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Maria Langegg

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Maria Langegg (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Maria Langegg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Krems (KR), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Krems an der Donau
Pol. Gemeinde Bergern im Dunkelsteinerwald
Koordinaten 48° 19′ 20″ N, 15° 27′ 7″ OKoordinaten: 48° 19′ 20″ N, 15° 27′ 7″ O
 {{#coordinates:48,322222222222|15,451944444444|primary
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f3f0
Einwohner der Ortschaft (k. A. Hilfef3f0)
Gebäudestand 31 (2001f1)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04150
Katastralgemeindenummer 12161
Zählsprengel/ -bezirk Geyersberg (31303 000)
Bild
Südostansicht von Maria Langegg mit dem ehemaligen Kloster
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Maria Langegg ist ein Dorf und Wallfahrtsort in der gleichnamigen Katastralgemeinde der niederösterreichischen Gemeinde Bergern im Dunkelsteinerwald mit Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohnern.<ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft QUELLE">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref> Es liegt südwestlich der Stadt Mautern an der Donau auf einer Anhöhe (510 m ü. A.) im Dunkelsteinerwald. Die Katastralgemeinde Maria Langegg hat eine Fläche von 206,05 Hektar.<ref>Vorlage:StatistikAustria Ortsverzeichnis</ref>

Geschichte

Datei:Maria Langegg - Klosteranlage.JPG
Bildmitte die Kirche mit der markanten Turmfassade, links die sogenannte Ursprungskapelle (ehemaliger Chor der Vorgängerkirche) und rechts der Nordtrakt des ehemaligen Klosters.

Der frühneuzeitliche Kirchenort in fürsterzbischöflich-salzburgerischem Besitz scheint urkundlich 1429 als „Langegg“ auf und wird seit dem 17. Jahrhundert als „Maria Langegg“ bezeichnet.<ref name="DH">Bundesdenkmalamt (Hg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Niederösterreich, südlich der Donau, Teil 2. Verlag Berger, Horn/Wien 2003, S. 1324f, ISBN 3-85028-365-8</ref> Zur 16./17. Jahrhundertwende erfolgte eine Stiftung und Errichtung einer Kapelle durch Matthäus Häring, Besitzer des sogenannten Langegger-Hofs und Salzburger Hofmeister der Herrschaften Arnsdorf, Wölbling sowie Traismauer.<ref name="ML">G. Rennhofer: Maria Langegg; Verlag Kellner, Korneuburg</ref> Nachdem sich der Wallfahrtszustrom vergrößert hatte, wurde um 1620/23 ein Benefizium (Filiale von Hofarnsdorf) eingerichtet.<ref name="DH" /> 1645 berief Nikolaus Schober Hartenbach, Besitzer von Langegg, nach Empfehlung von Kaiser Ferdinand III. und dem Passauer Bischof die Serviten nach Langegg. 1647 wurde das Benefizium in einem Stiftbrief der Tiroler Provinz des Ordens übertragen, und man begann mit dem Bau einer Kirche und des Klosters. Der Westflügel wurde 1654, der Nordtrakt 1682 und der Südtrakt 1733 fertiggestellt.<ref name="ML" /> Von 1765 bis 1773 erfolgte der Neubau der Kirche in Nord-Süd-Richtung nach Plänen von Johann Michael Ehmann (1723–1768), wobei die ursprüngliche Kirche in Ost-West-Richtung bis auf den Chorraum (heutige Ursprungskapelle) abgetragen wurde.<ref name="DH" /> Im Zuge der Josephinischen Reformen wurde 1783 Maria Langegg eine eigenständige Pfarre.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Langegg ein Bäcker, drei Devotionalienhändler, ein Fleischer, vier Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, eine Hebamme und ein Tischler ansässig.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, S. 333</ref>

1963 errichtete man in der Ursprungskapelle ein Denkmal für die gefallenen und ermordeten Priester des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Vermutlich nach einem Blitzschlag brannte am 5. April 1966 der Kirchturm ab, es entstand großer Schaden. Der Brand konnte aber auf den Turm begrenzt werden.<ref>Turmbrand 1966: Archiv der Freiwilligen Feuerwehr Krems-Stadt</ref> Dabei stürzte eine Glocke ein Stück ab (sie ist in der Kirche zu besichtigen) und musste ersetzt werden.

1974 gaben die Serviten das Kloster auf und übergaben die Pfarre der Diözese.<ref name="ML" /> Ab 1980 war im Klostergebäude eine Schule der Englischen Fräulein eingerichtet, und seit 1993 ist die Gemeinschaft der Seligpreisungen im Kloster ansässig.<ref name="DH" />

Kirche

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Geburt ist ein spätbarocker längszentraler Bau mit einer stattlichen Nordturmfassade. Westseitig schließt an die Kirche die rechteckige Vierflügelanlage des ehemaligen Servitenklosters an.<ref name="DH" />

Das Innere ist mit reichen Wandmalereien versehen, die von Josef Adam Mölk und seinen Mitarbeitern stammen. Aus Kostengründen wurden der Hochaltar, ein Werk von Andreas Rudroff aus dem Jahr 1789, und die sechs Seitenaltäre mit gemalten Altaraufbauten ausgeführt. Die Hängekanzel mit spätbarockem Dekor am linken Mittelpfeiler des Langhauses wurde um 1773/74 vom St. Pöltner Bildhauer Andreas Gruber angefertigt. Die Orgel ist ein Werk von Stephan Helmich aus dem Jahr 1781/82 und wurde im Jahr 2000 umfassend restauriert.<ref name="DH" />

Wallfahrtsmuseum

Im Zuge des EU-Förderprogramms LEADER+ wurde ab 2006 in Maria Langegg ein Wallfahrtsmuseum eingerichtet<ref>LEADER+ Österreich: Wallfahrtsmuseum Maria Langegg – Umsetzung; abgerufen am 1. April 2012</ref> und 2008 eröffnet.<ref>Maria Langegg: 5. September 2008: Maria Langegg – eröffnet sein neues Wallfahrtsmuseum (PDF; 27 kB); abgerufen am 1. April 2012</ref> Das Museumsangebot umfasst einen „Outdoor-Themenweg“, bei dem auf einem rund zwei Kilometer langen Weg rund um das Kloster mittels Glasstelen Informationen über die Geschichte von Maria Langegg präsentiert werden, und einen „Indoor-Themenweg“. Dieser bietet auf zehn Schautafeln einen Überblick über die Wallfahrt in Niederösterreich und stellt Wallfahrtsziele vor. Weiters können Votivbilder der Barockzeit, die original erhaltene Bibliothek der Serviten und die Schatzkammer besichtigt werden.<ref>Büro für Museumskonzepte: Wallfahrtsmuseum Maria Langegg; abgerufen am 1. April 2012</ref>

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Commons: Maria Langegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Bergern im Dunkelsteinerwald