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Pfaidlerei

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Vorlage:Hinweisbaustein Pfaidlerei ist eine österreichische Bezeichnung für ein Bettwaren-, Hemden- oder Kurzwarengeschäft.<ref>Die Wiener Bezirksmuseen: XIV., Bezirksmuseum Penzing</ref><ref>Stadtgemeinde Stockerau: Alte Berufsbezeichnungen (PDF; 3,6 MB) aus „Unsere Stadt“, Ausgabe Februar 2010</ref> Diese Gewerbebezeichnung gilt heute als veraltet, das aktuelle Österreichische Wörterbuch führt den Begriff nicht mehr. Er findet sich jedoch häufig in literarischen Quellen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Etymologisch steckt in dem Begriff das bairische Wort „Pfoad“ (siehe Bairische Kennwörter), das in der Schreibweise „Pfaid“ damals auch in der Schriftsprache verwendet wurde und „Hemd“, bzw. „Oberkleid“ bedeutet.<ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref>

In Joseph Roths Roman Die Geschichte von der 1002. Nacht betreibt die Protagonistin Mizzi Schinagl eine Pfaidlerei. Diese hat ihr Baron Taittinger finanziert anstelle von Alimentezahlungen, nachdem sie von ihm schwanger geworden war. Im Roman wird behauptet, dass dies damals ein übliches Vorgehen war, wenn Herren aus besserem Hause eine junge Dame aus unterem Stande derart kompromittierten.<ref>Joseph Roth: Die Geschichte von der 1002. Nacht. tredition, Hamburg 2011, ISBN 978-3-8424-1732-8 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> In Johann Nepomuk Nestroys Theaterstück Das Mädl aus der Vorstadt spielt ein Teil der Handlung in einer Pfaidlerei.<ref>unterhaching.de: @1@2Vorlage:Toter Link/unterhaching.deVeranstaltungen - Das Mädl aus der Vorstadt (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> Aus der Biographie von Ludwig Anzengruber ist bekannt, dass seine verarmte Mutter eine Pfaidlerei in Wien betrieb, um dem Sohn den Schulbesuch finanzieren zu können.<ref>Anton Bettelheim: Anzengruber, Ludwig. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 46, Duncker & Humblot, Leipzig 1902, S. 19–23.</ref>

Aufgrund der damaligen Gewerbeordnung war die Zahl der Pfaidlereien beschränkt und das Privileg eine solche zu führen, konnte nur vererbt werden.<ref>Ursula Katharina Schratt: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Geschichte meines Vaters (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. September 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.urs-art.at</ref> Einige heute noch existierende Wiener Bekleidungsgeschäfte und -ketten gehen ursprünglich auf solche Pfaidlereien zurück, etwa die Firma Brieftaube,<ref>brieftaube.at: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„ZUR BRIEFTAUBE“ (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. Dezember 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.brieftaube.at</ref> der Herrenausstatter Malowan & Franz, sowie Joseph Kranner & Söhne im 1. Wiener Gemeindebezirk oder die Firma Bettwaren Birkowitsch in Wien-Ottakring.<ref>birkowitsch.at: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />100 Jahre Firma Birkowitsch (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Juni 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.birkowitsch.at</ref>

Einzelnachweise

<references />