Zum Inhalt springen

Manfred Scherrer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 30. April 2026 um 07:04 Uhr durch imported>Aka (Politik: Tippfehler entfernt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Manfred Scherrer (* 6. Mai 1940 in Neuwied) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (SPD).

Leben

Nach dem Besuch der Volks- und der Handelsschule durchlief Scherrer eine Ausbildung zum Buch- und Tiefdrucker sowie zum Kaufmann. Nach einer Tätigkeit als Sachbearbeiter beim Mittelrhein-Verlag<ref>Kurzbiografie - Startseite - Rhein-Zeitung. 5. Mai 2020, abgerufen am 29. April 2026.</ref> machte er sich als Verlagskaufmann selbständig und wurde Mitinhaber einer Verlags- und Werbeagentur.

Politik

Scherrer trat 1962 der SPD bei und wurde 1969 in den Neuwieder Stadtrat gewählt, wo er zeitweise den Fraktionsvorsitz innehatte<ref name=":0">Rückblick auf damalige RZ-Berichte: Bürger von Unsicherheit befallen - Kreis Neuwied - Rhein-Zeitung. 26. April 2016, abgerufen am 29. April 2026.</ref>. In seiner Zeit im Stadtrat wurde die Stadt Neuwied im Rahmen der Kommunalreform erheblich vergrößert.<ref>Rainer Claaßen: „50 Jahre Neu-Neuwied“: Manfred Scherrer und Dieter Rollepatz erinnern sich an eine notwendige Zweckehe - Kreis Neuwied - Rhein-Zeitung. 27. Dezember 2020, abgerufen am 29. April 2026.</ref> Außerdem gehörte er zu den Gegnern des AKW Mülheim-Kärlich.<ref name=":0" /><ref name=":1">Ulf Steffenfauseweh: Der letzte Blick auf das Mahnmal der Unvernunft: Alt-OB Manfred Scherrer erinnert sich an Anti-AKW-Kampf - Kreis Neuwied - Rhein-Zeitung. 9. August 2019, abgerufen am 29. April 2026.</ref>

Daneben war er Vorsitzender des Juso-Kreisverbands Neuwied, des SPD-Unterbezirks Neuwied/Altenkirchen und des SPD-Stadtverbands Neuwied.

Von 1975 bis 1987 gehörte er dem rheinland-pfälzischen Landtag an. Dort war er Schriftführer und Mitglied des Sozial- und Gesundheitsausschusses. Vom 21. Mai 1985 bis zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Landtag war er Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Verkehr. Am 17. Februar 1987 schied er aus dem Landtag aus, für ihn rückte Fritz Petsch nach.

Bei der Bundestagswahl 1987 wurde er über die Landesliste Rheinland-Pfalz der SPD in den Deutschen Bundestag gewählt, dem er bis zum 31. August 1990 angehörte. Im Bundestag war Scherrer Ordentliches Mitglied des Ausschusses für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau.

1990 wurde Scherrer, als Nachfolger des verstorbenen Karl-Heinz Schmelzer, zum Oberbürgermeister der Stadt Neuwied gewählt. In seiner Amtszeit wurde der Betrieb des AKW Mülheim-Kärlich gerichtlich endgültig untersagt.<ref name=":1" /> Im Jahr 2000 schied Scherrer aus dem Amt des Oberbürgermeisters aus.

Ehrungen

2009 wurde Scherrer zum Ehrenmitglied der Stadtvertretung von Güstrow ernannt, einer Partnerstadt Neuwieds.<ref>Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der Stadtvertretung Güstrow an Oberbürgermeister a. D. der Stadt Neuwied am Rhein, Herrn Manfred Scherrer. 14. März 2009, abgerufen am 29. April 2026.</ref>

Literatur

  • Rudolf Vierhaus, Ludolf Herbst (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002. Bd. 2: N–Z. Anhang. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 736.

Weblinks

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Hinweisbaustein