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Regine Kahmann

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 28. März 2024 um 05:52 Uhr durch imported>Xwhan1987 (Ehrungen und Auszeichnungen).
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Regine Kahmann (* 20. Oktober 1948 in Staßfurt, Sachsen-Anhalt)<ref name="RKU">Neu im Universitätsrat: Prof. Regine Kahmann. Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 26. November 2001, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. Dezember 2001; abgerufen am 31. März 2012.</ref> ist eine deutsche Mikrobiologin und Direktorin am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg. Sie erforscht molekulare Grundlagen von Pflanzenkrankheiten und entschlüsselte unter anderem, wie die Inversion bestimmter bakterieller DNA-Abschnitte die Infektion von Bakterien durch den Phagen Mu beeinflusst.

Beruflicher Werdegang

Nach dem Abitur an der Lessingschule in Uelzen im Jahre 1967 studierte Kahmann bis 1972 an der Georg-August-Universität Göttingen Biologie mit Schwerpunkt Mikrobiologie.<ref name="RKU" /> Im Anschluss promovierte sie von 1972 bis 1974 am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik und der Freien Universität Berlin mit dem Thema Die Struktur von SPP1 DNA nach Transfektion von B. subtilis.<ref name="Academia">Prof. Dr. Regine Kahmann. In: AcademiaNet. Spektrum der Wissenschaft Verlagsgesellschaft, abgerufen am 31. März 2012.</ref> Als Postdoc ging sie ans bekannte Cold Spring Harbor Laboratory in den USA und wurde dort 1976 Junior Group Leader. Von 1980 bis 1982 arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried.<ref name="MPI">Prof. Dr. Regine Kahmann. Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. März 2012; abgerufen am 24. März 2024.</ref> Danach übernahm sie von 1982 bis 1986 die Leitung einer selbstständigen Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin und dann von 1987 bis 1992 die Leitung einer selbstständigen Arbeitsgruppe am Institut für Genbiologische Forschung in Berlin.<ref name="Academia" /> 1992 kehrte sie nach München zurück und wurde Professorin für Genetik am Institut für Genetik und Mikrobiologie der Ludwig-Maximilians-Universität.<ref name="RKU" /> Seit Januar 2000 ist Prof. Kahmann wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Direktorin am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg, seit April 2001 auch Professor für Genetik an der Philipps-Universität Marburg.<ref name="MPI" />

Forschungsschwerpunkte

Kahmann arbeitet auf dem Gebiet der molekularen Grundlagen von Pflanzenkrankheiten.<ref name="TUM">Regine Kahmann wird Ehrenprofessorin der TU München. In: Pressemitteilung. TU München, 10. November 2011, abgerufen am 31. März 2012.</ref> Sie untersucht u. a., wie Mikroben und Viren andere Zellen infizieren und welche Gene diese Attacken beeinflussen.<ref name="bionet">Regine Kahmann: Kolbenfresser verstehen. In: biotechnologie.de. Bundesministerium für Bildung und Forschung, 21. März 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Mai 2012; abgerufen am 31. März 2012.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.biotechnologie.de</ref> „In ihren Arbeiten zum Phagen Mu – einem Virus, der eine ganze Reihe Bakterienspezies befällt – konnte Regine Kahmann unter anderem zeigen, dass die Entscheidung, welcher Wirt infiziert werden kann, durch Inversion eines bestimmten DNA-Abschnitts reguliert wird. Die Inversion wird durch sogenannte ortsspezifische Rekombination bewerkstelligt. Regine Kahmann konnte zeigen, dass dieser Prozess neben der eigentlichen Rekombinase durch das FIS-Protein des Bakterienwirts stimuliert wird. Die Aufklärung des Stimulationsmechanismus gilt international als wissenschaftliche Meisterleistung.“<ref name="Mendel">Leopoldina ehrt die Molekularbiologin Regine Kahmann mit der Mendel Medaille. In: Pressemitteilung. Leopoldina, 13. September 2011, abgerufen am 31. März 2012.</ref>

Der zweite große Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung des Infektionsmechanismus eines parasitären Pilzes (Maisbeulenbrand (Ustilago maydis)), der Tumoren auf Maispflanzen hervorruft.<ref name="bionet" /> Ihre Forschungen machen „Hoffnung, in Zukunft zu neuen Strategien bei der Bekämpfung von Pflanzenschädlingen zu gelangen“.<ref name="Mendel" />

Ehrungen und Auszeichnungen

Akademie-Mitgliedschaften

Preise und Auszeichnungen

Literatur

  • R. Dean, J. A. L. van Kan, Z. A. Pretorius, K. E. Hammond-Kosack, A. Di Pietro, P. Spanu, J. J. Rudd, M. Dickman, R. Kahmann, J. Ellis, G. Foster: The Top 10 fungal pathogens in molecular plant pathology. In: Mol Plant Pathol. 2012 Mar 6. doi:10.1111/j.1364-3703.2012.2011.00783.x.
  • A. Fernandez-Alvarez, M. Marin-Menguiano, A. Jimenez-Martin, A. Elias-Villalobos, A. J. Perez-Pulido, D. Lanver, S. Reissmann, R. Kahmann, J. I. Ibeas: Identification of O-mannosylated Virulence Factors in Ustilago maydis. In: PLoS Pathog. 8(3), 2012, S. e1002563. doi:10.1371/journal.ppat.1002563
  • A. Djamei, K. Schipper, F. Rabe, A. Ghosh, V. Vincon, J. Kahnt, S. Osorio, T. Tohge, A. R. Fernie, I. Feussner, K. Feussner, P. Meinicke, Y. Stierhoff, H. Schwarz, B. Macek, M. Mann, R. Kahmann: Metabolic priming by a secreted fungal effector. In: Nature. 478, 2011, S. 395–398.
  • L. M. Voll, R. J. Horst, A. M. Voitsik, D. Zajic, B. Samans, J. Pons-Kühnemann, G. Döhlemann, S. Münch, R. Wahl, A. Molitor, J. Hofmann, A. Schmiedl, F. Waller, H. B. Deising, R. Kahmann, J. Kämper, K.-H. Kogel, U. Sonnewald: Common motifs in the response of cereal primary metabolism to fungal pathogens are not based on similar transcriptional reprogramming. In: Frontiers in Plant Sci. 2, 2011, S. 39. doi:10.3389/fpls.2011.00039.
  • G. Doehlemann, S. Reissmann, D. Aßmann, M. Fleckenstein, R. Kahmann: Two linked genes encoding a secreted effector and a membrane protein are essential for Ustilago maydis-induced tumour formation. In: Mol. Microbiol. 81(3), 2011, S. 751–766.
  • L. Wang, P. Berndt, X. Xia, J. Kahnt, R. Kahmann: A seven-WD40 protein related to human RACK1 regulates mating and virulence in Ustilago Maydis. In: Mol Micro. 81, 2011, S. 1484–1498.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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