Gasshuku
Gasshuku (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), wörtlich: „gemeinsame Unterkunft“, auch „Freizeitkurse“<ref name="coulmas-p184">Florian Coulmas: Die Kultur Japans. Tradition und Moderne. S. 184 (Die Übersetzung von Coulmas in einem Kapitel, das die Schule als Institution charakterisiert, scheint im allgemeinen Kontext etwas zu eng. Die Charakterisierung, die sich mit den Schlagworten: gemeinsames Lernen, an einem bestimmten Ort, zumeist in der Freizeit, mit einem bestimmten Zweck, zusammenfassen lässt, ist hingegen mit der allgemeineren Beschreibung hier deckungsgleich.).</ref>) bezeichnet in Japan die Praxis gemeinsamen Lernens, Studierens oder Übens mit einem bestimmten vorgegebenen Zweck oder Ziel, wobei sich Gruppen Gleichgesinnter bilden, die sich eigens hierzu an bestimmten außerschulischen Orten dafür zu einer begrenzten Zeit zusammenfinden.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bei kotobank.jp. Kodansha, 2009, abgerufen am 26. Februar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Diese Praxis gemeinsamen Lernens wurzelt im konfuzianistischen Bildungsideal. Der Grundgedanke ist, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, indem man voneinander lernt, wobei idealerweise der „Bessere“ den „Schlechteren“ unterstützt. Ausschlaggebend ist dabei nicht die individuelle Begabung, sondern die „aufrichtige Anstrengung“<ref name="coulmas-p181">Florian Coulmas: Die Kultur Japans. Tradition und Moderne. S. 181.</ref>, die der Einzelne aufbringt. Das Gasshuku ist damit Bestandteil und Ausprägung der japanischen „Bildungsgesellschaft“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Gakureki shakai).
Ziele gemeinsamen Lernens
- Bildung von Arbeitszirkeln und Klubs in Schulen und Unternehmen zur Verstärkung systematischer und kooperativer Zusammenarbeit.
- Die Wissensweitergabe zwischen den Angestellten von Firmen oder öffentlichen Einrichtungen bspw. der Gemeinde nach dem Kōhai-Sempai-Prinzip.<ref group="Anm.">Ein wichtiger Grundsatz der japanischen Kultur ist das Senioritätsprinzip. Demnach zollt der Jüngere dem Älteren Respekt und er erkennt damit den Wissens- und Erfahrungsvorsprung des Älteren an. Insbesondere in Firmen ist nicht zwingend der an Lebensjahren Ältere der Senior, sondern der nach der Dauer der Zugehörigkeit zur Firma. Dieser Umstand kommt auch im allgemeinen Begriff für Lehrer ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Sensei) zum Ausdruck. Ein Sensei ist im strengen Wortsinn der früher Geborene.</ref>
- Gemeinsames Pauken in Vorbereitungsschulen, Juku oder Yobikō, die Nachhilfe anbieten oder auf die Aufnahmeprüfung an einer Universität vorbereiten.
- Gemeinsames Lernen für die Führerscheinprüfung.
- Gemeinsame Planung und Entwicklung neuer Produkte in Firmen und Unternehmen.
Unterkünfte
Für das Gasshuku werden meist Unterkünfte genutzt, die außerschulisch und nicht privat, d. h. etwa private Wohnräume der Teilnehmer sind:
- sogenannte Seminar-Häuser ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Seminā hausu)
- Hotels
- Minshuku
Spezielle Formen des Gasshuku
- „Gemeinsame Software-Entwicklung“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Kaihatsu Gasshuku)<ref group="Anm.">wörtlich: Entwicklungs-Camp</ref> – findet zumeist in Hotels oder Ryokans mit Onsen statt.
- „Sommerschule im Wald“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Rinkan Gakkō) bzw. „Sommerschule am Meer“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Rinkai Gakkō) – Schulausflüge in der Grund- und Mittelschule, in der Regel zwischen Frühling und Herbst. Ergänzung des Lehrplans durch gemeinsame Aktivitäten zur Stärkung des Gemeinschaftsgefühls, wie Wandern, Lagerfeuer, gemeinsame Essenszubereitung etc. Zugleich werden damit soziale Formen des Umgangs miteinander erlernt und eingeübt.
- Trainingslager für sportliche Aktivitäten, bspw. bei den Kampfsportarten.
Literatur
Weblinks
- Gasshuku Portal (japanisch)
Anmerkungen
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Einzelnachweise
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