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Ambrosia

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Datei:Johann Balthasar Probst 002.jpg
Thetis ölt Achilles mit Ambrosia ein

Die Ambrosia ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) „Speise der Götter“) gehört vor allem in den Bereich der griechischen Mythologie.

Etymologie

Das Wort ist die feminine Form des Adjektivs {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („den Unsterblichen gehörig, unsterblich, ambrosisch“), gebildet zum Adjektiv {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („unsterblich“; feminin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Hinzuzudenken ist das Substantiv {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (fem.; „Speise“). Eigentlich lautet das Adjektiv {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (fem. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Es ist vor-urgriechisch und aus dem die Verneinung anzeigenden Sonanten *n- (der im Griechischen zum [[Alpha privativum|Vorlage:Grek privativum]], im Lateinischen zu in- und im Deutschen und Englischen zu un- wird) und der Wurzel *mrt- („Tod“, vergleiche {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) gebildet. Das Vorlage:Grek ist Sprosslaut zwischen dem Nasal und dem -r-; das Adjektiv {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („sterblich“) ist eine abgeleitete, „retrograde“ Bildung.

Die Betonung Ambrósia entspricht den Regeln der lateinischen Sprache.

Es besteht eine etymologische und mythologische Verwandtschaft zum hinduistischen Amrita.

Bedeutung

  • Bei Homer kommt es in der Ilias und in der Odyssee als unsterblich machende Speise der Götter regelmäßig vor. Den gewöhnlichen Menschen wird es vorenthalten, wie man aus der Kalypso-Episode der Odyssee sehen kann.<ref>5,197: Während der Göttin Ambrosia und Nektar serviert werden, bekommt Odysseus nur, „was sterbliche Menschen essen“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • Nach dem Mythos brachten wilde Tauben dem Zeus Ambrosia. Auch den Götterlieblingen unter den Menschen wurde sie gereicht, so dem Tantalos, dem Aeneas und dem Achilleus. Im Roman Der goldene Esel des Apuleius reicht Jupiter der Psyche einen Becher mit Ambrosia mit den Worten: „Nimm, Psyche, und du sollst unsterblich sein!“<ref>6,23: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>
  • Die Göttin Hebe reicht als Mundschenkin den Olympischen Göttern an ihrer Tafel einen Trank, der ewige Jugend verleiht. Dieser wird in der Mythologie als Nektar aber auch als Ambrosia bezeichnet. Sie wird in dieser Aufgabe von Ganymed abgelöst.<ref>Homer, Ilias 4,2–3; Cicero, De natura deorum 1,40,112</ref>
  • Auch als Öl zur Einbalsamierung von Toten wurde Ambrosia verwendet. So befiehlt Zeus dem Apollon,<ref>Ilias 16,670</ref> den Leichnam des Sarpedon zu salben ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „[…] und salbe ihn mit Ambrosia!“), was dieser zehn Verse später auch ausführt.<ref>Vers 680: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („[…] und er salbte ihn mit Ambrosia“).</ref>
  • Ambrosia dient auch allgemein als wohlriechende Flüssigkeit, so in der Odyssee,<ref>4,445</ref> wo Eidothea damit den Trangeruch der Robben überdeckt. Ähnliches sagt auch Vergil.<ref>Georgica 4,515: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Sprach’s und verbreitete den erquickenden Ambrosiaduft.“)</ref>
  • Ambrosia dient den Pferden der Götter als Nahrung. Das sieht man z. B. aus der Ilias,<ref>5,777</ref> wenn es vom Fluss Simois in der Ebene vor Troja heißt, er lasse Ambrosia als Weide für deren Pferde wachsen.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („ihnen ließ der Simoeis Ambrosia aufsprießen als Weide“)</ref> In der römischen Mythologie werden die Pferde des Sonnengottes mit Ambrosia gefüttert, die im Westen wächst.<ref>Ovid, Metamorphosen 2,120: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („die satt sind vom Ambrosiasaft“) und Metamorphosen 4,214 ff: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („In der westlichen Gegend liegt die Weide der Rösser des Sonnengottes. Ambrosia dient ihnen zum Futter statt Gras. Sie nährt ihre vom taglangen Dienst müden Glieder und kräftigt sie für ihre Arbeit“).</ref>
  • Wenn Athenaios zu berichten weiß,<ref>Deipnosophistai 11,473 b</ref> die Ambrosia sei aus reinem Wasser, Olivenöl und einer Früchtezusammenstellung gemischt, so findet man einen Nachgeschmack von Süßigkeit noch bei Catull, der von einem „Küsschen süßer als süße Ambrosia“ spricht.<ref>99,2: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).</ref>

Weitere Zusammenhänge

  • Frühe Ärzte gaben Lebenselixieren und Schönheitsmitteln den Namen Ambrosia.
  • Für in der Antike und im Mittelalter als Ambrosia (oder Ambrosiana) bezeichnete Heilpflanzen gibt es verschiedene Deutungsmöglichkeiten,<ref>Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 156 („Ambrosia vel Ambrosiana – hirtzwortz oder lange garbe oder wilde selbe“, deutbar als Botrys artemisia L., Salvia pratensis L., Ambrosia maritima L. oder Ambrosia artemisifolia L.)</ref> aber stets stark riechende Pflanzen wie der Gift-Hahnenfuß.<ref>Claudia Erbar, Karin Zimmermann: Der Codex Palatinus germanicus 539 – eine Pflanzenliste aus dem 15. Jahrhundert. 2009 (Digitalisat), S. 50 (zu holwortz) und 52 (zu ephe).</ref>

Ähnliche Mythen

Literatur

Einzelnachweise

<references />