Gibson EB-3
| Gibson EB-3 / SG Standard Bass | |
|---|---|
| Datei:Gibson eb3 67.jpg Gibson EB-3, Baujahr 1967 | |
| Allgemeines | |
| Typ | E-Bass |
| Hersteller | Gibson; USA |
| Produktion |
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| Konstruktion und Materialien | |
| Mensur | 30,5 Zoll (775 mm), Shortscale |
| Korpus | Solidbody aus Mahagoni |
| Hals | Eingeleimter Hals aus
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| Griffbrett | Palisander (EB-3), geröstetes Ahorn (SG Std. Bass), 20 Bünde |
| Sattel | Corian |
| Mechaniken | 2× links, 2× rechts; gekapselt |
| Steg / Brücke | Feste, einteilige Metall-Brücke mit einzelnen Saitenreitern |
| Tonabnehmer und Elektronik | |
| Tonabnehmer |
2× Humbucker |
| Klangregelung | passiv
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| Soweit nicht anders angegeben, stammen die Daten von der Webseite des Herstellers (Stand: 9. Juni 2014) | |
Der Gibson EB-3 ist ein von 1961 bis 1979 hergestelltes E-Bass-Modell des US-amerikanischen Musikinstrumentenherstellers Gibson Guitar Corporation. Der E-Bass erinnert wegen seiner Korpusform an das Gibson-E-Gitarren-Modell Gibson SG und wird daher auch SG-Bass genannt.
Geschichte
Der Vorgänger des Gibson EB-3 war das Modell EB-0, das von 1959 bis 1979 gebaut wurde.<ref name="Bass2">MyGibsonBass2 (englisch)</ref> Dieses Modell hatte als elektromagnetischen Tonabnehmer einen einzelnen, doppelspuligen Humbucker in Halsposition. Dieser Tonabnehmer wird aufgrund seines sehr dumpfen und basslastigen Tones, der durch die Varitone-Höhenblende zusätzlich gedämpft werden kann, von Musikern scherzhaft „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ genannt<ref name="Fly">FlyGuitars (englisch)</ref> (deutsch, sinngemäß: „Matscher“); Kritiker bemängeln die eingeschränkten Klangmöglichkeiten des Modells.<ref name="GB">Dirk Groll: Kult! – Gibson EB 3 Bass. Artikel in der Zeitschrift Gitarre & Bass, Ausgabe März 2012, S. 238 ff. MM-Musik-Media-Verlag, Ulm, ISSN 0934-7674</ref> Beim Nachfolgemodell EB-3 kam ein zweiter Tonabnehmer im Format Mini-Humbucker in Stegposition hinzu, der für etwas höhenreichere und damit für im Ensemblespiel durchsetzungsfähigere Klänge sorgte.<ref name="GB" />
Modifikationen
Von 1969 bis 1971 wurde der EB-3 mit einer von zwei Fenstern durchbrochenen Kopfplatte gebaut, ähnlich der Kopfplatte einer Konzertgitarre („Fenster-Kopfplatte“, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)).<ref name="GB" /> Im Jahr 1971 kam eine Variante des Modells mit langer, 34 Zoll messender Mensur ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) unter dem Namen EB-3L heraus,<ref name="Bass8" /> die jedoch zu starker Kopflastigkeit neigte.<ref name="GB" /> Im selben Jahr wurde der zuvor aus Amerikanischem Mahagoni hergestellte Hals des Modells durch einen aus dem härteren Ahornholz gefertigten ersetzt, und die Tonabnehmer wurden näher aneinander gerückt, um einen insgesamt helleren, höhenreicheren Ton zu erzielen.<ref name="Bass8" />
Heute wird von Gibson eine Weiterentwicklung des EB-3 unter dem Namen SG Standard Bass<ref>Gibson SG-Bass (englisch)</ref> beziehungsweise zuvor als SG Reissue angeboten.<ref>Ove Bosch: Gibson SG Reissue. Testbericht in: Bass Professor, deutschsprachige Fachzeitschrift für E-Bassisten, Heft 1/2006, S. 50 f., ISSN 1431-7648</ref> Die Gibson-Tochterfirma Epiphone vertreibt einen Nachbau des EB-3.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Epiphone EB-3 ( des Vorlage:IconExternal vom 23. Februar 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (englisch)</ref>
Bekannte EB-3-Spieler
Größere Bekanntheit erlangte der Gibson EB-3 durch den englischen Rockmusik-Bassisten Jack Bruce, der das Modell auf allen Alben der Rockband Cream verwendete – mit Ausnahme des ersten Albums der Band, auf dem stattdessen das sechssaitige E-Bass-Modell Fender VI eingesetzt wurde.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The Cream of Jack Bruce: The EB-3 Legend’s Essential CDs ( vom 12. September 2011 im Internet Archive)</ref> Bruce spielte den Gibson-Bass vorwiegend in hoher Lautstärke über Verstärkeranlagen des britischen Herstellers Marshall. So erreichte er einen verzerrten Klang, der ihn zu solistischem, gitarrenähnlichen Spiel inspirierte. Dieser Ton verband sich harmonisch mit dem Klang seines Gitarristen-Kollegen Eric Clapton.<ref name="GB" /> Neben Jack Bruce spielten unter anderem Andy Fraser (Free), Trevor Bolder (bei David Bowie) und Glenn Cornick (Jethro Tull Bourrée) dieses Modell; Mike Watt nutzt den EB-3 seit einigen Jahren live als Hauptinstrument.<ref name="Bass8" /> Die Variante mit nur einem Tonabnehmer, der EB-0, wurde unter anderem von David Knights (Procol Harum) und Felix Pappalardi (Mountain) eingesetzt.<ref name="Bass2" />
Literatur
- Verschiedene Autoren: The Story of Gibson Basses, Teile 1 und 2. In: Bass Professor, deutschsprachige Fachzeitschrift für Bassisten, Hefte 4/2007 und 1/2008. ISSN 1431-7648
Weblinks
- Die Neuauflage des Modells EB-3 der Gibson SG Standard Bass auf der offiziellen Gibson-Firmenwebsite (abgerufen am 23. August 2019)
Einzelnachweise
<references />
Halb- und Vollresonanz-Gitarren: Byrdland | ES-150 | ES-175 | ES-335 | ES-350T | ES-355 | L-5 | Super 400 | Blueshawk | Little Lucille | Super V CES
Solidbody-E-Gitarren: Les Paul | SG | EDS-1275 | Firebird | Flying V | Explorer | Moderne
E-Bässe: Gibson Thunderbird | Gibson EB-3
Akustik-Gitarren: Hummingbird | Gibson L-1