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Serrasalmus manueli

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Serrasalmus manueli
Datei:Piranha-serrasalmus manueli 01.jpg

Serrasalmus manueli

Systematik
Ordnung: Salmlerartige (Characiformes)
Unterordnung: Characoidei
Familie: Sägesalmler (Serrasalmidae)
ohne Rang: Piranhas
Gattung: Serrasalmus
Art: Serrasalmus manueli
Wissenschaftlicher Name
Serrasalmus manueli
(Fernández-Yépez und Ramírez, 1967)

Serrasalmus manueli, in Venezuela Caribito Parguasero, engl. Manuel's Piranha oder Green Tiger Piranha, ist eine Sägesalmlerart aus dem tropischen Südamerika.

Beschreibung

Serrasalmus manueli ist eine große Sägesalmlerart. Sie erreicht eine Standardlänge von 36 cm<ref name="Check_List"/>, Exemplare aus dem unteren Amazonas sollen bis 60 cm erreichen. Die Färbung ist silber mit einem bläulich-grünen Schimmer. Operculum, Kehle und Brustflosse (Pectorale) sind orange-rot gefärbt. Die Seiten des Körpers zeigen zahlreiche kurze, schmale, längliche Flecken, die Schwanzflosse zum Körper hin ein schwarzes Band.<ref name="Schleser"/> An der Schulter befindet sich ein auffälliger Fleck.<ref name="opefe"/> Jungtiere sind länglicher und weniger massig, ihr Kopf und die Augen sind verhältnismäßig groß.<ref name="Schleser"/>

Die dreieckigen, scharfen, an den Schneiden mit einer Wellenlänge von etwa 10–15 µm mikrogesägten Zähne sind so angeordnet, dass die Spitzen beim Schließen des Mauls übereinander liegen und die Beute zuerst punktieren. Beim weiteren Schließen wird das Gewebe wie durch eine Guillotine durchtrennt.<ref name="Meyers"/>

Verbreitung

S. manueli bewohnt die Einzugsgebiete von Amazonas und Orinoco in Brasilien und Venezuela. Typlokalität ist der Río Paraguaza, Mittlerer Orinoco.<ref name="Check_List"/>

Lebensweise

S. manueli bevorzugt Klar- und Schwarzwasserflüsse und meidet Weißwasserflüsse.<ref name="Schleser"/> Sie kommen wie viele andere Piranha-Arten nur in unbelasteten Gewässern vor und sind äußerst empfindlich gegenüber Wasserverschmutzungen. Sie können daher als Indikator für Gewässerqualität dienen. S. manueli fressen Früchte und Samen sowie Flossen und Fleischstücke, die sie aus Beutefischen herausbeißen.<ref name="opefe"/>

Systematik

2007 veröffentlichte Untersuchungen sehen die Gattung Serrasalmus als monophyletisch mit drei Hauptkladen an. Danach gehört Serrasalmus manueli zur Klade B 1.<ref name="Phylogeography"/>

Einzelnachweise

<references> <ref name="Check_List">Roberto E. Reis et al.: Check List of the Freshwater Fishes of South and Central America. 2003, ISBN 8574303615, S. 191.</ref> <ref name="Schleser">David M. Schleser: Piranhas: Everything about Purchase, Nutrition, Behavior, and Breeding (Barron's Complete Pet Owner's Manuals)., Barrons Educational Series, 2008, ISBN 978-0764139581, S. 67–78.</ref> <ref name="Phylogeography">N. Hubert, F. Duponchelle, J. Nuñez, C. Garcia-Davila, D. Paugy & J.-F. Renno: Phylogeography of the piranha genera Serrasalmus and Pygocentrus: implications for the diversification of the Neotropical ichthyofauna. In: Molecular Ecology (2007) 16, S. 2115–2136. (Online; PDF; 1,2 MB)</ref> <ref name="Meyers">M. A. Meyers, A. Y. M. Lin, Y. S. Lin, E. A. Olevsky, S. Georgalis: The cutting edge: Sharp biological materials. In: Journal of the Minerals Metals & Materials Society (JOM), Nr. 3, S. 23–24. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Online (Memento vom 28. Juni 2010 im Internet Archive) (PDF; 2,1 MB)</ref> <ref name="opefe">Oregon Piranha Exotic Fish Exhibit: Serrasalmus manueli</ref> </references>

Weblinks