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Indischer Spinat

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Indischer Spinat
Datei:0612jfLandscapes Roads Fields Binagbag Angat Bulacanfvf 23.JPG

Indischer Spinat (Basella alba)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Basellgewächse (Basellaceae)
Gattung: Basella
Art: Indischer Spinat
Wissenschaftlicher Name
Basella alba
L.

Der Indische Spinat,<ref name="Bärtels2002" /> Malabarspinat<ref name="Bärtels2002" /> oder Ceylonspinat<ref name="SLU" /> (Basella alba) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Basella innerhalb der Familie der Basellgewächse (Basellaceae). Sie wird in den gesamten Tropen angebaut und die jungen Blätter als Kochgemüse verwendet.<ref name="Bärtels2002" />

Beschreibung

Datei:Basella rubra Blanco1.74-cropped.jpg
Illustration aus Blanco
Datei:Basella alba Malabarinpinaatti - Malabarspenat C IM7342.JPG
Laubblätter

Vegetative Merkmale

Der Indische Spinat ist eine 1 bis 9 Meter hohe, windende und reich verzweigte, krautige Pflanze mit hin- und hergebogenen, grünen oder roten, kahlen Sprossachsen.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 1 bis 3 Zentimeter lang. Die einfache, ganzrandige, fleischige Blattspreite ist bei einer Länge von 5 bis 15 Zentimetern sowie einer Breite von 4 bis 12 Zentimetern länglich oder breit-eiförmig mit einer schwach herzförmigen, gerundeten oder gestutzten Spreitenbasis und einem spitzen oder stumpf-zugespitzten oberen Ende. Beide Blattseiten sind hellgrün und häufig etwas rötlich getönt.<ref name="Bärtels2002" /><ref name="FoC" />

Generative Merkmale

Der seitenständige, ährige Blütenstand ist 3 bis 15, selten bis zu 20 Zentimeter lang. Je zwei längliche Deckblätter befinden sich unter jeder Blüte.<ref name="FoC" />

Die relativ kleinen, zwittrigen Blüten sind weiß, rot, rosa- oder purpurfarben. Die fünf Staubblätter sind mit der Blütenhülle am Grunde verwachsen. Die Staubfäden sind weiß und die Staubbeutel gelblich. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, einfächerigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in drei Narben.

Die etwa 6 Millimeter dicken, glänzenden, schwarzen, dunkelroten oder weißen Steinfrüchte sind von der urnenförmigen Blütenhülle bedeckt, die sich bei der Reife der Früchte vergrößert und fleischig wird.

Der Indische Spinat blüht von Mai bis September, die Früchte reifen von Juli bis Oktober.<ref name="Bärtels2002" /><ref name="FoC" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = etwa 48.<ref name="IPCN" />

Verbreitung

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Basella alba liegt wahrscheinlich in Südostasien.<ref name="WCSP" /> Als Kulturpflanze ist Basella alba in den gesamten Tropen verbreitet.<ref name="Bärtels2002" /> Basella alba ist ein Neophyt im tropischen Afrika und Asien, in China und Taiwan, in Neuguinea, in Südamerika, in Panama, auf Karibischen Inseln und auf Inseln im Pazifik.<ref name="GRIN" />

Taxonomie

Die Erstveröffentlichung von Basella alba erfolgte 1753 durch Carl von Linné in seinem Werk Species Plantarum. S. 272.<ref name="FoC" /><ref name="WCSP" /> Synonyme für Basella alba <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Basella rubra <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Basella japonica <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Basella lucida <templatestyles src="Person/styles.css" />Burm. f.<ref name="WCSP" />

Datei:Basella Alba 20020400 4.jpg
Feld mit Indischem Spinat

Anbau

Der Indische Spinat wird in tropischen Gebieten als mehrjährige Gemüsepflanze angebaut. Die Vermehrung erfolgt durch Ableger oder Samen. Sechs Monate nach der Pflanzung werden die jungen beblätterten Triebe geerntet.

Der Anbau in Europa erfolgt wegen der fehlenden Frostbeständigkeit einjährig an vollsonnigen, windgeschützten Standorten meist durch Samen. Nach Aussaat in Töpfen unter Glas im März erfolgt die Vorkultur bei 22 bis 15 °C. Die Jungpflanzen werden im Abstand von 20 Zentimetern in Reihen mit 40 Zentimeter Abstand ausgepflanzt, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Die Pflanzen benötigen eine Rankhilfe. Die 10 bis 20 Zentimeter langen Triebspitzen können fortlaufend geerntet werden.<ref name="SLU" />

Verwendung

Die beblätterten Triebspitzen werden ähnlich wie Spinat als Kochgemüse zubereitet. Die fleischigen Blätter haben einen hohen Nährwert, sie enthalten 5 % Kohlenhydrate, 5 % Eiweiß, 0,7 % Fett, Kalzium, Phosphor, Eisen, Provitamin A und Vitamin C.<ref name="Bärtels2002" /> Die gekochten Blätter haben eine etwas schleimige Konsistenz.<ref name="SLU" />

Der dunkelrote Saft der Früchte wurde im alten China als Tinte und Färbemittel benutzt.<ref name="Bärtels2002" /> Die Pflanze kann auch als Zierpflanze genutzt werden.<ref name="SLU" />

Literatur

  • Andreas Bärtels: Tropenpflanzen. Zier- und Nutzpflanzen. 5., überarbeitete Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3937-5, S. 334.
  • Dequan Lu, Michael G. Gilbert: Basellaceae Moquin Tandon. In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 5: Ulmaceae through Basellaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2003, ISBN 1-930723-27-X. Basella alba. S. 445 textgleich online wie gedrucktes Werk.

Einzelnachweise

<references> <ref name="IPCN"> Basella alba bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Bärtels2002"> Andreas Bärtels: Tropenpflanzen. Zier- und Nutzpflanzen. 5. Auflage. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart 2002, S. 334. </ref> <ref name="FoC"> Dequan Lu, Michael G. Gilbert: Basellaceae Moquin Tandon. In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 5: Ulmaceae through Basellaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2003, ISBN 1-930723-27-X. Basella alba. S. 445 textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="SLU"> Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie: Wenig bekannte Gemüsearten. Sächsische Staatsregierung, Dresden. 2. Auflage. 2013, S. 25, (online) </ref> </references>

Weblinks

Commons: Indischer Spinat (Basella alba) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien