Winnie Ewing
Winnie Ewing, eigentlich Winifred Margaret Ewing, (* 10. Juli 1929 in Glasgow; † 21. Juni 2023<ref>Dale Miller: Winnie Ewing: Former SNP president and Scottish independence trailblazer dies aged 92. In: scotsman.com. 22. Juni 2023, abgerufen am 22. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> in Bridge of Weir) war eine schottische Politikerin und Mitglied der Scottish National Party. Sie zählt zu den bekanntesten schottischen Politikern und erhielt während ihrer Zeit im Europäischen Parlament den Beinamen Madame Ecosse (französisch für „Frau Schottland“).<ref name=glg><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biographische Informationen ( des Vorlage:IconExternal vom 14. Mai 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Winnie Ewing ist die Mutter des Politikers Fergus Ewing und der Politikerin Annabelle Ewing sowie die Schwiegermutter von Margaret Ewing.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Biographische Informationen ( vom 27. Februar 2012 im Internet Archive)</ref> Ewing besuchte die Battlefield School sowie die Queens Park Secondary School. Anschließend ging sie an die Universität Glasgow und studierte Jura. Nach Erwerb ihrer Zulassung war sie als Solicitor tätig.<ref name=glg/>
Britisches Unterhaus
Nach dem Rücktritt des Labour-Politikers Tom Fraser wurden im Jahre 1967 Neuwahlen im Wahlkreis Hamilton angesetzt, zu denen Ewing als Kandidatin der SNP antrat. Bei den vorangegangenen Unterhauswahlen 1966 hatte Fraser das Direktmandat mit einem Stimmenanteil von 71,2 % vor dem Kandidaten der Conservative Party gewonnen.<ref>Ergebnisse der Unterhauswahlen 1966</ref> Als einzigem SNP-Politiker war es bis zu diesem Zeitpunkt Robert McIntyre in einer Neuwahl im April 1945 im Wahlkreis Motherwell gelungen einen Parlamentssitz für die SNP zu erringen. Trotzdem setzte sich Ewing in der Wahl gegen den Labour-Kandidaten Alexander Wilson durch und zog in das Britische Unterhaus ein. Ihr Sieg gilt als wegbereitend für den folgenden Aufstieg der SNP.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Eintrag auf alba.org.uk ( vom 16. Juli 2011 im Internet Archive)</ref> Bei den Unterhauswahlen 1970 verlor Ewing ihr Mandat an Alexander Wilson<ref>Ergebnisse der Unterhauswahlen 1970</ref>. Bei den Unterhauswahlen im Februar 1974 gewann Ewing das Direktmandat des Wahlkreises Moray and Nairn<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Unterhauswahlen im Februar 1974 ( vom 27. Januar 2015 im Internet Archive)</ref> und konnte es bei den Unterhauswahlen im Oktober gleichen Jahres verteidigen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Unterhauswahlen im Oktober 1974 ( vom 8. Mai 2015 im Internet Archive)</ref> 1979 verlor sie ihr Mandat an Alexander Pollock.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Unterhauswahlen 1979 ( vom 5. März 2012 im Internet Archive)</ref>
Europäisches Parlament
Bei der Europawahl 1979 kandidierte Ewing im neugeschaffenen Wahlkreis Highlands and Islands und gewann das Direktmandat. Sie verteidigte ihr Mandat bei den Wahlen 1984, 1989 und 1994.<ref>Ergebnisse der Europawahlen</ref> Zur Europawahl 1999 wurde der Wahlkreis aufgelöst, sodass Ewing einzige Abgeordnete für Highlands and Islands im Europäischen Parlament war. Auf Grund ihres Engagements zur Verteidigung der schottischen Interessen wurde Ewing Madame Ecosse genannt und genoss in Schottland hohes Ansehen.<ref>The Herald: Madame Ecosse says au revoir to world of politics Winnie Ewing, heroine of the national movement, is to quit and spend more time with her grandchildren</ref> Von 1979 bis 1987 war Ewing außerdem Vizepräsidentin der SNP, zwischen 1987 und 2005 Präsidentin.<ref>G. Hassan: The Modern SNP: From Protest to Power, Edinburgh University Press, Edinburgh, 2009, S. 43. ISBN 978-0-7486-3991-5</ref>
Schottisches Parlament
1999 bewarb sich Ewing bei den Schottischen Parlamentswahlen um eines der sieben Mandate der Wahlregion Highlands and Islands. Auf Grund des Wahlergebnisses gelang ihr der Einzug in das neugeschaffene Schottische Parlament.<ref>der Parlamentswahlen 1999 auf den Seiten des Schottischen Parlaments</ref>
Als älteste Parlamentarierin eröffnete sie die erste Sitzung des Parlaments seit 1707<ref>BBC News: 12 May 1999: Winnie Ewing reconvenes the Scottish Parliament</ref> und machte dabei folgende Bemerkung:
„The Scottish Parliament, which adjourned on 25 March 1707, is hereby reconvened.“
„Das schottische Parlament, das sich am 25. März 1707 vertagte, ist hiermit wieder zusammengetreten.“
Zu den Parlamentswahlen 2003 trat Ewing nicht mehr an.
Literatur
- Winnie Ewing, Michael Russell (Hrsg.): Stop the World: The Autobiography of Winnie Ewing, Birlinn, Edinburgh, 2004. ISBN 978-1-84158-239-9.
Weblinks
- Informationen auf den Seiten des Schottischen Parlaments
- Winnie Ewing in der Abgeordnetendatenbank des Europäischen Parlaments
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ewing, Winnie |
| ALTERNATIVNAMEN | Ewing, Winifred Margaret (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | schottische Politikerin (SNP), Mitglied des House of Commons, MdEP |
| GEBURTSDATUM | 10. Juli 1929 |
| GEBURTSORT | Glasgow |
| STERBEDATUM | 21. Juni 2023 |
| STERBEORT | Bridge of Weir |
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- Politiker (20. Jahrhundert)
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Abgeordneter im Schottischen Parlament
- Mitglied des Europäischen Parlaments für das Vereinigte Königreich
- Abgeordneter des House of Commons (Vereinigtes Königreich)
- Mitglied der Scottish National Party
- Schotte
- Brite
- Geboren 1929
- Gestorben 2023
- Frau