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Reichskriegsschatz

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. Dezember 2025 um 20:00 Uhr durch imported>Michaelt1964 (+ Negativ Assoziation des Juliumsturms).
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Datei:Deutsches Reichsgesetzblatt 1874 004 009.jpg
Reichsgesetzblatt vom 5. Februar 1874: Verordnung, betreffend die Verwaltung des Reichskriegsschatzes

Der Reichkriegsschatz wurde aus Kontributionszahlungen Frankreichs an das Deutsche Reich aus dem Frieden von Frankfurt nach Beendigung des Deutsch-Französischen Krieges 1871 gebildet. Der Schatz hatte einen Wert von 40 Millionen Talern (= 120 Millionen Goldmark oder 43.010,76 kg Feingold, heutiger Wert ca. 5,4 Milliarden Euro) und wurde in 1200 mit Goldmünzen gefüllten Kisten ab 1874 im Juliusturm der Zitadelle Spandau (Berlin) eingelagert.<ref>Der Reichskriegsschatz auf germanycash.de. Abgerufen am 5. Januar 2018.</ref>

Mit dem Geld sollte die nächste Mobilmachung finanziert werden. 1913 wurde der Schatz wegen der Heeresverstärkung auf 360 Millionen Goldmark aufgestockt und mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 seiner Bestimmung zugeführt.<ref>Julia Cholet: Der Etat des Deutschen Reiches in der Bismarckzeit. BWV Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-8305-3057-2, S. 62f.</ref>

In Anspielung auf den Reichskriegsschatz wurden die in den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland unter Finanzminister Fritz Schäffer erwirtschafteten Haushaltsüberschüsse verbal mit dem „Juliusturm“ abwertend in Verbindung gebracht.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Wiktionary: Reichskriegsschatz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen