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Serrasalmus marginatus

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Serrasalmus marginatus
Datei:Serrasalmus marginatus.jpg

Serrasalmus marginatus

Systematik
Ordnung: Salmlerartige (Characiformes)
Unterordnung: Characoidei
Familie: Sägesalmler (Serrasalmidae)
ohne Rang: Piranhas
Gattung: Serrasalmus
Art: Serrasalmus marginatus
Wissenschaftlicher Name
Serrasalmus marginatus
Valenciennes, 1837

Serrasalmus marginatus, auf Englisch Spotted Piranha<ref>Gefleckter Piranha</ref>, Portugiesisch Catirina, ist eine Sägesalmlerart aus dem tropischen Südamerika.

Beschreibung

Die Fische werden bis 27 Zentimeter lang.<ref name="fishbase" /> Der Körper ist hochrückig, das dorsale Kopfprofil stark konkav. Auf dem vorstehenden Unterkiefer sitzen 7 Zähne, der Oberkiefer ist unbezahnt. Auf dem Zwischenkiefer (Premaxilla) sitzen 6, auf dem Gaumenbein (Palatinum) 4 bis 7 Zähne. Entlang der Seitenlinie befinden sich 74 bis 79 durchbohrte Schuppen, die Querreihen oberhalb und unterhalb der Seitenlinie zählen 26 bis 30 Schuppenreihen. Rückenflosse (Dorsale) und Brustflossen (Pectorale) haben 15 bis 17, die Bauchflossen (Ventrale) 7, die Afterflosse (Anale) 32 bis 36 und die Schwanzflosse (Caudale) 19 Flossenstrahlen. Die Grundfarbe der Tiere ist silbrig, auf dem Körper befinden sich dunkelbraune, runde Flecken. Schwanz- und Afterflosse sind vollständig oder zum Teil schwarz, distal (vom Körper entfernt) ist der Rand dünn transparent (hyalin). Die anderen Flossen sind transparent oder gelblich mit wenigen verstreuten schwarzen Flecken.<ref name="Ota_et_al" />

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet von Serrasalmus marginatus ist das Río Paraguay und Paraná Einzugsgebiet. Die Art kommt in Argentinien, Brasilien, Bolivien, Paraguay und Uruguay vor.<ref name="CatalogOfFishes" />

Lebensweise

Serrasalmus marginatus lebt in Flüssen, Bächen und Lagunen des Paraná-Beckens. Bei der Nahrungsaufnahme gibt es anders als bei anderen Piranha-Arten keine saisonalen Abweichungen. S. marginatus jagt überwiegend am Tag.<ref name="Sazima_und_Machado" /> Größere Exemplare auch bei Einbruch der Dunkelheit. In der Nacht selbst verbergen sie sich in schützender Wasservegetation. Kleinere Fische mit einer Länge von 7 bis 10 Zentimetern leben einzeln und beanspruchen ein Territorium von ca. drei bis vier Quadratmetern. Ihre Ernährungsgewohnheiten ähneln stark der Art Catoprion mento, welche ebenfalls Schuppen und Flossen anderer Fischarten frisst. Beide Arten pirschen sich mit typischen ruckartigen Bewegungen im Schutz der Wasservegetation an ihre Beutefische heran. Dann schnellen sie hervor und beißen ihrem Opfer Fleischstücke aus der Schwanz- oder Analflosse heraus. Das typische Geräusch beim Herausbeißen ist unter Wasser hörbar.<ref name="fishbase"/>

Forschungsgeschichte

Die erste Erwähnung der Art findet sich bei einem Bild in Voyage dans l'Amérique méridionale. von Alcide Dessalines d’Orbigny.<ref name="Poissons, Plate 10" /> Sherborn und Griffin datierten 1934 das Bild auf 1837.<ref name="Ref. 20720" /> Eine kurze Beschreibung der Art erschien erst 1847.<ref name="Valenciennes" />

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references> <ref name="fishbase">Serrasalmus marginatus auf Fishbase.org (englisch)</ref> <ref name="CatalogOfFishes">Serrasalmus marginatus im Catalog of Fishes (englisch). Abgerufen am 7. Dezember 2023.</ref> <ref name="Sazima_und_Machado">Ivan Sazima, Francisco Machado (1990): Underwater Observations of Piranhas in Western Brazil. In: Environmental Biology of Fishes 28, S. 17–31. (Online)</ref> <ref name="Poissons, Plate 10">Poissons, Plate 10. In: A. d'Orbigny. Voyage dans l'Amérique méridionale. Pls. 1–16. (Online)</ref> <ref name="Ref. 20720">Ref. 20720 in Eschmeyer's Catalog of Fishes (Online)</ref> <ref name="Valenciennes">Achille Valenciennes (1847) Poissons. Catalogue des principales espèces de poissons, rapportées de l'Amérique méridionale. In: A. d'Orbigny. Voyage dans l'Amérique méridionale. P. Bertrand, Paris and V. Levrault, Strasbourg. V. 5 (Art. 2), S. 1–11. (Online)</ref> <ref name="Ota_et_al">Renata Rúbia Ota, Gabriel de Carvalho Deprá, Weferson Júnio da Graça, Carla Simone Pavanelli (2018): Peixes da planície de inundação do alto rio Paraná e áreas adjacentes: Revised, annotated and updated. In: Neotropical Ichthyology 16(2): e170094, doi:10.1590/1982-0224-20170094. (Online)</ref> </references>

Weblinks