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Kuhzer See

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Kuhzer See
Datei:18-06-06-Kuhzer See RRK3609.jpg
Kuhzer See von Westsüdwest gesehen
Geographische Lage Uckermark, Brandenburg, Deutschland
Zuflüsse keine
Abfluss keiner
Inseln Kohlwerder
Daten
Koordinaten 53° 12′ 58″ N, 13° 39′ 6″ OKoordinaten: 53° 12′ 58″ N, 13° 39′ 6″ O
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Fläche 2,2 km²<ref name="urlaubsangler" />
Länge 3,2 km
Breite 2,9 km
Maximale Tiefe 9 m<ref name="urlaubsangler" />

Der Kuhzer See ist ein Faltensee in der Gemeinde Boitzenburger Land in der Uckermark.

Lage

Datei:Kuhz Ruhhof Pappelwerder Urmesstischblatt 2747-1825.png
Kuhzer See, nördlicher Teil, Urmesstischblatt von 1825

Der See legt südlich von Kuhz, westlich von Haßleben zwischen Templin und Prenzlau.

Naturräumliche Beschreibung

Der See ist etwa 220 Hektar groß und bis zu neun Meter tief. Er speist einen der langen Bäche zum Havel­zufluss Templiner Gewässer, hat aber keine direkte Verbindung zu anderen Seen. (Der nächste See ist der etwa ein Kilometer entfernte Große Trebowsee.<ref name="urlaubsangler"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kuhzer See (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. August 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.urlaubsangler.de</ref>) Der Kuhzer See ist in mehrere längliche Arme (Lanken) mit Buchten gegliedert: Schulzenort (nordöstliche Bucht), Schwalbenlanke (Süden), Fauler See, Mittenwaldsche Lanke (Süden), Prediger Lanke und Haßlebensche Lanke (Südosten).

Der Kuhzer See ist der einzige Faltensee in der Uckermark. Dieser sehr seltene Seentyp entstand in der Eiszeit durch Zusammenschieben von vorherigen Grundmoränen durch zeitlich spätere Gletscher.<ref>Boitzenburg Eiszeitstraße, unterer Abschnitt </ref>

Im Kuhzer See gibt es zahlreiche Fischarten, wie Karpfen, Aale, Zander, Barsche und einige Weißfischarten. Das Ufer ist meist von Schilf bewachsen, es wachsen dort einige seltene Pflanzen.

Datei:Templiner Gewässer.png
Kuhzer See mit Abflussweg zum Templiner Gewässer

Geschichte

Der See entstand in der Eiszeit. Von 1239 ist eine Erwähnung als Güds erhalten, früher als das gleichnamige Dorf. Im 13. und 14. Jahrhundert stand auf einer Halbinsel bei Kuhz eine kleine Turmhügelburg (ca. 20 m × 40 m), in der die Herren von Kuhz saßen (1292 Johannes de Kouz).<ref>Kerstin Kirsch: Slawen und Deutsche in der Uckermark, 2004, S. 422; auch in Kuhz Burgen in Berlin und Brandenburg </ref>

Zu DDR-Zeiten gab es in Haßleben die größte Schweinemastanlage des Landes, deren Ausflüsse den Kuhzer See so stark beeinträchtigten, dass dieser zeitweise umkippte.<ref name="Umweltschäden"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref>

Literatur

  • Heinz-Dieter Krausch, Werner Schmidt: Das Feldberger Seengebiet. Ergebnisse der landeskundlichen Bestandsaufnahme in den Gebieten Feldberg, Fürstenwerder, Thomsdorf und Boitzenburg (= Werte der deutschen Heimat, Band 57). Böhlau, Weimar 1997, ISBN 3-7400-0936-5; mit Beschreibung des Sees

Einzelnachweise

<references />

Weblink