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Thomas Jessell

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Thomas Michael Jessell (* 2. August 1951 in London; † 28. April 2019<ref>Todesanzeige</ref><ref name="columbia-190430">Thomas Jessell, prominent neuroscientist and former director of the Zuckerman Mind Brain Behavior Institute, is dead. In: columbiaspectator.com. 30. April 2019, abgerufen am 29. Mai 2020.</ref>) war ein britischer Entwicklungs- und Neurobiologe am Kavli Institute for Brain Science an der Columbia University in New York City.

Leben

Jessell erwarb am Chelsea College der University of London einen Abschluss in Pharmakologie und 1977 an der britischen University of Cambridge einen Ph.D. in Neuropharmakologie mit einer Arbeit über die Substanz P. Als Postdoktorand arbeitete er unter anderem bei Gerald Fischbach an der Harvard Medical School. 1981 erhielt Jessell eine erste Professur (Assistant Professor) für Neurobiologie an der Harvard University in Cambridge, Massachusetts. Dort war er unter anderem Doktorvater von Thomas Reardon. Ab 1985 war er Professor an der Columbia University in New York City und forschte dort zusätzlich für das Howard Hughes Medical Institute (HHMI).

Wirken

Jessells Forschungen revolutionierten das Verständnis von der Entwicklung des zentralen Nervensystems von Vertebraten auf molekularer Ebene. Er konnte zeigen, wie Zellen in verschiedenen Teilen des Embryos auf eine bestimmte Position im Körper festgelegt werden und wie sich die dann als Nervenzellen festgelegten Zellen je nach Position unterschiedlich verhalten. Damit trug er wesentlich zur Aufklärung der Entstehung schwerer angeborener Fehlbildungen des Gehirns und des Rückenmarks bei. Jessell schlug eine Brücke zwischen Entwicklungsbiologie und Neurobiologie. Er gehörte zu der internationalen Gruppe von Forschern, die die drei Säugetier-Gene identifizierten, die für Proteine des Hedgehog-Signalwegs codieren (sonic hedgehog, indian hedgehog und desert hedgehog).

Auszeichnungen (Auswahl)

Schriften (Auswahl)

Literatur

  • Who’s Who 2012. 164. Auflage. A & C Black, London 2011, ISBN 978-1-4081-4229-5, S. 1206.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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