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Georg Steinmetz

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Georg Steinmetz (* 28. September 1882 in Kassel; † 4. April 1936 in Berlin) war ein deutscher Architekt.

Leben und Wirken

Nach dem Architekturstudium an der Berliner Kunstakademie, wo er Meisterschüler bei Franz Schwechten war, und an der Technischen Hochschule Charlottenburg arbeitete er zunächst fünf Jahre als Architekt im preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Berlin. 1908 wurde Steinmetz Mitarbeiter im Architekturbüro von Helmuth Grisebach in Berlin. Seit spätestens 1912 war er Mitinhaber des gemeinsamen Büros Grisebach und Steinmetz.<ref>Berliner Adreßbuch 1912. Deutsche Adreßbuch-GmbH (August Scherl), Berlin o. J. (1911/1912), S. 907.</ref> Nach 1918 wirkte er als selbständiger Architekt in Berlin, wo er in Charlottenburg ein Architekturbüro unterhielt. Von 1925 bis 1936 war er Mitglied der preußischen Akademie der Künste<ref>Akademie der Künste: Georg Steinmetz. In: Bildende Kunst - Mitglieder. Abgerufen am 12. April 2022 (deutsch).</ref> und der preußischen Akademie des Bauwesens. 1925 verlieh ihm die Technische Hochschule Stuttgart die Ehrendoktorwürde (Dr.-Ing. E. h.). Weiterhin war er der Erfinder der Plan-Spiral-Zeichnungs-Registratur (mit 38 Patenten). In seinen Schriften vertrat er den Gedanken des gediegenen Handwerks als einer Grundlage der Architektur. 1928 war Steinmetz mit Heinrich Tessenow, Paul Bonatz, German Bestelmeyer u. a. Preisrichter des beschränkten Wettbewerbs Neue Universität (Heidelberg). 1924 war Rudolf Schwarz für wenige Woche sein Mitarbeiter.<ref>Wolfgang Pehnt, Hilde Strohl: Rudolf Schwarz, Architekt eine anderen Moderne. Gerd Hatje, Ostfildern-Ruit 1997, ISBN 3-7757-0642-9, S. 197.</ref>

Seit 1908 war er mit Martha geb. Schydlow († 1934) verheiratet. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.

Werk

Bauten und Entwürfe

Datei:1311 Urząd Miejski Szczecin ZS.jpg
Neues Landeshaus des Provinzialverbands Pommern in Stettin

Zu seinen Bauten zählen die Neue Landwirtschaftskammer, das Neue Landeshaus (1924–1927) und das Wehrkreiskommando (1934) in Stettin, das Landratsamt in Labes (Pommern), das Siechenhaus in Putbus, die Herrenhäuser in Semper und Lietzow auf Rügen, der Quellenhof in Bad Warmbrunn (Riesengebirge), das Schloss Schwerin (Berlin-Westend). 1928 war er an der Errichtung der Siedlung am Fischtalgrund in Berlin-Zehlendorf<ref>Stadt Berlin: Versuchssiedlung Am Fischtal & Mustersiedlung der Gagfah. In: Denkmaldatenbank. Landesdenkmalamt Berlin, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. April 2022; abgerufen am 12. April 2022 (deutsch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.berlin.de</ref> (für die GAGFAH) und 1934 unter Werner March an der Gestaltung des Olympischen Dorfes von 1936 in Dallgow-Döberitz beteiligt<ref>Deutsche Digitale Bibliothek: Elstal, Wustermark. Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, abgerufen am 12. April 2022 (deutsch).</ref>. Schließlich wurde 1935/1936 nach seinen und Hans Hertleins Plänen in Jena das neue Verwaltungshochhaus (Bau 36) der Carl Zeiss AG erbaut<ref>Bildarchiv Foto Marburg: Zeiss-Hochhaus. In: Bildindex der Kunst & Architektur. Abgerufen am 12. April 2022 (deutsch).</ref>.

Schriften

  • Grundlagen für das Bauen in Stadt und Land, mit besonderer Rücksicht auf den Wiederaufbau in Ostpreußen. 3 Bände, München 1917–1928.
  • (gemeinsam mit Werner Lindner): Die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung. Berlin 1923.

Literatur

Weblinks

Commons: Georg Steinmetz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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