, Sp. 612 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 129.
- Vorlage:Steichele Bisthum Augsburg
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Ungetsheim in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Ungetsheim im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
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