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Mandel-Weide

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Mandel-Weide
Datei:Illustration Salix triandra0.jpg

Mandel-Weide (Salix triandra)

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Weidengewächse (Salicaceae)
Gattung: Weiden (Salix)
Art: Mandel-Weide
Wissenschaftlicher Name
Salix triandra
L.

Die Mandel-Weide (Salix triandra <templatestyles src="Person/styles.css" />L.) ist eine Art aus der Gattung der Weiden (Salix). Ein Synonym ist Salix amygdalina <templatestyles src="Person/styles.css" />L.<ref name="Roloff">Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 589 (Eintrag Salix triandra).</ref> .

Datei:20160917Salix triandra1.jpg
Nebenblätter
Datei:Salix triandra Wierzba trójpręcikowa 2022-05-08 Sołtysowice 14.jpg
Männliche Blüten

Beschreibung

Die Mandel-Weide ist ein großer Strauch bis kleiner Baum, der eine Wuchshöhe von 10 Meter erreichen kann. Oft verzweigt sich der Stamm schon früh, so dass eine unregelmäßige Krone entsteht. Die Rinde bei jungen Trieben ist glatt und braun-grau, bei älteren wird sie schuppig und blättert teilweise ab, so dass ein orange-braunes Muster entsteht.

Datei:Salix triandra 01 by-dpc.jpg
Blätter der Mandel-Weide

Die Blätter dieser Weide sind länglich, 4 bis 11 cm lang und 1 bis 3 cm breit. Auf der Oberseite sind sie matt dunkelgrün, auf der Unterseite grau-grün. Der Blattstiel ist etwa 1 bis 2 cm lang und besitzt zwei Nebenblätter am Grund. Die Kätzchen entstehen gleichzeitig mit den Blättern im frühen Frühling. Die Mandel-Weide ist diözisch, männliche und weibliche Kätzchen wachsen an verschiedenen Individuen. Die männlichen Kätzchen sind 2,5 bis 8 cm lang, die weiblichen 2 bis 4 cm. Da die männlichen Blüten drei Staubblätter haben, können sie leicht von anderen Weidenarten unterschieden werden, diese haben meist zwei oder fünf Staubblätter.<ref name="rdm" /><ref name="rushforth" />

Der wissenschaftliche Name (Salix triandra) bezieht sich darauf, dass die männlichen Blüten drei Staubblätter haben. In wörtlicher Übersetzung bedeutet das aus dem Griechischen abgeleitete Art-Epitheton tri-andra „drei-männig“. Der deutsche Name Mandel-Weide kommt daher, dass die Blätter denen von Mandelbäumen ähneln.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 38, 44 oder 88.<ref name="Oberdorfer2001" />

Systematik

Man kann in Europa und Vorderasien folgende Unterarten unterscheiden:<ref name="Euro+Med" />

  • Salix triandra subsp. triandra
  • Salix triandra subsp. bornmuelleri <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hausskn.) A. K. Skvortsov (Syn.: Salix bornmuelleri <templatestyles src="Person/styles.css" />Hausskn.): Sie kommt in der Türkei, in Syrien und in Armenien vor.<ref name="Euro+Med" />

In Mitteleuropa werden von manchen Autoren zwei weitere Unterarten unterschieden:<ref name="Roloff" />

  • Salix triandra subsp. triandra
  • Salix triandra subsp. discolor <templatestyles src="Person/styles.css" />(Wimm. & Grab.) Arcang. (Syn.: Salix amygdalina var. discolor <templatestyles src="Person/styles.css" />Wimm. & Grab.)

In der freien Natur bildet die Mandel-Weide oft Hybride mit Korb-Weiden (Salix viminalis), diese heißen dann Salix × mollissima <templatestyles src="Person/styles.css" />Hoffm. ex Elwert.<ref name="rdm" />

Pflanzen aus dem Fernen Osten, die man früher Salix triandra var. nipponica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Franch. & Savatier) Seem.<ref name="dvf" /> benannte, werden heute als die eigenständige Art Salix nipponica <templatestyles src="Person/styles.css" />Franch. & Sav. angesehen. Diese Art hat, wie die Mandel-Weide, drei Staubblätter.<ref>Salix nipponica auf efloras.org (englisch)</ref>

Verbreitung und Standort

Die Mandel-Weide ist in Eurasien heimisch, ihre Vorkommen reichen von England zum Baikalsee, und von Spanien zu den Gebirgsketten des Kaukasus und Elburs. Die Pflanze wächst häufig an Flussufern und auf feuchten oder sumpfigen Böden.<ref name="rdm">R. D. Meikle: Willows and Poplars of Great Britain and Ireland. (= BSBI Handbook. No. 4). 1984, ISBN 0-901158-07-0.</ref><ref name="rushforth">K. Rushforth: Trees of Britain and Europe. Collins, 1999, ISBN 0-00-220013-9.</ref><ref name="dvf">Salix triandra bei Den Virtuella Floran (schwedisch)</ref>

Die Mandel-Weide kommt in Auengebüsch an Fluß- und Bachufern vor auf sickernassen, periodisch überschwemmten, nährstoffreichen und basenreichen, meist kalkhaltigen rohen Tonböden. Sie ist zusammen mit der Korb-Weide (Salix viminalis) und der Purpur-Weide (Salix purpurea) eine Charakterart des Salicetum triandrae aus dem Verband Salicion albae.<ref name="Oberdorfer2001" />

Kultivierung

Diese Weidenart wird häufig zum Flechten benutzt und ist deswegen kultiviert worden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Salix triandra L. auf einer Seite der Uni Marburg (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/cgi-host.uni-marburg.de</ref>

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5, S. 305–306. </ref> <ref name="Euro+Med"> P. Uotila: Salicaceae. –. In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. 2011. Datenblatt Salix triandra </ref> </references>

Weblinks

Commons: Mandel-Weide (Salix triandra) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien