Aglaonike
Aglaonike ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), auch Aganike {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Tochter des Hegetor,<ref>Plutarch coniugalia praecepta 48, in: Moralia p. 145c; de defectu oraculorum 13, in: Moralia p. 417a</ref> oder des Hegemon<ref name="Scholion">Scholion zu Apollonios von Rhodos Argonautika 4,59</ref> war der Legende nach eine zauberkundige Griechin aus Thessalien, die den Mond „herabzuziehen“ vermochte und dafür von den Göttern bestraft wurde.<ref name="Scholion" />
Von Plutarch wird sie rationalisierend als frühe Astronomin betrachtet, die Mondfinsternisse vorhersagen konnte.
Basierend auf der Interpretation von Plutarch nimmt Peter Bicknell an, dass Aglaonike vor dem 1. Jahrhundert n. Chr. (Plutarch schreibt über sie) und frühestens im 3. Jahrhundert v. Chr. (babylonische Astronomen können Mondfinsternisse berechnen) gelebt haben müsse. Da gewöhnlich der Mond auch während einer totalen Finsternis durchaus sichtbar bleibt, hypothetisiert Bicknell gestützt auf einige antike Berichte eine Phase besonders dunkler Finsternisse im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr., während derer der Mond völlig unsichtbar geworden wäre und es dadurch Scharlatanen (darunter Aglaonike) ermöglicht hätte, zu behaupten, ihn „herabgezogen“ zu haben.<ref>Peter Bicknell: The witch Aglaonice and dark lunar eclipses in the second and first centuries BC. In: Journal of the British Astronomical Association, Bd. 93, Nr. 4, S. 160–163, bibcode:1983JBAA...93..160B</ref>
Der Venuskrater Aglaonice wurde von der IAU 2006 nach ihr benannt sowie 2024 der Asteroid (20050) Aglaonice. Außerdem verewigte die feministische Künstlerin Judy Chicago in ihrem Werk The Dinner Party Aglaonike auf einer Bodenfliese.<ref name="brooklynmuseum.org">Elizabeth A. Sackler Center for Feminist Art: The Dinner Party. Heritage Floor: Aglaonice. Brooklyn Museum, 17. Januar 2007, abgerufen am 23. April 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Film Orpheus (1950) tritt Aglaonice, gespielt von Juliette Gréco, als Anführerin einer von Regisseur Jean Cocteau betont feministisch konzipierten Truppe von Bacchantinnen auf.
Literatur
- Fritz Graf: Aglaonike. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 1, Metzler, Stuttgart 1996, ISBN 3-476-01471-1, Sp. 261.
- Ernst Riess: Aglaonike. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band I,1, Stuttgart 1893, Sp. 824.
- Benjamin Hederich, Gründliches mythologisches lexicon, 1770, S. 9 Digitalisat
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Aglaonike |
| ALTERNATIVNAMEN | Aganike; Ἀγλαονίκη (griechisch); Ἀγανίκη (griechisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | zauberkundige Thessalin oder frühe Astronomin |
| GEBURTSDATUM | zwischen 6. Jahrhundert v. Chr. und 1. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | zwischen 6. Jahrhundert v. Chr. und 1. Jahrhundert |
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