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Westminster Theological Seminary

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Westminster Theological Seminary
Motto ΠΑΣΑ Η ΒΟΥΛΗ ΤΟΥ ΘΕΟΥ (Griechisch)

Deutsch = Der ganze Wille/Ratschluss Gottes

Gründung 1929 (Kalifornien: 1980/1982<ref>Westminster Seminary California: Our History, Website wscal.edu (englisch, abgerufen am 3. Mai 2025)</ref>; Texas: 1993/2009<ref>Redeemer Seminary: A brief History, Website redeemersem.org (englisch, abgerufen am 3. Mai 2025)</ref>)
Trägerschaft privat
Ort Glenside, Pennsylvania (Escondido, Kalifornien; Dallas, Texas)
Land USA
Leitung Peter Lillback
Studierende 613<ref>Statement of Accreditation Status. Western Association of Schools and Colleges, 2011, abgerufen am 14. April 2011.</ref>
Jahresetat unbekannt
Website Westminster Theological Seminary

Das Westminster Theological Seminary ist seit 1929 ein presbyterianisches und reformiertes Theologisches Seminar in Glenside, Pennsylvania, eine christliche Hochschule mit einem Ableger in London und seit 1980 im kalifornischen Escondido.<ref>History Westminster Seminary California (englisch)</ref> Alle Kuratoren und Mitglieder der Fakultät müssen ihr Einverständnis mit der theologischen Sicht erklären, wie sie im Bekenntnis von Westminster, dem großen und dem kleinen Westminster Katechismus – den drei lehrmäßigen Hauptdokumenten vieler presbyterianischer Denominationen – dargelegt ist.<ref>Board Affirmations and Denials. (PDF; 50 kB) Westminster Theological Seminary, 3. Dezember 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. März 2012; abgerufen am 21. August 2011.</ref> Das Westminster Seminary UK in Newcastle upon Tyne ist auch ein presbyterianisches theologisches Seminar, das jedoch geschichtlich, geografisch und organisatorisch nicht direkt mit dem Westminster Theological Seminary verbunden ist.<ref>Westminster Seminary UK: Rooted in Truth, Equipped to Serve, Website westminsterseminaryuk.org (englisch, abgerufen am 3. Mai 2025)</ref>

Geschichte

Datei:Machen Hall, Westminster Theological Seminary, Glenside PA 01.JPG
Die John Gresham Machen Memorial Hall

Die theologische Hochschule wurde 1929 in einer Wohnung in Philadelphia ins Leben gerufen, hauptsächlich unter der Führung und durch die Finanzierung des Neutestamentlers John Gresham Machen und seiner Freunde Robert Dick Wilson, Oswald T. Allis und Cornelius Van Til.<ref>George M. Marsden: Reforming Fundamentalism: Fuller Seminary and the New Evangelicalism. B. Eerdmans Publishing, 1995, S. 33 (google.com).</ref><ref>https://www.challies.com/articles/the-false-teachers-harry-emerson-fosdick/ Tim Challies: The False Teachers: Harry Emerson Fosdick, Website challies.com, 26. März 2014.</ref> Nach 23 Jahren Lehrtätigkeit am Princeton Theological Seminary trat er dort zurück, weil er dessen liberale Ausrichtung nicht mehr mittragen konnte. Denn er hatte eine Ausbildungsstätte vor Augen, die eine christuszentrierte, an der Bibel und den reformierten Bekenntnissen orientierte Theologie verfolgte, praxisbezogen und von hochstehender Bildung war.<ref>David Jäggi: Fundamentalismus contra "Neo-Orthodoxie". Francis Schaeffers theologische Prägung, sein Anliegen und die daraus resultierende Kritik an der Lehre von Karl Barth. Logos, Berlin 2013, ISBN 978-3-8325-3430-1, S. 54 ff.</ref> Obwohl unabhängig von der Orthodoxen Presbyterianischen Kirche, die von Machen 1936 mitbegründet wurde, unterhielt sie lange Zeit eine enge Beziehung mit ihr. Der erste Präsident der Hochschule war Edmund Clowney, der sein Amt von 1966 bis 1984 ausübte. Seine Amtsnachfolger waren George Fuller and Samuel T. Logan.

Im Jahr 1980 begann sich das Seminar geografisch in den Westen der USA auszudehnen. Der kalifornische Zweig von Westminster wurde 1982 unabhängig unter dem Namen Westminster Seminary California.<ref>Westminster Seminary California: Our History, Website wscal.edu (englisch, abgerufen am 3. Mai 2025)</ref> Im Jahr 1993 wurden erste Studien im texanischen Dallas angeboten, 2009 folgte die Etablierung des eigenständigen Redeemer Theological Seminary auf dem Areal der Park Cities Presbyterian Church.<ref>Redeemer Seminary: A brief History, Website redeemersem.org (englisch, abgerufen am 3. Mai 2025)</ref>

Datei:Peter Lilliback.jpg
Peter Lillback, Präsident von Westminster

Der jetzige Präsident Peter Lillback ist auch als Professor für Historische Theologie (Kirchen- und Dogmengeschichte) tätig.<ref>Faculty Profile: Peter Lillback. Westminster Theological Seminary, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. Dezember 2013; abgerufen am 21. August 2011.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wts.edu</ref> Schwerpunkte der Ausbildung im 21. Jahrhundert sind eine exegetisch begründete systematische und historische Theologie, biblische Beratung, „präsuppositionelle“ Apologetik, christuszentrierte Hermeneutik und Predigt.<ref>Our History: Building on a rich legacy of faithfulness. Website wts.edu (englisch)</ref>

Akkreditierung

Westminster wurde 1986 von der Association of Theological Schools in the United States and Canada akkreditiert.<ref name="ATS">Member Schools: Westminster Theological Seminary. Association of Theological Schools in the United States and Canada, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Juni 2010; abgerufen am 20. Juli 2010.</ref> Die Fakultät erhielt bereits 1954 die Akkreditierung von der Middle States Association of Colleges and Schools.<ref>Institution Directory: Westminster Theological Seminary. Middle States Association of Colleges and Schools, abgerufen am 22. Juli 2010.</ref> Im Juni 2011 genehmigte die Kommission der mittleren US-Bundesstaaten für höhere Bildung ein Verfahren, „den Kontrollbericht zu akzeptieren und die Inspektion durch die Vertreter der Kommission zu beachten. Es geht darum, die Warnung aufzuheben und die Akkreditierung zu bekräftigen, sowie einen Bericht über den Fortschritt zu verlangen bis Oktober 2011, der die fortgesetzte Entwicklung und Umsetzung eines umfassenden strategischen Planes für die Institution enthält, der langfristige Planung mit Entscheidungs- und Budgetierungsprozessen verbindet. Die nächste Visitation zur Beurteilung der Lage wurde nun auf die Jahre 2013–2014 angesetzt.“<ref name="WASCActions">Public Disclosure Statement Regarding Westminster Theological Seminary. Western Association of Schools and Colleges, 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. März 2012; abgerufen am 14. April 2011.</ref>

Akademische Tätigkeiten

Die Hochschule bietet zurzeit folgende akademischen Ausbildungsgänge an: den Master of Divinity, mehrere Master of Arts, den Master of Theology, den Doctor of Philosophy sowie den Doctor of Ministry.<ref name="ATS" /><ref name="programs">Degree Programs. Westminster Theological Seminary, abgerufen am 22. Juli 2010.</ref>

Westminster veröffentlicht das halbjährliche Westminster Theological Journal.<ref>The Westminster Theological Journal. Westminster Theological Seminary, abgerufen am 21. August 2011.</ref><ref>The Westminster Theological Journal. WorldCat, abgerufen am 21. August 2011.</ref>

Bekannte Lehrer

Folgende Lehrer und Professoren am Westminster Theological Seminary erreichten einen Bekanntheitsgrad über die amerikanische Kultur hinaus und in den europäischen Raum hinein:

Bekannte Absolventen

Westminster Theological Seminary unterrichtete immer wieder Personen, die später einen hohen Bekanntheitsgrad erreichten:<ref>20 Notable alumni of Westminster Theological Seminary, Website edurank.org (2. März 2025, abgerufen am 11. März 2025)</ref>

  • Dan Allender (* 1952), Theologiestudium
  • Greg Bahnsen (1948–1995), Theologiestudium 1970–1973
  • Peter Enns (* 1961), Theologiestudium mit Abschluss 1989
  • John M. Frame (* 1939), Studium 1961–1964
  • Bob Fu (* 1968), Menschenrechtsaktivist
  • John H. Gerstner (1914–1996), presbyterianischer Theologe und Hochschullehrer für Kirchengeschichte in Pittsburgh
  • Wayne Grudem (* 1948), Studium der Theologie, Neutestamentler in Phoenix
  • George M. Marsden (* 1939), Studium, Historiker und Theologe
  • Carl McIntire (1906–2002), Studium, Pastor und Gründer der Bible Presbyterian Church
  • Harold John Ockenga (1905–1985), Theologiestudium mit Abschluss 1931
  • Francis Schaeffer (1912–1984), Studium 1935 bis 1936
  • Robert Charles Sproul (1939–2017), Theologiestudium mit Abschluss 1961
  • George Douglas Young (1910–1980), Theologiestudium in den 30er Jahren

Literatur

  • John M. Frame: Theology of My Life: A Theological and Apologetic Memoir, Wipf & Stock Publishers, Eugene 2017, ISBN 978-1-53261-378-4.

Weblinks

Commons: Westminster Theological Seminary – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 40° 5′ 56,4″ N, 75° 10′ 33,6″ W

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