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Hryhorij Chomyschyn

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 17. April 2026 um 06:02 Uhr durch imported>Bujo (Die Gültigkeit des byzantinischen Ritus dürfte in einem griechisch-katholischen Bistum wohl nie zur Debatte gestanden haben.).
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Datei:Grzegorz Chomyszyn.png
Sel. Bischof Hryhorij Chomyschyn

Hryhorij Chomyschyn ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 25. März 1867 in Hadynkiwzi, Galizien; † 17. Januar 1947 in Kiew) war ein ukrainischer griechisch-katholischer Geistlicher und von 1904 bis zu seinem Tod Bischof der der Eparchie Stanislau. Er wurde am 27. Juni 2001 von Papst Johannes Paul II. zum Märtyrer und Seligen proklamiert.

Leben

Hryhorij Chomyschyn stammte aus Ostgalizien, das bis zum Ersten Weltkrieg zu Österreich-Ungarn gehörte und heute im Westen der Ukraine liegt. Er wurde am 18. November 1893 zum Priester geweiht. Sein Aufbaustudium in Theologie absolvierte er von 1894 bis 1899 an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien und wurde 1902 zum Rektor des Priesterseminars der Erzeparchie Lemberg berufen.

Am 6. Mai 1904 wurde er zum Bischof von Stanislau, der heutigen Erzeparchie Iwano-Frankiwsk, ernannt und am 19. Juni 1904 zum Bischof geweiht. Sein Konsekrator war Erzbischof Andrej Scheptyzkyj OSBM (ukrainische Erzeparchie Lemberg). Als Mitkonsekratoren assistierten Erzbischof Józef Bilczewski (Erzbistum Lemberg), Erzbischof Józef Teofil Teodorowicz<ref>Eintrag zu Hryhorij Chomyschyn auf catholic-hierarchy.orgVorlage:Abrufdatum (englisch)</ref> (armenische Erzeparchie Lemberg) und Bischof Konstantyn Czechowicz (ruthenische Eparchie Przemysl).

Im Ersten Weltkrieg floh er 1914 nach Wien und kehrte zwei Jahre später zurück. Chomyschyn stand für eine stärkere Orientierung der griechisch-katholischen Kirche an der lateinischen Westkirche: So versuchte er 1916 erfolglos, den Gregorianischen Kalender einzuführen, und verordnete 1920 die Zölibatpflicht für neue Priester.<ref>Ivan Katchanovski, Zenon E. Kohut, Bohdan Y. Nebesio, Myroslav Yurkevich: Historical Dictionary of Ukraine. 2. Auflage, Scarecrow Press, Lanham (MD) u. a. 2013, S. 263–264.</ref>

Im Zuge des Zerfalls der Habsburgermonarchie wirkte Chomyschyn – wie die anderen griechisch-kathischen Bischöfe – an der Ausrufung der Westukrainischen Volksrepublik im November 1918 mit. Diese wurde jedoch bis Mai 1919 von der wiedererrichteten Polnischen Republik erobert, welche Galizien anschließend bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs beherrschte. In den 1930er-Jahren, während des autoritären Sanacja-Regimes in Polen, leitete Chomyschyn die oppositionelle „Ukrainische Katholische Volkspartei“<ref>Andreas Kappeler (Hrsg.): Die Ukraine: Prozesse der Nationsbildung, 2011.</ref>, die in seiner Diözese hohe Wahlergebnisse erreichte.

Weihen

Martyrium und Seligsprechung

Aus Anlass seiner Hirtenbriefe und dem Eintreten für die Einheit der katholischen Ostkirchen wurde Bischof Chomyschyn nach der Besetzung Galiziens durch die Sowjets im Zweiten Weltkrieg verfolgt. Er wurde 1939 von der Geheimpolizei der UdSSR, dem NKWD, arrestiert, gefoltert und verhört. 1945 verschleppte man ihn in das Lukjaniwska-Gefängnis nach Kiew, in dem er auch an den Folgen der Qualen und Leiden am 17. Januar 1947 verstarb.

Er wurde am 27. Juni 2001, gemeinsam mit vierundzwanzig weiteren ehrwürdigen Dienern und Dienerinnen Gottes, von Papst Johannes Paul II. zum Märtyrer und Seligen erklärt.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

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