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Irene Cadurisch

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Irene Cadurisch Vorlage:SportPicto
Datei:Biathlon European Championships 2017 Sprint Women 1771.JPG
Verband SchweizDatei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz
Geburtstag 23. Oktober 1991 (34 Jahre)
Geburtsort Samedan, Schweiz
Karriere
Beruf Grenzwächterin
Verein SC Maloja, SC Gardes-Frontière
Trainer Andreas Kuppelwieser
Aufnahme in das
Nationalkader
2008
Debüt im Europacup 2008
Debüt im Weltcup 2012
Status zurückgetreten
Medaillenspiegel
SM-Medaillen 2 × Goldmedaille 4 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
 Schweizer Meisterschaften
Silber 2014 Ulrichen Sprint
Bronze 2014 Ulrichen Massenstart
Silber 2015 Lantsch/Lenz Sprint
Silber 2015 Lantsch/Lenz Massenstart
Gold 2016 Realp Sprint
Gold 2016 Realp Massenstart
Silber 2021 Realp Sprint
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 49. (2020/21)
Einzelweltcup 24. (2020/21)
Sprintweltcup 51. (2020/21)
Verfolgungsweltcup 56. (2020/21)
letzte Änderung: 31. März 2026

Irene Cadurisch (* 23. Oktober 1991 in Samedan) ist eine ehemalige Schweizer Biathletin. Sie nahm an drei Olympischen Winterspielen teil und wurde 2018 in Pyeongchang Achte im Sprint.

Karriere

Irene Cadurisch bestritt ihre ersten internationalen Rennen 2007 im Europacup der Juniorinnen, dem späteren IBU-Cup. Erste internationale Meisterschaften wurden die Juniorenweltmeisterschaften 2008 in Ruhpolding, bei denen die Schweizerin 58. des Einzels, 45. des Sprints, 43. des Verfolgungsrennens und mit Elisa Gasparin und Stephanie Schnydrig 13. des Staffelrennens wurde. Es dauerte einige Zeit, bis Cadurisch in Oberhof bei den Juniorenrennen der Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften 2009 bei den Wettkämpfen auf Rollski 25. des Sprints, 13. der Verfolgung und Neunte im Staffelwettbewerb wurde. Es dauerte erneut etwa anderthalb Jahre, bis sie im Rahmen der Juniorenweltmeisterschaften 2011 in Nové Město na Moravě erneut bei einem Grossereignis zum Einsatz kam. Cadurisch wurde 45. des Einzels, 40. des Sprints, 18. der Verfolgung sowie mit Gasparin und Schnydrig Staffelsechste. Daran schlossen sich die Juniorinnenrennen bei den Europameisterschaften 2011 in Ridnaun an, bei denen die Schweizerin die Ränge sieben im Einzel, 21 im Sprint, 22 in der Verfolgung und mit Schnydrig, Mario Dolder und Serafin Wiestner fünf im Mixed-Staffelrennen erreichte. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2012 in Kontiolahti wurde sie Zehnte im Sprint, 21. in Sprint und Verfolgung sowie Achte im Staffelrennen. Cadurisch ist mehrfache Titelträgerin und Medaillengewinnerin bei Schweizer Jugend- und Juniorinnenmeisterschaften.

2008 bestritt Cadurisch ihre ersten Rennen im IBU-Cup der Frauen und gewann als 35. eines Einzels sofort Punkte. In Ridnaun erreichte sie mit einem 12. Platz in einem Einzel ihr bislang bestes Resultat in der Rennserie. In Oberhof kam sie 2012 zu ihrem ersten Einsatz im Weltcup und wurde 69. des Sprints. Erste internationale Meisterschaften bei den Frauen wurden die Weltmeisterschaften 2012 in Ruhpolding, wo Cadurisch mit Elisa sowie Selina Gasparin und Patricia Jost mit der Schweizer Staffel überrundet und 21. wurde. Es war die erste WM-Teilnahme einer Frauenstaffel aus der Schweiz. Nach Saisonende stieg Cadurisch in den B-Kader auf. 2013/14 kam sie neunmal im Weltcup zum Einsatz und konnte in Pokljuka mit den Plätzen 19 und 29 in Sprint und Verfolgung ihre ersten Weltcuppunkte sammeln. Schon zuvor nahm sie an den Olympischen Winterspielen 2014 im russischen Sotschi teil. Das Einzelrennen beendete Cadurisch auf Rang 36. In der Staffel erreichte sie gemeinsam mit den Gasparin-Schwestern Selina, Elisa und Aita als Schlussläuferin den achten Rang.

Zur Saison 2014/15 kam Irene Cadurisch in den Schweizer A-Kader, gehörte allerdings nur an vier Wochenenden dem Weltcupteam an und holte keine Weltcuppunkte. Dies änderte sich in der Saison 2015/16. Cadurisch nahm an sieben Weltcupwochenenden teil, lief wieder Punkte ein und war festes Mitglied der Schweizer Damenstaffel. Im März krönte sich Cadurisch in Realp ausserdem zur zweifachen Schweizer Biathlonmeisterin. Nachdem sie den vorolympischen Winter fast ausschliesslich im IBU-Cup verbracht hatte, war Cadurisch 2017/18 eine feste Grösse im Weltcupteam. Zu einem Höhepunkt wurden die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang in Südkorea. Im Sprint wurde Cadurisch mit einem Schiessfehler Achte – ihre erste Top-10-Platzierung in der ersten Liga des Biathlons. Sie war beste Schweizerin und liess Olympiasiegerinnen wie Darja Domratschawa und Anastasiya Kuzmina hinter sich. In der darauffolgenden Verfolgung fiel Cadurisch auf Rang 16 zurück. Am Ende der Spiele durfte sie ihren ersten Massenstart überhaupt laufen. Sie wurde mit vier Fehlern 28. In der Damenstaffel wurde sie mit Elisa Gasparin, Lena Häcki und Selina Gasparin – erneut als Schlussläuferin – Sechste. Alles in allem waren die Olympischen Spiele für Cadurisch also sehr erfolgreich, da sie durchgehend überdurchschnittliche Ergebnisse erzielte.

Im darauffolgenden Sommer unterzog Cadurisch sich einer Operation am Zeh. Infolgedessen und eines Infekts beendete sie die folgende Saison vorzeitig Ende Februar,<ref>Cadurisch beendet Biathlon-Saison. suedostschweiz.ch, 28. Februar 2019, abgerufen am 10. März 2025.</ref> nachdem sie nur zwei IBU-Cup-Rennen beendet und ein Weltcup-Rennen abgebrochen hatte. Erst in der übernächsten Saison gelang es Cadurisch, wieder regelmässig im Weltcup zu laufen. In jener Saison erzielte sie auch ihr bestes Ergebnis im Gesamtweltcup mit Rang 49. Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2021 in Pokljuka wurde Cadurisch im Einzelrennen Achte und in der Single-Mixed-Staffel gemeinsam mit Benjamin Weger Neunte. Somit holte sie ihre beiden besten Einzelergebnisse bei Grossveranstaltungen. 2022 nahm sie an den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking teil. Als Startläuferin der Damenstaffel brach sie dort allerdings in ihrer Schlussrunde mit Kreislaufproblemen zusammen.<ref>Olympia 2022 - Biathlon: Irene Cadurisch bricht in der Frauen-Staffel zusammen - Schweizerin abtransportiert. eurosport.de, 16. Februar 2022, abgerufen am 10. März 2025.</ref>

In der Folge bestritt Cadurisch fast zwei Jahre keine Wettkämpfe. Seit Januar 2024 war sie wieder im IBU-Cup im Einsatz. Am 17. Dezember 2025 gabs ie ihren Rücktritt vom aktiven Leistungssport bekannt. Ihr letztes internationales Rennen war der Engadin Skimarathon am 8. März 2026.<ref>Andrea Gutgsell: Ich habe in meiner Karriere alles gegeben. In: Engadiner Post. Engadiner Post/Posta Ladina, St. Moritz, 9. März 2026, abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Statistik

Weltcupplatzierungen

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschliesslich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschliesslich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschliesslich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz  
2. Platz  
3. Platz  
Top 10 1 1 9 11
Punkteränge 2 7 6 1 25 41
Starts 13 39 18 1 26 97
Stand: 8. März 2026

Olympische Winterspiele

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Sprint Verfolgung Einzel Massenstart Damenstaffel Mixedstaffel
Olympische Winterspiele 2014 Olympische Winterspiele | RusslandDatei:Flag of Russia.svg Sotschi 36. 8.
Olympische Winterspiele 2018 Olympische Winterspiele | Korea SudDatei:Flag of South Korea.svg Pyeongchang 8. 16. 28. 6.
Olympische Winterspiele 2022 Olympische Winterspiele | China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Peking DNF

Weltmeisterschaften

Ergebnisse bei den Weltmeisterschaften:

Weltmeisterschaften Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixedstaffel Single-Mixedstaffel
Jahr Ort
2012 DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Ruhpolding 21.
2016 NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Oslo 73. 46. 51. 16.
2021 SlowenienDatei:Flag of Slovenia.svg Pokljuka 8. 9.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />