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Die Jagd (Oper)

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Werkdaten
Titel: Die Jagd
Form: Singspiel
Originalsprache: Deutsch
Musik: Marios Joannou Elia
Libretto: Marianne Freidig, Andreas Liebmann
Uraufführung: 18. Dezember 2008
Ort der Uraufführung: Stuttgart (Staatsoper) / Schwabengarage Stuttgart
Spieldauer: ca. 80 Minuten
Personen

Die Jagd (Untertitel: „Naturoper mit Autos“) ist eine Oper in 16 Szenen von Marios Joannou Elia. Das Originallibretto schrieben Marianne Freidig und Andreas Liebmann.

Handlung

Die Protagonisten, drei Familienmitglieder und zunächst Kunden in einem Kaufhaus, gleiten gleich zu Beginn in Wunschwelten ab. Sie erleben eine erträumte Waldpartie. Die Eltern geben sich ihrer Ehekrise hin, die Tochter fühlt sich von der Natur bedroht. Nacheinander gehen Vater, Mutter und Tochter auf die Jagd und kehren entrückt bis hysterisch und teils blutverschmiert zurück. Ein Mann kommt ins Spiel, der sich als Besitzer der Autogarage ausgibt (= der Teufel). Die Tochter beharrt zumindest darauf, in dem Ort ihren Wald gefunden zu haben. Im Hintergrund flirrt der Chor der Stadtstimmen und der Berg toter Tiere wächst in die Höhe.

Kritik

„Diese Verwirrung freilich ist Konzept. Die Entgrenzung der Protagonisten schlägt so über auf das Publikum, das in der mitunter surreal anmutenden Szenerie gleichfalls leicht die Orientierung verliert. Zwischendurch glaubt man sich in einem absurden, reichlich durchgeknallten Theater, was nicht zuletzt an der Art liegt, wie die Sprech- und Singstimmen angelegt sind: Singen, Stottern, Zwitschern und Tremolieren, all die vokalen Ausdrucksmittel neuer Musik vereint der Komponist virtuos mit der Kapriolen schlagenden, dadaesk verspielten Sprache. Ebenso virtuos und mit Liebe zum Detail ist das Stück inszeniert und ausgestattet, und auch technisch ist es perfekt umgesetzt. Die Kombination von Autogeräuschen und Orchester ist dem Komponisten überdies glänzend gelungen.“

Trivia

Einzelnachweise

<references />