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Armjansk

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Armjansk
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Wappen von Armjansk
Armjansk (Ukraine)
Armjansk (Ukraine)
Einwohner Zahlenformat
Basisdaten
Staat: UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine
Oblast: Autonome Republik Krim
Rajon: Kreisfreie Stadt
Höhe: 10 m
Fläche: 16,2 km²
Einwohner: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl UA (Fehler: Ungültige Zeitangabe)

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Postleitzahlen: 96012
Vorwahl: +380 6567
Geographische Lage: 46° 7′ N, 33° 41′ O keine Zahl: Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl UAKoordinaten: 46° 6′ 38″ N, 33° 41′ 27″ O
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KATOTTH: UA01140010010085478
KOATUU: 111500000
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt, 3 Dörfer
Verwaltung
Adresse: вул. Сімферопольска 7
96012 м. Армянськ
Armjansk (Krim)
Armjansk (Krim)
i1
Datei:Церковь в Армянске, 2019 (1).jpg
Kirche in Armjansk, 2019

Armjansk ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Stadt in der Ukraine im Norden der Autonomen Republik Krim.

Geographie

Armjansk liegt im äußersten Norden der Halbinsel Krim in der Landenge von Perekop, 133 km nördlich von Simferopol. Nördlich der Stadt verläuft der Nord-Krim-Kanal. Zur Stadtgemeinde zählen auch die Dörfer Woloschyne ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Perekop ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) sowie Suworowe ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).

Bevölkerung

Armjansk hat eine Einwohnerzahl von 22.592.

Nach der Volkszählung von 2001 ist die Bevölkerung folgendermaßen gegliedert:<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Statistikdienst der Republik Krim (Memento vom 10. April 2014 im Internet Archive) (russisch)</ref>

Gruppen Anzahl in Prozent
Russen 14.969 55,7
Ukrainer 09.722 36,2
Krimtataren 00949 03,5
Weißrussen 00299 01,1
Armenier 00094 00,3
Tataren 00087 00,3
Moldauer 00085 00,3
Aserbaidschaner 00082 00,3
Einwohnerentwicklung (für die Stadt)
Jahr 1926193919701989200120072011
Einwohner 2.6703.9758.53224.83324.50822.92222.592

Geschichte

Armjansk wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts durch griechische und armenische Händler, die aus Or Qapı (heute Perekop) stammten, gegründet und kam 1783 zum Russischen Kaiserreich. Der Ort trug bis 1921 auch den krimtatarischen Namen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (russisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), was ‚Armenischer Markt’ bedeutet. Im Russischen Reich gehörte Armjansk zum Gouvernement Taurien, das bis Oktober 1921 bestand. Nach der Oktoberrevolution war Armjansk Teil der ASSR der Krim innerhalb der Russischen SFSR.

Durch Beschluss<ref>The Transfer of the Crimea to the Ukraine (englisch)</ref> des Obersten Sowjets der UdSSR aus Anlass des 300. Jahrestags des Vertrags von Perejaslaw wurde Armjansk zusammen mit der Oblast Krim am 26. April 1954 an die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik angeschlossen. Von 1991 bis 2014 war Armjansk Teil der unabhängigen Ukraine. 1968 bekam Armjansk den Status einer Siedlung städtischen Typs, seit 1993 hat sie das Stadtrecht und steht unter Oblastverwaltung.

Seit der Besetzung und Annexion der Krim im Februar und März 2014 ist die Halbinsel de facto unter Kontrolle der Russischen Föderation, völkerrechtlich gehört die Krim weiterhin zur Ukraine.<ref>71/205. Die Menschenrechtssituation in der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sewastopol (Ukraine). Vereinte Nationen, Resolution der Generalversammlung, verabschiedet am 19. Dezember 2016.</ref>

Am 24. Februar 2022 begannen russische Streitkräfte auf Befehl von Staatspräsident Putin den Überfall auf die Ukraine. Im Herbst 2022 eroberten ukrainische Soldaten in einer Gegenoffensive erhebliche Teile des zuvor verlorenen Terrains zurück. Die russischen Streitkräfte bauten daraufhin während des Winters ausgedehnte Verteidigungslinien. 3,5 km nördlich von Armjansk bauten sie eine 9 km lange ausgeklügelte Verteidigungslinie.<ref>Latest Defence Intelligence update on the situation in Ukraine - 21 June 2023 (Verteidigungsministerium des Vereinigten Königreichs)</ref>

Wirtschaft

Größter Arbeitgeber der Stadt ist der Staatsbetrieb {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), welcher Titan(IV)-oxid (TiO2), Schwefelsäure und Düngemittel produziert. Dazu gibt es auch noch ein Stahlbetonwerk.

Chemieunfall

Im August 2018 kam es zu einem Chemieunfall mit massivem Austritt von Schwefelsäure aus der Titanfabrik „Krimski Titan“. Einwohner berichteten bereits im August über eine ungewöhnliche Luftverschmutzung und eine ölige Substanz, die sich auf Zäunen, Dächern und Autos ablagerte. Bäume verloren ihre Blätter und Pflanzen gingen ein. Den Berichten und Anzeichen zum Trotz dementierte die von Russland eingesetzte Regierung bis Anfang September, dass es Probleme gebe.<ref>Krim: Tausende Menschen nach vertuschtem Chemieunglück evakuiert. In: Spiegel Online, 7. September 2018.</ref><ref>Behörden vertuschten wochenlang Chemieunfall auf der Krim. In: N-tv, 6. September 2018.</ref> In nahegelegenen Krankenhäusern wurde eine große Zahl von Patienten mit Atemproblemen und chemischen Verbrennungen behandelt. Die russischen Behörden bestanden weiter darauf, dass der Kontakt mit den entwichenen chemischen Stoffen kein Gesundheitsrisiko darstelle. Im September unternahm Russland schließlich „vorbeugende Maßnahmen“ und evakuierte über 4.000 Kinder aus Armjansk.<ref>Russia evacuates children as Crimea town 'coated in rust. In: BBC, 6. September 2018.</ref> Nach russischen Medienberichten wurden über 20.000 Menschen dem Schwefeldioxid ausgesetzt. Russische Behörden vermuten, dass die Fabrik nicht genug Wasser hatte, um den Schwefelsäurespeicher mit einer schützenden Wasserschicht zu bedecken und die Chemikalien zu binden. Moskau sieht die Wasserknappheit auf der Krim als Ursache.<ref>When the humidity rises, your skin burns': Gas leak causes evacuations in Crimea as Russia and Ukraine trade blame. In: The Washington Post, 7. September 2018.</ref><ref>Crimea: Mysterious chemical incident evokes memories of Chernobyl disaster. In: Deutsche Welle, 6. September 2018.</ref> Vor der Annexion erhielt die Krim bis zu 85 Prozent der benötigten Wasserlieferungen über den Nord-Krim-Kanal im Süden der Ukraine. Seit der russischen Besetzung 2014 übernimmt die Ukraine die Wasserversorgung der Krim nicht mehr.<ref>J. Kusznir: Russische Infrastrukturprojekte auf der Krim – eine Bestandsaufnahme. In: Ukraine-Analysen. Nr. 201, Mai 2018.</ref> Gemäß dem vierten Genfer Abkommen (Artikel 55 und 56) ist es Aufgabe der Besatzungsmacht, die besetzten Gebiete mit lebensnotwendigen Gütern wie Wasser zu versorgen.<ref></ref><ref>The northern Crimea is turning into new Chernobyl. In: Medium, 10. September 2018.</ref>

Im Oktober 2018 beschwerten sich die Einwohner von Armjansk und Menschen aus benachbarten Orten wieder über den Austritt von Chemikalien aus der Titanfabrik und berichteten über Symptome wie Hautverfärbungen, angeschwollene Augen, starke Hustenanfälle und Säuregeschmack im Mund. Die Stadtverwaltung sagte, dass die ökologische Situation stabil sei. Einwohner, die mit Journalisten sprachen und ein Treffen mit der Regierung forderten, wurden im staatlichen Fernsehen und von der Stadtverwaltung der Eigenwerbung und Destabilisierung beschuldigt und als ukrainische Handlanger beschrieben. Die Polizei ermahnte die Einwohner, dass Versammlungen nicht ohne vorherige Genehmigung stattfinden dürften.<ref>«Самопиар» на катастрофе (dt. „«Eigenwerbung» auf dem Rücken einer Katastrophe“). In: Nowaja Gaseta, 12. Oktober 2018.</ref>

Weblinks

Commons: Armjansk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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