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Hansl Schmid

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Datei:Schmid Hansl-IMG 1163.JPG
Denkmal im Türkenschanzpark
Datei:1160 Redtenbachergasse 45 - Hansl Schmid-Gedenktafel IMG 2870-2.jpg
Gedenktafel in der Redtenbachergasse 45
Datei:Ottakringer Friedhof - Hansl Schmid.JPG
Grabmal von Hansl Schmid auf dem Ottakringer Friedhof

Hansl Schmid (* 1. Dezember 1897 in Wien; † 31. Dezember 1987 ebenda; eigentlich Johann Schmid) war ein Interpret des Wienerliedes vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Er wird auch häufiger als „Der letzte Herr des Wienerliedes“ bezeichnet.<ref>Siehe Literatur: Harry Gloeckner (…)</ref>

Leben und Wirken

Hans Schmid wurde am 1. Dezember 1897 in Ottakring in der Redtenbachergasse 45 geboren. An seinem Geburtshaus befindet sich heute eine Gedenktafel.

Bereits in den 1920er Jahren begann Schmid, ein gelernter Kaufmann, seine Auftritte in verschiedenen Wiener Heurigen-Lokalen.

Aufgrund seiner bereits bestehenden Popularität sowie der Kompetenz als Wienerliedinterpret wurde 1940 Schmid über Freunde zu einem spontanen, hohe Herrschaften begünstigenden Vortrag in ein Heurigenlokal am Wien-Döblinger Schreiberweg gerufen, wo er auf Joseph Goebbels und dessen Berliner Begleitung traf. Zu Ende des von Schrammelmusikern begleitenden Fiakerlieds erkundigte sich der Propagandaminister, von wem das schöne Lied sei. Schmids eigenbezeugte Erwiderung, Von einem Juden, soll Goebbels ignoriert haben.<ref>Ernst Weber: Das Wienerlied im „Dritten Reich“. In: Fritz, Kretschmer: Volksmusik und Wienerlied, S. 404.</ref>

Im Dezember 1945 trat Schmid in Begleitung der (Faltl-)Kemmeter-Schrammeln<ref group="Anm.">Die Faltl-Kemmeter-Schrammeln waren unter den noch zahlreichen Schrammelquartetten der Nachkriegszeit das bedeutendste. Leiter des Ensembles war der ehemalige philharmonische Geiger Hans Faltl (1900–1972), die namensgebend zweite Persönlichkeit war Franz Kemmeter (1896–1971) an der Knopfharmonika, Paul Holbik († 1973, Alter: 67) spielte die Kontragitarre, Willy Bauer die zweite Violine. Besondere Wertschätzung erfuhr das Quartett unter anderem durch Bundeskanzler Leopold Figl (1902–1965), der die Musiker für Staatsanlässe engagieren ließ. – Aus: Ernst Weber: Die Wienermusik nach 1945. In: Fritz, Kretschmer: Volksmusik und Wienerlied, S. 425.</ref> im Wiener Konzerthaus in einer Serie von Konzerten auf.<ref>Wiener Konzerthaus (…). In: Österreichische Volksstimme. Zentralorgan der Kommunistischen Partei Österreichs, Nr. 102/1945, 2. Dezember 1945, S. 4 (unpaginiert), Spalte 1. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ovs</ref>

Am 1. Dezember 1952,<ref>Brigitte Kirchhoff: Der Grandseigneur des Wienerliedes ist 80 Jahre jung. Beim Schmid-Hansl hat das Weanalied eine neue Heimat. In: Arbeiter-Zeitung. Wien,​ 1. Dezember 1977, S. 16.</ref> seinem Geburtstag, eröffnete er das von ihm übernommene Café Theresienhof in Wien-Währing, Schulgasse 31, als Café Schmid Hansl, bis heute beliebter Auftrittsort von Wienerliedsängern und Schrammelmusikern.

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Die Treppe am nördlichen Ende des Hansl-Schmid-Weg in Ottakring

Schmid fand seine letzte Ruhe in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Ottakringer Friedhof (Gruppe 33, Reihe 11, Nummer 32). Der Hansl-Schmid-Weg in Wien-Ottakring wurde 1997 nach ihm benannt.

Auszeichnungen, Ehrungen, Preise

Literatur

  • Harry Gloeckner, Wilfried Zeller-Zellenberg (Ill.): Hansl Schmid, der letzte Herr des Wienerliedes. Tusch (u. a.), Wien 1983, OBV.
  • Rudi Luksch (Musik, Text), Kurt Weizmann (Musik, Text), Harald Lakits (Bearb.): Beim Schmid Hansl. Wienerlied. Weltmusik Hochmuth, Wien 2000, OBV.
  • Elisabeth Theresia Fritz (Hrsg.), Helmut Kretschmer (Hrsg.): Wien, Musikgeschichte. Band 1: Volksmusik und Wienerlied. Lit-Verlag, Wien 2006, ISBN 3-8258-8659-X.
  • Christian Fastl: Schmid, Hans (eig. Johann August, gen. Schmid-Hansl). In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 4, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2005, ISBN 3-7001-3046-5.

Weblinks

Commons: Hansl Schmid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Anmerkungen

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