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Bio Company

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Bio Company SE

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Bio Company logo.svg
Rechtsform SE
Gründung 1999<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 9. Oktober 2018 im Internet Archive)</ref>
Sitz Berlin, Deutschland
Leitung
  • Georg Kaiser (Aufsichtsratsvorsitzender)
  • Daniela Feldt (Vorstand Finanzen/Personal/Qualitätssicherung/IT)
  • Nicole Korset-Ristic (Vorstand Verkauf/Immobilien/Sortiment & Einkauf/Marketing)
Mitarbeiterzahl 1.628, davon 107 Auszubildende (2022)<ref name="zahlen-2022">Expansion – Bio Company mit neuen Filialen. In: lebensmittelpraxis.de. 24. Februar 2023, abgerufen am 25. Februar 2023.</ref>
Umsatz 211,2 Mio. EUR (2022)<ref name="zahlen-2022" />
Branche Bio-Lebensmittel
Website biocompany.de
Datei:Biocompany Königsbrückerstraße Dresden.jpg
Ein Biomarkt von Bio Company in Dresden

Bio Company (Eigenschreibweise: BIO COMPANY) ist ein Biosupermarkt-Filialist mit Hauptsitz in Berlin. Er betreibt 60<ref name=":1">Top 10 der größten Bio-Supermärkte. In: EHI Retail Institute. 19. Februar 2024, abgerufen am 24. August 2025.</ref> Filialen in Berlin, Brandenburg und Dresden. Seit 1. Juli 2021 firmiert das Unternehmen als BIO COMPANY SE.<ref name="SE">BIO COMPANY wird europäische SE und erhält dreiköpfigen Vorstand. (PDF) Bio Company, 11. Februar 2021, abgerufen am 1. Juli 2021.</ref> Knapp die Hälfte der Unternehmensanteile hält der Schweizer Investor Bio Development.<ref>Namensänderung von Bio Development Holding AG auf Bio Development AG. In: bio-development.net. Abgerufen am 18. Oktober 2021.</ref><ref>Bio Development AG kauft Anteile von SuperBioMarkt und BioCompany. Abgerufen am 27. September 2019.</ref><ref name=":0">Familienunternehmen: Sein Antrieb ist früheres Scheitern: Bio-Pionier Kaiser baut Geschäft aus. Abgerufen am 27. September 2019.</ref><ref>BIO COMPANY: Geschichte der BIO COMPANY. Abgerufen am 27. September 2019.</ref> Die Wirtschaftswoche listete das Unternehmen 2015 auf dem dritten Platz der Biosupermärkte in Deutschland nach Denn’s und Alnatura, gemessen an der Zahl der Filialen,<ref>Denn's, Alnatura, Bio Company: Die fünf Kämpfe um die Zukunft des Biohandels. Abgerufen am 26. Februar 2018.</ref> 2024 belegte das Unternehmen bei einem Ranking des EHI Retail Institute ebenfalls Platz 3.<ref name=":1" />

Geschichte

Am 29. November 1999 eröffneten die Krankenschwester Undine Paul und der Geschäftsführer Georg Kaiser den ersten Biomarkt der Bio Company auf der Wilmersdorfer Straße in Berlin-Charlottenburg. Das Unternehmen trat sofort in die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e. V. ein. 2001 wurde der zweite Biomarkt in Berlin eröffnet, 2005 gab es die ersten Produkte ihrer eigenen Marke. Im selben Jahr wurden die Plastiktragetaschen abgeschafft und durch Taschen aus Papier ersetzt. 2006 wurde das Regionalpartner-Konzept eingeführt, um Regionalität in den Vordergrund zu rücken.

Weitere Märkte eröffneten 2006 in Brandenburg, 2008 in Hamburg und 2011 in Dresden. Im Jahr 2011 wurde die Biomanufaktur Havelland aufgekauft, die Fleisch- und Wurstwaren verarbeitet, die unter der eigenen Marke verkauft werden. Seit 2012 unterstützt Bio Company foodsharing finanziell und ideell. Seit 2015 kann man erste Lebensmittel an „Unverpackt Stationen“ in eigene Gefäße einfüllen und kaufen.

Im Jahr 2016 übernahm Bio Company den Großhändler Midgard. 2017 wurde die Bio Company-Kundenkarte eingeführt. Im selben Jahr gewann Bio Company den von der Zeitschrift Lebensmittelpraxis verliehenen Preis Regionalstar für ihr Regionalpartner-Konzept. Seit 2020 wurden die Einwegbecher für Getränke in der Bio Company abgeschafft.<ref>Geschichte der BIO COMPANY. Bio Company, abgerufen am 22. Juni 2020.</ref>

Der Umsatz lag 2019 bei 189,2 Millionen Euro, schnellte dann während der Covid-19-Pandemie auf 239,6 Millionen Euro im Jahr 2021, bevor im Jahr 2022 ein Umsatzrückgang auf 211,2 Millionen Euro verzeichnet wurde.<ref name="zahlen-2022" />

Der Gründer und bisherige Geschäftsführer Georg Kaiser wechselte zum 1. Juli 2021 in den Aufsichtsrat. Gleichzeitig wurde die Rechtsform von einer GmbH in die SE (Societas Europaea; Europäische [Aktien]gesellschaft) geändert.<ref name="SE" />

2023 zog sich Bio Company aus Hamburg zurück, um sich auf die Region Berlin/Brandenburg und den Osten Deutschlands zu konzentrieren. Vier Filialen wurden vom Bio-Supermarkt Erdkorn übernommen, eine wurde geschlossen.<ref>Supermarkt-Fusion: Bio Company übergibt Hamburger Filialen an Erdkorn. Die Bio Company zieht sich aus Hamburg zurück und übergibt vier Filialen an den Konkurrenten Erdkorn. Eine Filiale muss schließen. In: Genuss-Guide. 7. Juli 2023, abgerufen am 17. April 2026.</ref>

Produkte

Verkauft wird ein Lebensmittel-Vollsortiment aus Bioprodukten, Naturkosmetik und Naturwaren. Größere Flächen (ca. 600 m²) betreibt Bio Company als Supermarkt mit rund 8000 verschiedenen Artikeln. Kleine Flächen (ca. 350 m²) werden als City-Shop und Nahversorger mit rund 5500 Produkten geführt. Fleisch- und Wurstprodukte erzeugt das Unternehmen als Betreiber des Herstellerbetriebes Biomanufaktur Havelland in Velten selbst.<ref name=":0" /> Alle Bio Company Märkte sind vom Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) zertifizierte Bio-Fachgeschäfte und führen ein Bio-Vollsortiment gemäß den BNN-Sortimentsrichtlinien.<ref>Sortimentsgarantie | Bundesverband Naturkost Naturwaren e.V. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. April 2019; abgerufen am 15. April 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/n-bnn.de</ref>

Um Lebensmittelvergeudung zu minimieren, unterstützt Bio Company seit 2012 eine Foodsharing-Kampagne.<ref>foodsharing-Essenskorb-Kampagne, abgerufen am 6. März 2013.</ref>

Auszeichnungen

Die Bio Company erhielt den „Regionalstar 2018“ von der Zeitschrift Lebensmittel Praxis und der Internationalen Grünen Woche für ihr Regionalkonzept „Tief verwurzelt in der Region“.<ref>Überzeugendste nachhaltige Regional-Konzepte ausgezeichnet. 17. Juli 2018, abgerufen am 15. April 2019.</ref> Das Unternehmen wurde 2024 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.<ref>BIO COMPANY SE: Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2024. Abgerufen am 4. Februar 2025.</ref>

Die Stiftung Warentest bescheinigte dem Unternehmen im Frühjahr 2013 glaubwürdige und verlässliche Angaben zur Regionalität der Waren.<ref>Stiftung Warentest Test regionale Lebensmittel, abgerufen am 2. Juli 2013.</ref> Bei analytischen Vergleichen zur Nachhaltigkeit im Supermarkt belegte Bio Company seit 2013 erste Plätze.<ref>Rank a brand Analysetool, abgerufen am 28. Januar 2015.</ref>

Mitgliedschaften und Kooperationen

Bio Company ist Gründungsmitglied der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin Brandenburg,<ref>FÖL Webseite: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mitglieder (Memento vom 17. September 2012 im Internet Archive), abgerufen am 14. September 2012.</ref> Mitglied beim Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN)<ref>Webseite BNN Einzelhandel: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mitglieder Berlin (Memento vom 15. November 2012 im Internet Archive), abgerufen am 14. September 2012.</ref> und dem Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft angeschlossen.<ref>BNW Mitglieder. Abgerufen am 22. November 2021.</ref> Seit 2018 ist Bio Company Gründungsmitglied im Bündnis für enkeltaugliche Landwirtschaft e.V.<ref>Ackergifte? Nein danke! BIO COMPANY, abgerufen am 27. April 2019.</ref> Das Unternehmen arbeitet mit dem Vern e. V. zusammen, dessen Ziel die Steigerung der Biodiversität ist,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Webseite VERN e. V., (Memento vom 11. Oktober 2012 im Internet Archive) abgerufen am 21. Oktober 2012.</ref> und ist seit 2013 Mitglied der Charta Fair und Regional.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mitgliederübersicht der Charta (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. September 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.fair-regional.de, abgerufen am 2. Juli 2013.</ref>

Kritik

Das Unternehmen wurde im Fernsehmagazin WISO im Juli 2012 wegen Lohndumpings kritisiert.<ref>Video Arbeitsbedingungen in der Biobranche (2. Juli 2012) in der ZDFmediathekVorlage:Abrufdatum (offline)</ref> Bereits vorher gab es Kritik an der Bezahlung von Auszubildenden.<ref>Anette Dowideit: Lohndumping ist in Bio-Märkten an der Tagesordnung. In: Die Welt. 15. März 2012, abgerufen am 22. Juli 2012.</ref> Um der Kritik entgegenzuwirken, wurden Einstiegsgehälter öffentlich gemacht und über Lohnrunden weiter berichtet.<ref>Kai Kreuzer: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bio Company 2012 (Memento vom 14. Februar 2013 im Internet Archive)</ref> Laut Medienberichten wurde mit Stand April 2019 das Personal in den eigenen Supermärkten weiterhin weit unter dem Branchenschnitt bezahlt.<ref>Verdi wettert gegen Bio-Kapitalismus. Abgerufen am 27. September 2019.</ref><ref>Jochen Knoblach: Biologisch ausbeutbar: Warum nicht alle Bio-Märkte ihre Mitarbeiter gut bezahlen. 22. Februar 2019, abgerufen am 27. September 2019.</ref> Der Geschäftsführer Georg Kaiser teilte diesbezüglich gegenüber dem Handelsblatt im Mai 2019 mit, die Löhne für ungelernte Kräfte lägen etwa acht Prozent unter dem Tarifniveau, jedoch würden Überstunden fair erfasst.<ref name=":0" />

Das Deutsche Tierschutzbüro kritisierte Bio Company, nachdem im Jahr 2020 beim Neuruppiner Bio-Schlachthof der Emil Färber GmbH & Co. KG Verstöße gegen den Tierschutz nachgewiesen wurden. Bio Company war einer der Kunden des Betriebs und hatte dort selbst regelmäßige Kontrollen durchgeführt. Nach Bekanntwerden der Vorfälle im Dezember 2020 beendete die Bio Company ihre Zusammenarbeit mit dem Schlachthof.<ref name="rbb24">Björn Haase-Wendt: Verdacht auf Tierquälerei in Neuruppiner Bio-Schlachthof. In: rbb24. 6. Januar 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Januar 2021; abgerufen am 7. Januar 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rbb24.de</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

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