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Karin Lischka

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Datei:20160526 Fotoprojekt Oesterreichischer Film Karin Lischka IMG 5678 LR10 by Stepro.jpg
Karin Lischka (2016)

Karin Lischka (* 16. Juni 1979 in Wien) ist eine österreichische Schauspielerin. Bekanntheit erlangte sie durch die weibliche Hauptrolle im österreichischen Spielfilm Atmen (2011).

Leben

Die Tochter eines Juristen und einer Finanzbuchhalterin wuchs in Wien mit ihrer jüngeren Schwester auf. Nach der Matura studierte Karin Lischka von 1998 bis 2002 an der Konservatorium Wien Privatuniversität Schauspiel und musikalisches Unterhaltungstheater<ref>Karin Lischka bei Filmmakers, abgerufen am 25. Januar 2022</ref>. Ihr erstes Engagement führte sie noch während ihrer Ausbildung zu den Festspielen Reichenau. Dort debütierte sie 2001 als „Zwergin“ in einer Dramatisierung des „Zauberbergs“ (Thomas Mann) von Hermann Beil und Vera Sturm.

Nach ihrem Studium wurde Lischka 2003 an das Theater in der Josefstadt unter der Leitung von Hans Gratzer als festes Ensemblemitglied engagiert. Dort sah man sie u. a. als „Sepherl“ in „Mann,Frau,Kind oder Der Tod am Hochzeitstage“ (Johann Nestroy) und als „Salchen“ in „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ (Ferdinand Raimund). 2005 wechselte Lischka an das Wiener Burgtheater. Dort stand sie u. a. in den Inszenierungen „Area 7“ von Christoph Schlingensief und „Zu ebener Erde und erster Stock“ von Anselm Weber auf der Bühne.

Zusätzlich zu ihren fixen Engagements spielte Lischka bei den Festspielen Reichenau, den Wiener Festwochen und am Theater der Jugend, der Volksoper und am Stadttheater Klagenfurt. Parallel zu ihren Theaterrollen wirkte die Schauspielerin auch in einigen Fernsehproduktionen mit.

Die erste Filmhauptrolle übernahm Lischka 2011 in dem Kinofilm Atmen von Karl Markovics. Atmen feierte seine Premiere 2011 bei den 64. Internationalen Filmfestspiele von Cannes in einer Nebenreihe.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Quinzaine des réalisateurs (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. Juni 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.quinzaine-realisateurs.com</ref> Der Film wurde dort mit dem Label Europa Award ausgezeichnet.<ref>"Atmen" begeistert Cannes. Auf: oe1.orf.at, 8. April 2017, zuletzt abgerufen am 24. April 2025.</ref> Das „wortkarge, dokumentarisch anmutende Sozialdrama“<ref name="Munzinger">Wach, Alexandra: Atmen. In: film-dienst 25/2011 (abgerufen via Munzinger Online).</ref> wurde von der Kritik gefeiert und auf mehr als 60 Filmfestivals gezeigt. Der vielfach preisgekrönte Film wurde auch als österreichischer Kandidat für den besten fremdsprachigen Film bei der Oscarverleihung 2012 ausgewählt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />filmandmusicaustria.at: ATMEN - österreichischer Kandidat für den Auslandsoscar (Memento vom 27. Juli 2012 im Internet Archive)</ref>

Auch Lischkas schauspielerische Leistung als „Margit Kogler“, eine viel zu junge Mutter, die von ihrem entfremdeten Sohn Roman (Thomas Schubert) nach Jahren aufgesucht wird, wurde von der internationalen Kritik positiv aufgenommen. So schrieb etwa der Hollywoodreporter über ihre Rolle: “There are gentle moments that indicate Roman’s consideration of what a life outside might be like, … When he does eventually meet his mother (Karin Lischka), the encounter and those that follow seem promising, deflating, illuminating and perplexing all at once.”<ref>Breathing (Atmen): Cannes 2011 Review. In: hollywoodreporter.com. The Hollywood Reporter, abgerufen am 15. Dezember 2015.</ref>

In der Filmkritik über den Film „Atmen“ hieß es in der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“: „…Margit Kogler erscheint in keinem Moment als eine dieser aushäusigen, selbstverwirklichten, stumpfen oder sonstwie aus dem Ruder gelaufenen Mütter, denen vom deutschsprachigen Film regelmäßig aufgebürdet wird, was in der Geschichte jemals schief gelaufen ist…“.<ref>Sabine Horst: Filmdrama „Atmen“: Lohnende Suche nach dem Guten im Einzelnen In: zeit.de, 6. Dezember 2011, zuletzt abgerufen am 24. April 2025.</ref> Nach dem Erfolg von Atmen konzentriert sich Lischka weiter auf Film- und Fernsehproduktionen. Nach ihrem Kinodebüt wirkte sie u. a. in diversen Fernsehserien „Schnell ermittelt“, „Die Detektive“, „SOKO Donau“, „Cop Stories“ und Filmen wie „Käthe Kruse“ (Regie: Franziska Buch), „Das Attentat – Sarajevo 1914“ (Regie: Andreas Prochaska), „Tod in den Bergen“ (Regie: Nils Willbrandt), und „Spuren des Bösen: Wut“ mit Heino Ferch mit. Seit 2015 spielte sie außerdem „Gudrun Oberhauser“ in der Serie „Vier Frauen und ein Todesfall“ (Regie: Andreas Kopriva / Wolfgang Murnberger). 2018 war sie in der BBC-Serie „Vienna Blood – Die letzte Séance“ unter der Regie von Robert Dornhelm zu sehen. 2022 wirkte sie im Film „Lieber Kurt“ von Til Schweiger in einer Nebenrolle mit und spielte in der Serie „Club Las Piranjas“ (Regie: Sven Unterwaldt) mit Hape Kerkeling auf Mauritius im Hauptcast.

Karin Lischka lebt mit ihrem Partner, dem Schauspieler Andreas Lust, und ihrer 2020 geborenen Tochter in Wien.<ref>Stefanie Weichselbaum: Schauspielerin Karin Lischka über „Tatort“-Kritik und Dreharbeiten mit Hape Kerkerling. In: kurier.at, 28. Oktober 2023, abgerufen am 24. April 2025.</ref>

Filmografie

Datei:Atmen Premiere Wien 2011 g Karin Lischka.jpg
Karin Lischka bei der Premiere von Atmen (2011)
Datei:Österreichischer Filmpreis 2012, photo call, Karin Lischka - Thomas Schubert.jpg
Karin Lischka mit ihrem Atmen-Schauspielkollegen Thomas Schubert (2012)

Theaterrollen (Auswahl)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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