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Philipp Burger

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Philipp Burger (2013)

Philipp Burger (* 25. März 1981 in Sterzing, Italien<ref name="weinlese">Ausgetrunken. 5 Weinfragen an… Philipp Burger. In: weinlese.it. 22. April 2009, abgerufen am 15. Januar 2019.</ref>; Spitzname Fips) ist ein deutschsprachiger Sänger, Songwriter, Gitarrist und Autor aus Italien. Bekannt geworden ist er als Frontsänger und Texter der Deutschrock-Band Frei.Wild.

Leben

Philipp Burger wuchs in Brixen mit katholischem Glauben auf, den er beibehalten hat. Sein Vater ist Geometer und seine Mutter Lehrerin. Burger war ihr zweites Kind zwischen zwei Schwestern.<ref name="weinlese" /> Schon als Kind war er musikalisch tätig und so spielte Burger Blockflöte und Ziehharmonika. Zudem war er damals Fan der Zillertaler Schürzenjäger.<ref>Efrem Oberlechner: Exklusivinterview – Philipp Burger lässt in seine Kindheit blicken. In: unsertirol24. 7. Januar 2008, abgerufen am 8. Juli 2015.</ref>

Als Teenager war Burger Skinhead und Sänger der Rechtsrock-Band Kaiserjäger. Im Booklet einer Demo-CD sind private Bilder aus dem Umfeld seiner damaligen Skinheadgruppierung abgedruckt. Dort finden sich Bilder, die Burger mit rechtem Arm zum Hitlergruß erhoben in einer Reihe von Naziskinheads zeigen. Auf einem anderen Bild sieht man ihn mit dem in Deutschland ebenfalls verbotenen Kühnengruß. Die Band löste sich im Jahr 2001 auf, nachdem ein Konzert in einer Massenschlägerei zwischen deutschen und italienischen Skinheads geendet hatte.<ref name=":0">Frei.Wild: die Band, die Wahrheit, der Hitlergruß. In: Rechtsaussen.de. Abgerufen am 17. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Burger wendete sich daraufhin von der Szene ab.<ref name="Zeit">Johannes Radke: Die neue Reichskapelle. Dumpfer Patriotenrock aus Südtirol erobert die Arenen in ganz Deutschland. In: Zeit Online. 10. Mai 2012, abgerufen am 8. Juli 2015.</ref> In späteren Veröffentlichungen, unter anderem in der von Klaus Farin herausgegebenen Fanbiografie Allein nach vorne, wurde Kaiserjäger später als harmlose Provokationsband dargestellt, die lediglich patriotisch eingestellt gewesen sei.<ref name=":0" /> Seine rechte Jugend kritisierte er später aufs Schärfste und bezeichnete sie als die „beschissenste Zeit meines Lebens“.<ref>Frei.Wild - Rechts oder nicht? - Die Skandal-Band im Interview DASDING. YouTube-Channel DASDING, 13. Dezember 2013, abgerufen am 8. Januar 2017.</ref>

Nachdem er an der Mittelschule seinen Abschluss gemacht hatte, erwarb Burger den Gesellenbrief als Zimmermann.<ref name=":1">Anne Lena Mösken: Philipp Burger von Frei.wild: Der Volksmusiker. 18. Dezember 2012, abgerufen am 17. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Anschließend machte er sich selbstständig.<ref name="weinlese" />

Im September 2001 gründete Burger zusammen mit Jonas Notdurfter die Deutschrock-Band Frei.Wild, der sich bald darauf Christian Fohrer und Jochen Gargitter anschlossen.<ref name="lautbio">Biografie. Laut.de, abgerufen am 8. Juli 2015.</ref> In den Anfangsjahren der Band arbeitete Burger noch in seiner Zimmerei und hatte sich bis dato einen relativ großen Handwerksbetrieb aufgebaut. Diesen schloss er, um sich voll und ganz auf die Band zu konzentrieren.<ref>Philipp Burger: 17 Fragen an jeden und einige mehr. In: Merch Magazin Nr. 11, 2016, S. 3</ref> Zusammen veröffentlichten sie bisher 16 Alben und erreichten mehrfach die Chartspitze in Deutschland.

Von Juli bis September 2008 war Burger Mitglied der rechtspopulistischen Partei Die Freiheitlichen. Nach der Publikmachung dieser Mitgliedschaft trat Burger aus der Partei aus.<ref>Neuigkeiten! Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Oktober 2008; abgerufen am 13. Februar 2016.</ref><ref name=":1" /> In einem Interview mit dem Format Fernsehkritik-TV stritt Burger seine ehemalige Mitgliedschaft ab. Er habe vielmehr nur Gespräche mit dem damaligen Parteiobmann Pius Leitner geführt.<ref>Frei.Wild: Das komplette Interview. In: YouTube. 12. Januar 2013, abgerufen am 13. Februar 2016.</ref>

Als Frei.Wild 2008 ohne festen Plattenvertrag dastand, gründeten Burger und der damalige Bandmanager Stefan Harder, der vorher bei Universal gearbeitet hatte, das Label Rookies & Kings, das neben Frei.Wild viele weitere Künstler der Deutschrock-Szene unter Vertrag hat und hatte. Unter anderem veröffentlichten dort auch Matt Gonzo Roehr (Böhse Onkelz), Hämatom, Serum 114, BRDigung sowie Unantastbar ihre Werke.

Neben Frei.Wild gründete Philipp Burger außerdem das Charity-Projekt Wilde Flamme, eine multinationale Band, die unter anderem mit Peter Maffay zusammenarbeitete. Bis 2015 erschienen vier Singles, deren Erlöse sozialen Projekten zugutekamen.<ref>Marlene Halser: Frei.Wild über ihre Nähe zu Rechts: „Traditionen sind uns wichtig“. In: Die Tageszeitung: taz. 2. April 2015, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 17. Mai 2019]).</ref> Zusammen mit den anderen Mitgliedern von Frei.Wild ist er außerdem am Festival AlpenFlair beteiligt, das jährlich in der Nähe von Brixen veranstaltet wird.<ref>„Ein Wirtschafts-Motor“. In: Die Neue Südtiroler Tageszeitung. Abgerufen am 17. Mai 2019.</ref>

Am 23. Dezember 2021 veröffentlichte Philipp Burger sein erstes Soloalbum Kontrollierte Anarchie, das Platz eins der deutschen Albumcharts erreichte.

Am 10. Oktober 2023 erschien seine Biografie Freiheit mit Narben: Mein Weg von rechts nach überall im Kampenwand Verlag, die in der Veröffentlichungswoche Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste erreichte.<ref>SPIEGEL Bestseller für Philipp Burger. In: Nova MD. Abgerufen am 28. Dezember 2023.</ref><ref>Philipp Burgers Bekenntnisse. In: Buchreport. 20. Oktober 2023, abgerufen am 28. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 1. Dezember 2023 folgte sein zweites Soloalbum Grenzland, das Platz 3 der deutschen und Platz 25 der österreichischen Charts erreichte.

Privatleben

Burger ist verheiratet und hat zwei Kinder.<ref>Hörbuch aus Frei.Wild: Opposition (Limited Box-Set)</ref> 2014 machte er ein Landwirtschaftsdiplom. Nachdem er jahrelang in München gelebt hatte, zog er am 1. Januar 2019 zurück nach Südtirol und bewirtschaftet dort einen Bauernhof.<ref>„Am Montag kommen die Bagger“. In: Südtirol News. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Januar 2019; abgerufen am 17. Mai 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Werke

  • Freiheit mit Narben: Mein Weg von rechts nach überall. Kampenwand Verlag, 2023, ISBN 978-3-9866009-2-1.

Diskografie

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→ Hauptartikel: Wilde Flamme

Studioalben

Singles

  • 2021: Kontrollierte Anarchie
  • 2021: Es sind doch nur Tränen
  • 2021: Sänger, Zimmermann, Landwirt, Fischer
  • 2021: Es gibt keine Jugendsünden
  • 2021: Zensurfaschismushasser
  • 2022: Was wäre ich ohne Gangster?
  • 2023: Weckt die Punks, weckt die Skins
  • 2023: Meine DNA
  • 2023: Hier geht keiner ohne Narben raus
  • 2023: Das Leben ist zu kurz um was nicht zu wagen
  • 2025: Alles ist weg

Gastbeiträge

Sonstiges

Weblinks

Commons: Philipp Burger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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