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Alt-Wolfsburg

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Alt-Wolfsburg
Stadt Wolfsburg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(487)&title=Alt-Wolfsburg 52° 27′ N, 10° 48′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(487) 52° 26′ 32″ N, 10° 48′ 11″ O
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Einwohner: 487 (31. Dez. 2024)<ref>Bevölkerungsbestand - Bevölkerungsentwicklung - Stadt- und Ortsteile - 1972-heute. In: Stadt Wolfsburg. Abgerufen im September 2025.</ref>
Eingemeindung: 1928
Eingemeindet nach: Heßlingen
Postleitzahl: 38448
Vorwahl: 05361
Datei:Alt-Wolfsburg lage wob.PNG
Karte
Lage in Wolfsburg

Alt-Wolfsburg (früher Wolfsburg) ist ein Stadtteil der Stadt Wolfsburg, der sich aus dem Gutsbetrieb der dort gelegenen Wolfsburg bildete.

Geschichte

Datei:Wolfsburg Merian.png
Merian-Kupferstich von Alt-Wolfsburg und Schloss 1654
Datei:Alt Wolfsburg-01.jpg
Schlossstraße nahe dem Schloss Wolfsburg

Die Siedlung entstand ab dem 16. Jahrhundert aus einzelnen Wirtschafts- und Wohngebäuden, die im direkten Zusammenhang mit der Wolfsburg standen. Die Ansiedlung bestand aus der etwa 500 Meter langen, heutigen Schlossstraße. Daran lagen zwei großräumige landwirtschaftliche Anwesen des Rittergutes der Schlossbesitzer, der von Bartensleben, später der von der Schulenburg. Die weiteren Gebäude hatten Funktionen wie Amtshaus, Armenhaus, Fischerhaus, Schmiedewerkstatt, Gaststätte, Kirche und Pastorat.

In Geschichtsquellen wird die Gutssiedlung als Vorburg bezeichnet. Vor dem Dreißigjährigen Krieg gehörten ihr 15 Gebäude, 1742 25 Gebäude an. Dieser Zustand hielt nahezu unverändert bis zum Entstehen der modernen Großstadt Wolfsburg ab 1938 an.

1923 wurde ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet, zwischen dem Stadtteil Alt-Wolfsburg und dem Denkmal befindet sich heute die Oebisfelder Straße (Bundesstraße 188).

Am 17. Oktober 1928 wurde der Gutsbezirk Wolfsburg mit der Landgemeinde Heßlingen vereinigt mit der Maßgabe, dass die bei Hehlingen gelegenen beiden Waldeexclaven mit der Landgemeinde Hehlingen vereinigt werden.<ref name=AB-RB-Magdeburg>Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 230.</ref> Die Gemeinde Heßlingen, ebenfalls im Landkreis Gardelegen, Provinz Sachsen, gelegen, gehörte ab 1932 zum Landkreis Gifhorn, Provinz Hannover und ging 1938 in der neugegründeten Stadt des KdF-Wagens auf.

Mit Kaufvertrag vom 12. Juli 1938 verkaufte Günther Graf von der Schulenburg das Gut Wolfsburg an die Gesellschaft zur Vorbereitung des Volkswagens mbH (Gezuvor), das Schloss blieb vom Verkauf ausgenommen.<ref>Willi Schulz: Wolfsburg, Zentrum einer sich wandelnden Landschaft. Wolfsburg 1969, S. 83.</ref> Der Gutskindergarten, der früher nur zur Erntezeit betrieben wurde, kam in die Trägerschaft der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt. 1940 wurde die Schule geschlossen, die Schüler besuchten von da an die östlich von Heßlingen neu errichtete Schule.

Nach dem Krieg war die alte Schule bis 1953 nochmals in Betrieb. Der Kindergarten wurde ab 1945 von der Stadt Wolfsburg betrieben, 1946 übertrug diese die Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO). In der Nachkriegszeit wurde im 1912 erbauten Pavillon des Barockgartens das Schloßpark-Restaurant eröffnet, es bestand bis 1952. 1953 begann in der neuerbauten Volksschule VII., heute Grundschule Alt Wolfsburg, der Unterricht. Die Schule gehört heute jedoch zum Stadtteil Tiergartenbreite. 1956 wurde die neuerbaute Gaststätte Schloßklause eröffnet; später befand sich in ihren Räumen italienisches Restaurants, Al Castello und später Il Cavaliere. Heute befindet sich dort das Restaurant Ferdinands.

1962/63 wurde die heutige AWO-Kindertagesstätte Am Gutshof erbaut, zuvor befand sie sich im inzwischen abgerissenen ehemaligen Gutskindergarten. 1963 wurde das Gut von der Stadt Wolfsburg aufgegeben, es war zuletzt verpachtet gewesen. 1964 wurden viele der zum ehemaligen Gut gehörenden Gebäude abgerissen. 1964 wurde auch der katholische Gemeindesaal eröffnet, 1965 folgten der katholische Kindergarten und die St.-Bernward-Kirche. Ebenfalls 1965 wurde die Fritz-Thiedemann-Reithalle erbaut, und 1967 die vom Abriss verschont gebliebene alte Reithalle renoviert. 1966 begann in der Sonderschule Am Lerchengarten, seit 2000 Peter-Pan-Schule, der Unterricht.

Um 1970 entstanden Wohnungsneubauten nördlich der heutigen Nordstadtstraße. 1987 wurde in der ehemaligen Brauscheune ein landwirtschaftliches Museum eröffnet. 2004 war der Schlosspark in die in Wolfsburg stattfindende Landesgartenschau einbezogen gewesen, einige Exponate der Gartenschau sind bis heute erhalten geblieben. Von 2015 bis 2018 wurde eine westlich der St.-Bernward-Kirche gelegene Grünanlage mit mehreren Wohnhäusern und einer Tiefgarage bebaut.<ref>Stephanie Giesecke: Riesenärger um Luxus-Wohnungen. In: Wolfsburger Nachrichten. Ausgabe vom 28. März 2018.</ref>

Einwohnerentwicklung

Jahr 1840 1885 1892 1910 1925
Einwohner 338 341 330 338 360

<ref>Gustav Palis, Bernhard Peitschner: Der Drömling. Vom Moor zur Kulturlandschaft. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1998, ISBN 3-89570-368-0, S. 224. (Einwohnerzahlen 1840, 1885, 1892 und 1925)</ref><ref>Landkreis Gardelegen. Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Juni 2023; abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref>

Politik

Politisch bildet Alt-Wolfsburg zusammen mit den Stadtteilen Kreuzheide, Teichbreite und Tiergartenbreite die Ortschaft Nordstadt. Ortsbürgermeisterin ist Immacolata Glosemeyer (SPD).

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Kirche Marien Wolfsburg.jpg
Kirchturm St. Marien

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Kunst im Stadtbild

  • Blaue Pappeln 1991 von Stefan Pietryga (Schönaich) – Skulpturenpark
  • Solme für Wolfsburg 1992 von Robert Schad (Freiburg) – Bleichwiesen
  • Baum-Mantel 1992 von Ulrich Möckel (Beckum) – Skulpturenpark
  • Skulptur im Teehaus 1994 von Erwin Wortelkamp (Hasselbach) – Barockgarten
  • Zwei Vogeltränken 1994 von Fumiyo Moriguchi (Japan) – Skulpturenpark
  • Drei Flaschen im Grünen 1996 von Azade Köker (Berlin) – Skulpturenpark
  • Klangkörper 1997 von Ulrich Eller (Norderheistedt) – Skulpturenpark
  • Tanzende Säulen 1998 von Henner Kuckuck (Berlin/New York) – Schulenburgallee/Ecke Oebisfelder Straße

Kirchen

Datei:Wolfsburg Kirche St. Bernward.jpg
St.-Bernward-Kirche

Literatur

  • Stadt Wolfsburg, Institut für Museen und Stadtgeschichte (Hrsg.): Schloss Wolfsburg – Geschichte und Kultur. Wolfsburg 2002. ISBN 3-930292-62-9.
  • Wolfsburg. Der Architekturführer. 2011. ISBN 978-3-03768-055-1, S. 12/13, 17, 19, 103, 141, 143, 145.

Weblinks

Commons: Alt-Wolfsburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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