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Natriumtartrat

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Strukturformel
Dinatriumsalz der L-Weinsäure
L-(+)-Dinatriumtartrat
Allgemeines
Name Natriumtartrat
Andere Namen
Summenformel C4H4Na2O6
Kurzbeschreibung

farblose rhombische Kristalle (Dihydrat)<ref name="Roempp">Eintrag zu Natriumtartrat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN (Racemat)
PubChem 13355
ChemSpider 12786
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

A06AD21

Eigenschaften
Molare Masse 194,08 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,81 g·cm−3 (Dihydrat)<ref name="Roempp" />

Schmelzpunkt

150 °C (Dihydrat)<ref name="Roempp" />

Löslichkeit

gut in Wasser (330 g·l−1 bei 25 °C für L-(+)-Dinatriumtartrat)<ref name="George W.A Milne">George W.A Milne: Drugs: Synonyms and Properties Synonyms and Properties. Routledge, 2018, ISBN 978-1-351-78989-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Natriumtartrat ist ein Natriumsalz der Weinsäure mit der Summenformel C4H4O6Na2. Es kommt in gebundener Form in vielen Früchten vor.

Isomere

Wie Weinsäure verfügt auch Natriumtartrat über zwei Stereozentren. Je nach der Konfiguration dieser Zentren liegt D-(−)-Natriumtartrat [Synonym: (2S,3S)-Natriumtartrat], L-(+)-Natriumtartrat [Synonym: (2R,3R)-Natriumtartrat] oder das optisch inaktive meso-Natriumtartrat vor. In der meso-Form ist eines der Stereozentren (R)- das andere (S)-konfiguriert. „Natriumtartrat“ ohne nähere Bezeichnung bezieht sich meist auf L-(+)-Natriumtartrat.

Isomere von Natriumtartrat
Name L-(+)-Natriumtartrat D-(–)-Natriumtartrat meso-Natriumtartrat
Strukturformel Datei:Disodium-L-Tartrate V1.svg Datei:Disodium-D-Tartrate V1.svg Datei:Disodium-meso-Tartrate V1.svg
Andere Namen Dinatriumsalz der (2R,3R)-Weinsäure Dinatriumsalz der (2S,3S)-Weinsäure Dinatriumsalz der meso-Weinsäure
Dinatriumsalz der (2R,3S)-Weinsäure

Dinatriumsalz der (2S,3R)-Weinsäure

CAS-Nummer Vorlage:CASRN (Anhydrat)
Vorlage:CASRN (Dihydrat)
Vorlage:CASRN (Anhydrat)
Vorlage:CASRN (Dihydrat)
Vorlage:CASRN
Vorlage:CASRN (Racemat)
? (Isomerengemisch)
EG-Nummer 212-773-3 (Anhydrat)
612-074-7 (Dihydrat)
244-213-9 (Anhydrat) 224-817-9
ECHA-Infocard Vorlage:ECHA (Anhydrat)
Vorlage:ECHA (Dihydrat)
Vorlage:ECHA (Anhydrat) Vorlage:ECHA
PubChem 162637 (Anhydrat)
12598458 (Dihydrat)
159905 (Anhydrat) 165240
13355 (Isomerengemisch)
Wikidata Q27132338 (Anhydrat)
Q27276410 (Dihydrat)
Q27282569 (Anhydrat) Q27266651
Q283499 (Isomerengemisch)

Darstellung und Gewinnung

Natriumtartrat wird in der Regel aus natürlicher Weinsäure hergestellt, die ihrerseits aus Weinstein aus Weinrückständen gewonnen wird, der zuerst mit Kalkmilch und dann mit Schwefelsäure versetzt wird.

Verwendung

Datei:Di-Natriumtartrat Dihydrat.jpg
Natriumtartrat-Dihydrat

Da in kristallinem Natriumtartrat eine definierte Menge Kristallwasser gebunden ist, ist es ein verbreiteter primärer Standard für das Karl-Fischer-Verfahren, ein verbreitetes Verfahren zur quantitativen Wasserbestimmung durch Titration.

Das Natriumtartrat und das Natriumhydrogentartrat der (natürlichen) L-(+)-Weinsäure werden als Backtriebmittel, als Säuerungsmittel oder Säureregulator und auch als Ersatz für Kochsalz verwendet. Aufgrund der Eigenschaft von Tartraten, mit Eisen- und Schwermetallionen stabile Komplexe zu bilden, unterstützen sie die Wirkung von Antioxidationsmitteln und werden so auch als Komplexbildner eingesetzt. Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 335 mit einer erlaubten Tagesdosis von 30 mg pro Kilogramm Körpergewicht zugelassen und gilt dann als unbedenklich.

Einzelnachweise

<references />